Die Bildhauerin und Installationskünstlerin Liz Bachhuber ist seit 1993 Professorin für Freie Kunst an der Fakultät Kunst und Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre künstlerische Forschung und Praxis richtet sich auf die Umwelt des Menschen mit besonderem Fokus auf Kunst im öffentlichen Raum. In der Fortsetzung  des klassischen objet trouvé verarbeitet sie in ihren künstlerischen Skulpturen und Installationen Fundstücke, die den grenzenlosen Konsum der zeitgenössischen Welt und die globale Implikationen des daraus resultierenden Mülls repräsentieren. Um ihre Forschung voran zu treiben, arbeitet sie schon lange mit UmweltingenieurInnen, WissenschaftlerInnen und AbfallexpertInnen zusammen und setzt so die interdisziplinäre Tradition des Bauhauses fort.

Geboren in Milwaukee, Wisconsin USA studierte Liz Bachhuber an der University of Wisconsin, BFA (1976) und MA (1979) und von 1979 – 1983 mit einem Stipendium des DAAD/Fulbright an der Kunstakademie Düsseldorf, die sie 1984 als »Meisterschülerin« abschloss. Sie war von 1981 – 1987 Gründungsmitglied der Ateliergemeinschaft Ratherstrasse 25 in Düsseldorf. Dort begann sie ihren künstlerischen Schwerpunkt auf Skulptur und großformatige Rauminstallationen zu verlegen. 1984 erhielt Liz Bachhuber von der Kunstakademie Düsseldorf ein einjähriges Reisestipendium nach Rom und im gleichen Jahr ein Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V. 1988 gewann sie den Förderpreis für junge Kunst, verliehen von der Stadt Düsseldorf. Im gleichen Jahr bespielte sie eine Förderkoje der Galerie Edith Wahlandt aus Stuttgart auf der Kunstmesse Art Cologne.
1997/98 arbeitete sie in New York mit Unterstützung eines Atelierstipendiums des »National Studio Program« des P.S.1. und 1990/91 erhielt sie ein Arbeitsstipendium der National Endowment for the Arts, USA.
1992 war sie als Gastdozentin an der Kunstakademie Münster tätig, und im Jahr 1993 wurde sie als Gründungsmitglied der Fakultät Gestaltung der Bauhaus Universität nach Weimar berufen. 2001 gründete sie dort das englischsprachige, international-orientierte MFA Programm »Public Art and New Artistic Strategies« mit Hilfe des DAAD. Dem Programm wurde 2006 das Label: »Top 10 International Master Degree Courses Made in Germany« durch den Stifterverband der Deutschen Wissenschaft und dem DAAD verliehen. Außerdem etablierte sie einen vierjährigen, internationalen Gastlehrstuhl »Ré Soupault« vom DAAD.

Wegen ihrer langjährigen Beschäftigung mit den Themen Umwelt, Ökologie, Recycling und Technologie hat sie mehrere Forschungsprojekte und Kunstausstellungen mit diesem Schwerpunkt organisiert: 1993 »Das Müllprojekt«, 2001 »Flottsam und Jetsam« in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Abfallwirtschaft und 2011 »Entrop(H)y: Garbage and Art« in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus Universität Weimar. Im Rahmen des DAAD-Programms »Strategische Hochschulpartnerschaften« mit der University of California San Diego arbeitet sie zur Zeit an Kooperationen mit UrbanistInnen, UmweltingenieurInnen und KünstlerInnen an Projekten zusammen, welche sich mit der Grenzsituation der Städte Tijuana/San Diego auseinandersetzen sowie mit dem »Experimental Drawing Studio«. 

Seit 1980 hat Liz Bachhuber ihrer künstlerische Arbeit sowohl im öffentlichen Raum als auch in Einzel- und Gruppenausstellungen, Museen, Kunstvereinen und Projekträumen in Europa, den USA und in Asien ausgestellt.