„In most people's vocabularies, design means veneer. It's interior decorating. It's the fabric of the curtains of the sofa. But to me, nothing could be further from the meaning of design. Design is the fundamental soul of a human-made creation that ends up expressing itself in successive outer layers of the product or service.”
Steve Jobs

INDUSTRIAL DESIGN
EXHIBITION DESIGN
INTERACTION DESIGN

Design ist immer auch Intervention in der Praxis.

Das inhaltliches Feld des Interaction Designs ist Teil des Studiengangs Produktdesign an der Bauhaus-Universität Weimar. Thematisch geht es im Studienschwerpunkt Interaction Design um dynamische Beziehungen zwischen Mensch, Raum und Objekt.

Im Zentrum steht das multimodale Interface als Visualisierungsebene für Daten und Informationen einerseits sowie die Bedieneroberfläche technischer Geräte und die Interaktionszenarien im Raum andererseits.

Wir positionieren dabei, quer zu den klassischen Gestaltungskategorien von Fläche, Körper und Raum, den Begriff der Interaktion als einen zentralen Zugang zur Gestaltung.

Die Dynamik des aktuellen Wandels ist gekennzeichnet durch innovative Technologien mit neuen Materialien und ihren technischen Qualitäten. Es ändern sich die Fertigungs- und Warenwirtschaftssysteme und in direkter Folge die diskrete Systematik von Entwicklung, Design und Produktion. Es hat sich ein feinfühliges technisches Sensorium entwickelt, mit dem wir uns und unsere Geräte wahrnehmen und von ihnen wahrgenommen werden.

Es bilden sich neue digitale Gemeinschaften und Netzwerke und damit sind komplett neue Zielsetzungen für Kommunikation und Produktion entstanden.
Interaction Design ist aber auch die Beschäftigung mit szenischer Gestaltung und dabei mit der Gestaltung von Räumen und der Implementierung neuer Technologien in diese Räume.

Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung zwischen Mensch und Technologie in den zentralen Erscheinungsformen des medialen Raumes: Ereignisraum, Bühnenraum, öffentlicher Raum und Ausstellungsraum ...

Interdisziplinäres Arbeiten ist das Ziel der Ausbildung mit dem Schwerpunkt: Interaction Design. Der Produktdesigner erweitert sein Arbeitsfeld. Der Weg zeigt weg von der Arbeit mit der klassischen Ausstellungsfläche und der trditionellen Bühne hin zum medienorientierten Arbeiten und zur Vernetzung mit dem Ausstellungs- und Lichtdesign und neue Technologien werden einbezogen:
Videoprojektion, Interaktive Systeme, 3-D Simulation, Internet, CAD.
Im Zentrum steht die experimentelle Raumgestaltung. Durch konkrete Aufgabenstellungen und Projektarbeiten werden die Techniken zur Anwendung bebracht.

Arbeitsfelder sind die Bereiche: Museum, Messe , Video, Konzertbühne, Theater, Mode ...

Im Verlauf der Projekte bildet die Entwicklung und Realisierung eigenständiger Performances, von Ausstellungskonzepten und Objektentwicklungen den Schwerpunkt.

Zentrale Bedeutung bekommt damit auch das Einbeziehen der anderen Fachbereiche, der Informationstechnologie, der Kunstwissenschaft und der Philosophie.

Eine herausfordernde Entwicklung unserer Zeit ist der Umstand, dass wir nicht mehr ausschliesslich unsere Umwelt und unsere Erfahrungsräume gestalten, sondern dass wir mittels Technik tief in die Struktur unserer kognitiven, physischen wie psychischen Konstitution eingreifen. Damit werden die Wahrnehmung und die Apparaturen für diese neue, erweiterte Realität und ihre Anwendung ganz neue Aufgabenstellungen bieten und bei der Umsetzung benötigen Techniker und Wissenschaftler zunehmendes Wissen über Gestaltung. Die Gestaltung hilft bei der Bewältigung der kollektiven Grenzerfahrung, die wir angesichts dieser Apparaturen erleben, weil sie das technisch Mögliche, das Monströse, in unsere körperlichen, seelischen und kognitiven Bedürfnisse und Anlagen übersetzt und integriert.

Ein Interaction Designlabor operiert daher experimentell mit Wissen und Wahrnehmung, mit Sinn und Sinnlichkeit und wendet sich in Kooperationsprojekten den verschiedenen Orten der Wissenschaft und der Praxis selbstbewusst zu. In dieser Zusammenarbeit zwischen Design, Wissenschaft und Technik greifen wir auf unser disziplinäres Wissen zurück und generieren neue Modelle sowie Anschauungs- und Simulationsobjekte des Entwurfs.