Passfoto von Francis Zeischegg

Künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin
Geschwister-Scholl-Straße 7, Zi. 102
99423 Weimar

Telefon +49(0)3643 / 58 30 04
Telefax +49(0)3643 / 58 32 45
E-Mail francis.zeischegg[at]uni-weimar.de

Sprechstunde: 
Dienstags, 17 – 18 Uhr

Konsultation (Abschlussprüfung):
Mittwochs nach Vereinbarung
(nach Anfrage auch vor Ort im Atelier)

Die Vermittlung der Kunst und das Künstlerische Forschen im Fach Lehramt Kunst

kann gelingen, wenn eine fundierte, umfangreiche und individuelle Auseinandersetzung mit der künstlerischen Arbeit während der Studienzeit stattfindet. Dazu gehört die Ausbildung vielfältiger handwerklicher, medialer und performativer Fertigkeiten sowie einer authentisch-künstlerischen Position, die sich aus persönlicher Affizierung und kunstwissenschaftlichen Kenntnissen ableitet und konstituiert. Wichtig für das Lehramt-Studium in der Kunst sind verschiedener Experimentierphasen, die nicht unmittelbar zu konkreten Ergebnissen führen müssen. Studierende lernen dabei ihre eigenen Vorlieben kennen und bewusst visuell wahrzunehmen. Indem sie neue Seherfahrungen sammeln, lernen sie ihre Sehgewohnheiten zu überprüfen und können im Laufe der Prozesse individuelle Betrachtungskriterien ausbilden, welche mit der Zeit zu brauchbaren Kenntnissen heranreifen. 

Die spezifische Vermittlung künstlerischer Praxis im Lehramt Kunst beinhaltet neben dem Angebot der freien interdisziplinären Projekte der Fakultäten Kunst und Gestaltung und Medien eine besondere Form, den Vermittlungsaspekt mit der künstlerischen Praxis zu verbinden. Lehramts-AnwärterInnen benötigen, um in die oben beschriebenen Grunderfahrungen mit Kunst zu gelangen, einen fachlichen Zugang in das Kunststudium, der neben und trotz der Herausforderung des wissenschaftlichen Arbeitens in den pädagogischen Fächern, zeitlich und inhaltlich gelingen sollte. Fachlich heißt in diesem speziellen Fall, dass neben den schon beschriebenen Zielen, eine authentische künstlerische Position zu erarbeiten und Experimentphasen zu durchlaufen, auch Erfahrungen auf dem Feld sinnvoller, in der Schule verwendbarer Gestaltungsansätze gemacht werden. In Form von Impulsübungen mit Material, Anordnungs- und Wahrnehmungsübungen können die Studierenden selbst künstlerisch motiviert werden, eigene Projektideen zu entwickeln und zu realiseren. Sie können sich aber auch methodisch anregen lassen. Das vergleichende Sehen im Gespräch zu erörtern und Gestaltungslehre praktisch umzusetzen ist hierfür die Grundlage. Neben den freien Projekten werden im Verlauf des Studiums Projekte zu ausgewählten Themenfeldern zur praktischen künstlerischen Forschung angeboten.