Das Müll-Projekt I+II SS 01, WS 01/02

in Zusammenarbeit mit Martin Kuban, Katharina Hohmann, Bernhard Kucken und Prof. Werner Bidlingmaier

Inhaltlich zielt das "Müll"- Projekt auf die künstlerische Neubetrachtung von scheinbar Wertlosem als Träger kollektiver und individueller Erinnerung. Der Ansatz der künstlerischen Arbeiten reicht von der Betrachtung des persönlichen, biografisch relevanten Abfalls, der die Spuren eigener Bearbeitung und Benutzung tragen kann bis hin zu einer archäologischen Vorgehensweise z.B. in der Rekonstruktion der Alltagskultur der DDR anhand von Fundstücken.
Eine erhöhte Sensibilität und eine projektierte gesellschaftliche Veränderung im Umgang mit Müll war Ziel dieses fakultätsübergreifenden künstlerisch-wissenschaftlichen Projekts unter Mitwirkung von Prof. Bidlingmeier von der Fakultät Bauingenieurwesen (Lehrstuhl Abfallwirtschaft). Die entstandenen Arbeiten konnten in der abschließenden Ausstellung in der Dokumentahalle in Kassel, in der ACC Galerie Weimar sowie im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien präsentiert werden.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog.

Auswahl einiger Arbeiten:

 

in Zusammenarbeit mit Gabriele Rothemann, Dr. Gerhard Schweppenhäuser und Bernhard Kucken

“Erinnerung ist ein beständiger Teil unseres Innenlebens. Wir verwenden das Wort Erinnerung als Sammelbegriff für alle Gedanken und Gefühle, die mit unserem Bewußtsein für Vergangenes verbunden sind." (Leonie Weber)
In diesem Projekt wurde über die verschiedenen Formen der Erinnerung reflektiert, vom privaten, biografischen (z. B. Familienfotos u. ä.) bis hin zum “prototypischen" Erinnern und “kollektivem Gedächtnis" als identitätsstiftenden Instanzen für Kulturen und Nationen (z. B. in der Debatte um das Holocaust-Mahnmal in Berlin). Der konstitutive Zusammenhang von Vergessen und Erinnern wurde ebenso beleuchtet. In Theorieblöcken wurden die wichtigsten Begriffe anhand von ausgewählten Texten untersucht. Darüber hinaus stellten eine Reihe von Künstlerinnen und Künstlern und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihre Gedanken zum Thema in einer Vortragsreihe dar.

Auswahl einiger Arbeiten:

 

Oslo-Weimar SS 00

Ausstellungsprojekt

Das Projekt ist Ergebnis der Zusammenarbeit von Prof. Liz Bachhuber und Prof. Dagmar Demming von der Kunstakademie Oslo. Im vorangegangen Wintersemester, im Kulturstadtjahr 1999, hatte eine Gruppe Norwegischer Studierender Weimar besucht und in der Universitätsgalerie "neu deli" ihre Ausstellung "Rote Riesen, Weiße Zwerge" präsentiert. Das Jahr 2000, als tausendjähriges Jubiläum der Stadt Oslo, diente nun dem Gegenbesuch. Während der zweiwöchigen Reise nach Norwegen entstanden neue Arbeiten direkt vor Ort. Diese ortsbezogenen sowie weitere, bereits in Weimar entstandene Arbeiten wurden in der Galerie 21:25 sowie im Goethe-Institut Oslo in der Ausstellung "Auf Montage" vorgestellt. Nach der Rückkehr entstand der gemeinsame Katalog "Strangers in Paradise".

Auswahl einiger Arbeiten:

Atelierprojekt WS 99/00

in Zusammenarbeit mit Gabriele Rothemann, Margareta Tillberg und Bernhard Kucken.

Ziel des Projektes war es, die künstlerische Arbeit der Studierenden individuell zu betreuen und die eigenständige künstlerische Arbeit im Atelier zu fördern. Ergänzend fand ein Fachkurs Metallguss bei Bernard Kucken statt.

Mischungsverhältnisse I+II WS 98/99, SS 99

in Zusammenarbeit mit Dr. Gerhard Schweppenhäuser, Gabriele Rothemann und Bernhard Kucken

Das Projekt verfolgte Fragestellungen weiter, die sich in den Body-Projekten manifestiert hatten: die Arbeit an den Schnittstellen zwischen „Natur- und Menschenwerk“ (Zivilisation/Kultur/Technik). Es wurde verstärkt mit traditionellen bildhauerische Techniken des Formens und Abformens von Gegenständen sowie deren Verwendung bei Installationen oder kontextbezogenen Arbeiten experimentiert. Ergänzt wurde das Projekt durch den Zeichenkurs von Gabriele Rothemann, der Zeichnen als Konzeptentwicklungsvorgang thematisiert. Im Seminar von Dr. Gerhard Schweppenhäuser stand das veränderte Naturverhältnis des Menschen in einer von wissenschaftlich-technologischen Produktionsform geprägten Gegenwart im Mittelpunkt der theoretischen Auseinandersetzung.
Im zweiten Teil des Projektes wurden die Arbeiten weiterentwickelt. Dabei lag der Schwerpunkt auf der konkreten Umsetzung der Positionen in verschiedenen Materialien. Das Blockseminar „Kulturgeschichte der Natur“ von Dr. Gerhard Schweppenhäuser thematisierte vor allem die Ambivalenz von technischen Utopien (z.B. die der Gentechnologie), die einerseits wissenschaftlichen Fortschritt proklamieren, andererseits aber auch ethische Bedenken auslösen. Die Arbeitsergebnisse wurden im ehemaligen Straßenbahndepot im E-Werk Weimar sowie teilweise im Rahmen der Ausstellung „genius loci“ im Kurpark Bad Berka, organisiert von Prof. Norbert Hinterberger, präsentiert. Auswahl einiger Arbeiten:

Hello Dolly SS 98

in Zusammenarbeit mit Christine Schmerse und Dr. Gerhard Schweppenhäuser

Unter der Motto „Körper und Technologie“ stellte das Projekt eine Fortsetzung des Body-Projektes dar. Behandelt wurden die neuesten Entwicklungen in der Gentechnologie, aber auch Errungenschaften in der Medizin, wie etwa lebensverlängernde Apparaturen. Gerade in Bezug auf Gentechnologie hat sich unser heutiges ethisches Verständnis verändert. Wesentliches Fragen des Projektes waren, wie sich das Verhältnis von Körper und Technologie im künstlerischen Werk manifestiert, wie der Gegensatz von Organischem und Technologischem ausgedrückt wird und wo Schnittstellen und Überlagerungen dessen sind.
Die Arbeiten wurden abschließend im ehemaligen Straßenbahndepot der Stadt Weimar präsentiert.

Auswahl einiger Arbeiten:

 
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