Vertr.-Prof. Dr. Alexander Schwinghammer

Die Arbeit der Professur verbindet kulturhistorische Zugänge und gesellschaftsorientierte Perspektiven mit aktuellen Fragen der Gestaltung und der Kunst.  Sie bietet verbindende Perspektiven, durch die an der Gegenwart ausgerichtete Problemfelder historisch informiert analysiert werden können. Das gehören beispielsweise epistemischen Nähen von Automatisierung und Digitalisierung oder epochenübergreifenden Globalisierungsprozesse, die spätestens in der Moderne eine besondere Dynamisierung erfahren. Die Auseinandersetzung mit kulturellen Transmissionsprozessen, stellt einen zentralen Bestandteil dafür dar, wenn man die Themenfelder Kunst und Gestaltung auch im Kontext der soziokulturellen Gebundenheit menschlichen Handels verstehen möchte.

Im Fokus der Arbeit an der Professur stehen zum einen Kulturen der Nachhaltigkeit, sowie Globalisierungs- und Ressourcenbegrenzungsprozesse. Hierbei stellen historisch informierte kulturwissenschaftliche- und sozialanthropologische Theorien und Methoden wichtige Zugänge als Schnittstellenkompetenz dar, da solche empirischen Wissenschaften einen starken Fokus auf die tatsächlichen Praktiken und Alltäglichkeiten politischer, sozialer oder auch technischer Transformationsprozesse legen.
Auf der anderen Seite steht die Auseinandersetzung mit Komplexität und Mehrdeutigkeit. Prägen sie doch die gesellschaftlichen Entwicklungslinien, die spätestens seit dem 18. Jahrhundert durch technische, soziale, politische, ökologische und ökonomische Faktoren eine besondere Dynamik entfaltet haben. Die Arbeit der Professur legt hierbei einen Schwerpunkt auf populärkulturellen Ausdrucksformen und die Analyse inwieweit sie Aussagen über soziokulturelle Verfasstheiten machen kann.