Das »iceaddis« wurde kürzlich auf dem Campus der Universität in Addis Abeba eröffnet und vernetzt IT-Spezialisten, Kreative und Unternehmer. Container-Gebäude mit iceaddis-Aufschrift.

Beziehungen zwischen der Bauhaus-Universität Weimar und der Architekturfakultät der Universität in Addis Abeba bestehen seit längerem. So forscht und lehrt der Architekturprofessor Dirk Donath seit 2008 dort als Gastprofessor.

Diese Kooperation wird seit Juli 2011 auch in Weimar personell untersetzt: der gebürtige Schwede Jörn Schultz, freiberuflicher Berater der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), initiiert weitere Projekte zwischen den Universitäten und baut einen neuen Netzwerkknoten für ganz Deutschland auf: das "icebauhaus".

Im Frühjahr 2012 unterzeichnete der Rektor der Bauhaus-Universität Weimar, Prof. Dr.-Ing. Karl Beucke, eine Rahmenbedingung mit der GIZ. Der inhaltliche Fokus der Kooperation liegt im Bereich des umweltgerechten Bauens und des Produkt-Designs. Innerhalb dieses Rahmens werden gemeinsame relevante Inhalte identifiziert und spezifiziert, wie z.B.: ressourceneffizientes, bezahlbares Wohnen (Baumaterialien und -prozesse), "low-tech"-Erneuerbare-Energie-Ansätze und umweltgerechte Inneneinrichtung.

Über gegenseitige Praktika für Studierende soll der fachliche Austausch intensiviert werden. Dies kann sowohl bedeuten, dass Studierende der Bauhaus-Universität Weimar als Praktikanten in Projekten der GIZ im Ausland tätig sind, als auch, dass Studierende der mit der GIZ zusammenarbeitenden internationalen Universitäten/Organisationen an der Bauhaus-Universität Weimar Praktika absolvieren können. Ebenfalls angedacht ist der gegenseitige Aufenthalt im Rahmen von Abschlussarbeiten und Promotionen.