v.l.n.r.: Prof. Andreas Mühlenberend, Dr. Andreas Karguth, Michael Rieke und Jun.-Prof. Jan Willmann; Foto: Andreas Heckel
v.l.n.r.: Prof. Andreas Mühlenberend, Dr. Andreas Karguth, Michael Rieke und Jun.-Prof. Jan Willmann; Foto: Andreas Heckel
Michael Rieke und Dr. Andras Karguth auf der Preisverleihung in Nürnberg; Foto: Andreas Heckel
Michael Rieke und Dr. Andras Karguth auf der Preisverleihung in Nürnberg; Foto: Andreas Heckel
E-Terry kann den Boden analysieren, Pflanzen pflegen, Dünger ausbringen und ernten; Rendering: Michael Rieke
E-Terry kann den Boden analysieren, Pflanzen pflegen, Dünger ausbringen und ernten; Rendering: Michael Rieke
Die Robotikplattform ist ein Multitalent und kann verschiedenste Aufgaben übernehmen; Plakat: Prof. Andreas Mühlenberend
Die Robotikplattform ist ein Multitalent und kann verschiedenste Aufgaben übernehmen; Plakat: Prof. Andreas Mühlenberend
Erstellt: 11. Dezember 2018

Michael Rieke für Produkt-Design-Abschlussarbeit mit Erfinderpreis ausgezeichnet

Für seine Bachelorarbeit, das autonome Landwirtschaftsfahrzeug »E-Terry«, ist Michael Rieke – gemeinsam mit den Professoren Andreas Mühlenberend und Jan Willmann sowie dem GentleRobotics Geschäftsführer Dr. Andreas Karguth – auf der Erfindermesse iENA 2018 in Nürnberg mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden. Die dreirädrige mobile Robotikplattform ist besonders leicht und kann als variables Trägersystem mit Sensoren und sogenannten Manipulationseinheiten ausgestattet werden.

E-Terry kann beispielsweise selbstständig den Boden analysieren, Pflanzen pflegen, Dünger ausbringen und ernten. »Jedwede Form der Landwirtschaft lebt von der gesunden Einzelpflanze. Um eine nachhaltige und ökologische Form des Pflanzenbaues zu fördern, wurde E-Terry so minimalinvasiv wie möglich gestaltet«, beschreibt der Produkt-Design-Student Michael Rieke seine Erfindung. »Ein Vorteil ist die Leichtigkeit: Die wichtige Ressource Boden wird durch konsequenten Leichtbau vor Verdichtung geschützt.«

E-Terry eignet sich durch seine permanente Drei-Punkt-Auflage und seinen minimalen Wendekreis für den Einsatz auf unterschiedlichsten Böden. So kann das Fahrzeug auch Indoor, also in Gewächshäusern, oder auf schwierigem Gelände wie in der Forstwirtschaft eingesetzt werden. Der Leichtbau-Geräteträger kann, je nach Bedarf, auch im Schwarm arbeiten. Miteinander vernetzt, könnten zukünftig mehrere E-Terry’s anfallende Arbeiten in der Pflanzenproduktion kollaborativ erledigen und z. B. auf dem Feld die Aufgabe des Monitorings übernehmen. Sie würden Informationen über den Bestand und pflanzenverfügbare Nährstoffe erfassen oder selbstständig Saatgut und Dünger ausbringen und mechanische Unkraut-Regulierung betreiben. Das Autonome Trägersystem stützt Landwirte also auf verschiedenen Ebenden und ermöglicht durch maximales Monitoring minimalinvasive Eingriffe.

Bislang existiert E-Terry als Funktionsmodell, das nun weiterentwickelt werden soll. Im Sommer 2018 konnte das Fahrzeug gemeinsam mit Andreas Mühlenberend, Professor für Industriedesign, Jan Willmann, Junior-Professor für Geschichte und Theorie des Design, und dem Geschäftsführer der Firma GentleRobotics, Dr. Andreas Karguth, zum Patent angemeldet werden. Das Erfinderteam ist derzeit auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern, um das aktuelle Funktionsmodell in die Serienreife zu überführen.

Bei der Entwicklung und der Patentanmeldung der Erfindung wurde das Team um Michael Rieke vom Dezernat Forschung und dem Justiziariat der Bauhaus-Universität Weimar unterstützt. Externe Unterstützung leistete die Firma Maxon Motor aus der Schweiz.

Die internationale Fachmesse für Ideen, Erfindungen und Neuheiten iENA 2018 verzeichnete in diesem Jahr Beiträge aus über 30 Ländern und rund 800 Erfindungen.

e-terry.de
www.uni-weimar.de/patente

Für Rückfragen steht Ihnen gern Romy Weinhold, Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der Fakultät Kunst und Gestaltung, telefonisch unter +49 / 36 43 / 58 11 86 oder per E-Mail an romy.weinhold@uni-weimar.de zur Verfügung.