Vision El Mehdi Essadki

El Mehdi Essadki | Master Digital Engineering

Die Weltbevölkerung hat im letzten Jahrhundert drastisch zugenommen und wird in den kommenden Jahren weiterwachsen, was bedeutet, dass die Städte dichter besiedelt werden, was neben Zugangs- und Stauproblemen auch zu erhöhter Umweltverschmutzung führen wird. Künftige Mobilitätsprojekte werden diese komplexen Probleme lösen müssen, damit sich die Menschen schnell, frei und sicher bewegen können, ohne die Umwelt zu schädigen.  

Darüber hinaus verändern die Informationstechnologien und die Digitalisierung unsere Gesellschaft schnell und ständig. Das digitale Zeitalter verändert unser Verständnis von Kultur und Reisebedürfnissen sowie die Lösungen für ein nachhaltiges städtisches Leben und eine nachhaltige städtische Entwicklung. Der Zugang zu großen Datenmengen bildet die Grundlage für ein intelligenteres Dienstleistungsangebot, das den unterschiedlichen Nutzertypen und Mobilitätsbedürfnissen sowohl für Passagiere als auch für Güter gerecht wird.  

Meine Erwartungen in Bezug auf die urbane Mobilität im Jahr 2050 lauten daher wie folgt:   

  • Das Auto von morgen (und die Städte) werden grün sein  

Auf der ganzen Welt gibt es einen grundlegenden Trend: den Aufstieg von Elektroautos. Im Bewusstsein der Umwelt- und Gesundheitsprobleme, die mit der Autonutzung verbunden sind, werden immer mehr Länder versuchen, Autos mit umweltverschmutzenden Motoren von ihren Straßen zu verbannen. Diese Verlagerung wird zunehmend möglich sein, da die neuen Elektromodelle längere Strecken und längere Zeiträume fahren können. 

  • Konnektivität  

Die weit verbreitete Einführung von On-Board-Konnektivität in Fahrzeugen, entweder über Mobiltelefone oder über ein integriertes System und Display, eröffnet Möglichkeiten. Beispielsweise können Echtzeitanalysen und Daten über die Verkehrsbedingungen die Fahrer zur Vermeidung von Staus umleiten. Künftig könnte die Fahrzeug-zu-Fahrzeug- und Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation genutzt werden, um Unfälle zu reduzieren und Verkehrsbehinderungen zu antizipieren. 

  • Fahrzeuge gemeinsam nutzen, um Staus in Städten zu verringern  

Abkehr von der individuellen Autokultur und Hinwendung zu einem Modell von Fahrzeugen, die auf Abruf gemeinsam genutzt werden, um ihre Nutzung zu optimieren. Dabei handelt es sich um ein Modell, bei dem das Fahrzeug nicht mehr im Besitz einer Person ist, sondern vorübergehend gemietet oder mit anderen geteilt wird. Dies erfordert jedoch einen tiefgreifenden Mentalitätswandel, da das Auto für viele ein privater und persönlicher Raum bleibt. 

  • Auf dem Weg zur Automatisierung von Transportmitteln   

Autonomes Fahren könnte die Kapazität der Straßen verbessern, da die Autos näher zusammenrücken und mit höherer Geschwindigkeit fahren könnten. Schließlich könnten fahrerlose Autos Zeit sparen, damit die Fahrgäste wichtigere Aufgaben erledigen oder Personen fahren können, die sonst nicht in der Lage wären, selbst zu fahren. Autonome Fahrzeuge könnten auch in großem Maßstab eingesetzt werden, insbesondere zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs: z.B. erweiterte Fahrpläne und ausgebaute Netzwerke.