NoLA

"Neuorganisation ländlicher Abwasserentsorgung“ (NoLA)

Projektförderung:
Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderschwerpunkt „Kommunen innovativ“ mit einem Fördervolumen von 331.574 Euro (Förderkennzeichen: 033L169A-B).

Projektlaufzeit: 06/2016 - 05/2018

Projektleitung:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Londong

Projektbearbeiter:
Kirsten Maier, M.Sc.
Dipl.-Ing. Stefan Menges
Mario Wolf, B.Sc.

Projektpartner:

Abwasserzweckverband Nordkreis Weimar (ANW)

Hintergrund und Problemstellung

Im ländlichen Raum wird die flächendeckende Versorgung mit Dienstleistungen der Daseinsvorsorge immer schwieriger. Speziell der demografische Wandel stellt eine Herausforderung bei der Planung von netzgebundenen Infrastrukturen, wie sie in der Siedlungswasserwirtschaft zu finden sind, dar. Durch Neuartige Sanitärsysteme (NASS), welche flexiblere technische Systeme und eine effektivere Nutzung der Ressourcen darstellen, können die Gemeinden dazu befähigt werden, ihre Situation nachhaltig zu verbessern.

In dem 2013 gestarteten Verbundvorhaben „TWIST++ (Transitionswege WasserInfraSTruktursysteme)“, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), gefördert wurde, konnten beispielhaft für die im Verbandsgebiet des Abwasserzweckverbandes Nordkreis Weimar (ANW) liegenden Dörfer Wohlsborn und Rohrbach, mögliche Abwasserkonzepte entworfen werden. Der Fokus lag auf denjenigen Konzepten, welche auf dem Prinzip der Stoffstromtrennung und Ressourcennutzung sowie der integrierten Infrastrukturplanung beruhen (bspw. NASS). Bei der Konzeption wurde insbesondere die Landwirtschaft, die in dem Untersuchungsgebiet einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor darstellt, mit in Betracht gezogen.

Zielsetzung und Vorgehensweise

In Vorbereitung auf eine bauliche Realisierung der Ergebnisse im Modellgebiet werden die beiden Professuren Siedlungswasserwirtschaft und Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen der Bauhaus-Universität Weimar nun den ANW in dem neuen Forschungsprojekt „NoLA“ unterstützen. Ziel ist es, einschränkende Faktoren zu identifizieren und entsprechende Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Konkrete Arbeitsschritte sind:

·         Entwicklung von Organisations- und Finanzierungsmodellen zur Verwirklichung von NASS im ländlichen Raum

·         Vorschläge zur Überarbeitung von untergesetzlichen Regelungen und Satzungen

·         Identifikation von auftretender Risiken und Folgen

·         Übertragung der Ergebnisse auf ähnlich gelagerte Fälle in Deutschland

·         Bereitstellung von Vorlagenpapiere (Mustersatzungen, Mustergenehmigungen etc.)

Mit seinem interdisziplinären Ansatz stellt dieses ehrgeizige Forschungsprojekt einen wesentlichen Beitrag der anwendungs- und umsetzungsorientierten Forschung dar und erweist sich durch das hohe Innovationspotential als wegweisend für die Infrastruktursicherung im ländlichen Raum. Konzeptionell ist es Bestandteil des Kandidaten „Regionale und regenerative Stoffstromkreisläufe durch Abwassernutzung“ der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA), die bis zum Jahr 2023 unter den Leitthemen der Energiewende und des demografischen Wandels innovative Ideen realisiert.

Nach oben