Betondrucker

Der "Computergesteuerte Baufertigungsroboter zur Additiven Fertigung im Bauwesen", kurz: "Betondrucker", wird von der Professur Informatik im Bauwesen eingesetzt, um neue digitale Modelle und eingebettete, intelligente Sensorik für die Additive Fertigung zu entwickeln. Die Additive Fertigung gewinnt im Bauwesen zunehmend an Bedeutung. Das volle Potential kann gegenwärtig jedoch nicht ausgeschöpft werden, weil es nach wie vor an Methoden und Verfahren fehlt, um die Produktivität und Qualität von additiv gefertigten Bauteilen nachhaltig zu verbessern. Der Betondrucker soll u.a. dazu beitragen, Erkenntnisse zu folgenden Fragestellungen zu liefern:

  1. Erstellung durchgängiger digitaler Modelle (u.a. aufbauend auf Bauwerksinformationsmodellen) für die Additive Fertigung, um die zurzeit ungelösten Probleme der Informationsbrüche aufzulösen
  2. Integration von neuen Sensortechnologien, wie autarke Miniatursensoren im Bauteil selbst oder Sensorik des Baufertigungsroboters, um neues Wissen zur Optimierung von Material- und Prozessparametern zu erlangen

Die Beantragung des Großgerätes ist eine gemeinsame Initiative von verschiedenen Professuren und Instituten der Bauhaus-Universität Weimar sowie der Technischen Universität Ilmenau, die Kompetenzen in den Bereichen Bauinformatik, Werkstoffwissenschaften, konstruktiver Ingenieurbau, Strukturmechanik und Fertigungstechnik umfasst. Die Finanzierung des Betondruckers in Höhe von 523.000 EUR erfolgt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Freistaat Thüringen. Die Koordination obliegt der Professur Werkstoffe des Bauens der Bauhaus-Universität Weimar.