Exkursion mit Alumni der Bauhaus-Universität<br>am 12. August 2009

Die Professur Baubetrieb und Bauverfahren betreute bereits zum zweiten Mal Alumni, die in der ehemaligen HAB Weimar studierten oder promovierten, in einem einwöchigen Workshop.
 

Die Exkursion führte zur Großbaustelle der Hörselberg-Umfahrung an der Bundesautobahn A4 nahe bei Eisenach – ein Teilprojekt des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE) Nr. 15.

Das Projekt Hörselberg-Umfahrung liegt im Zuständigkeitsbereich der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) und umfasst den sechsstreifigen Streckenneubau auf einer Gesamtlänge von 24,5 km.

Im Rahmen der Baumaßnahme werden drei neue Autobahnanschlussstellen, fünf Überführungsbauwerke sowie 19 Autobahnbrücken, darunter die Talbrücken Hörseltal (422 m), Nessetal (416 m) und Böbertal (200 m), erstellt. Des Weiteren soll die alte Trasse auf ca. 10 km Länge rückgebaut werden. Mit der Baumaßnahme soll dem wachsenden Verkehrsaufkommen auf der Strecke Rechnung getragen werden und gerade im Bereich der Hörselberge sollen die nach heutigem Regelwerk nicht mehr zulässigen Steigungen bzw. Gefälle von ca. 6 % ausgeglichen werden.

Die Teilnehmer wurden von Herrn Dipl.-Ing. Werner Buhl (Projektleiter) sehr herzlich empfangen. Nach einer kurzen Vorstellung des Projektes, führte eine Tour über die Baustelle vorbei an dem breiten Spektrum der verschiedenartigen Bauwerke. Herr Buhl stand mit seinen fachmännischen Ausführungen erklärend zur Seite und so erlebten die Teilnehmer einen interessanten und vor allem vielseitigen Einblick in dieses Projekt.

Das Projekt „A4 Hörselberge“ wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) als Pilotprojekt ausgewählt und ist das erste Bundesfernstraßenprojekt, das als Public-Private-Partnership (PPP)-Modell im ostdeutschen Autobahnnetz realisiert wird.
  

 
 

 

Text: Dipl.-Ing. Ulrike Beißert
Fotos: Dr.-Ing. Pham Hoang Anh (Nationale Bau-Universität Hanoi)