Erfolgreiche Abschlussarbeiten

Erfolgreiche Mastervertieidigung von Fawzia Kawsar zum Thema: Visualization of Formwork Installation through Virtual Reality

Am 25. August 2020 hat Frau Fawzia Kawsar ihre englischsprachige Masterarbeit zum Thema "Visualization of Formwork Installation through Virtual Reality" erfolgreich verteidigt. Die Arbeit wurde von Frau Martina Mellenthin Filardo, Herrn Tino Walther sowie Herrn Prof. Bargstädt betreut.

Abstract

(for English see below)

Gegenwärtig setzt die Architektur-, Ingenieur- und Bauindustrie (AEC) hauptsächlich auf BIM-basierte 3D-Modellierung, bei der es sich um einen Prozess der Zusammenarbeit während der Entwurfs-, Konstruktions- und Betriebsphase handelt, bei dem ein einzelnes methodisches System anstelle separater 2D-Zeichnungen verwendet wird. Das 3D-Modell, das mit der Zeit als vierte Dimension aufgenommen wurde, hat sich aufgrund seiner gut erklärten Selbstorganisation und der besseren Einbeziehung der Projektmitglieder zu einer akzeptierten Idee entwickelt. Die Virtual Reality (VR)-Technologie ist jedoch das neueste Thema in der AEC-Branche, da sie ein hohes Maß an Visualisierung und ein besseres Verständnis des Projekts bieten kann. VR ermöglicht es den Stakeholdern, effizient zu arbeiten und zu kommunizieren, widersprüchliche Probleme zu lösen und bessere Entscheidungen zu treffen, bevor mit dem Bau begonnen wird. Diese Arbeit hat ein Virtual-Reality-Modell erstellt, mit dem Benutzer die Schalungsinstallation auf einer Baustelle visualisieren können. Das Hauptmotiv besteht darin, die realistische und interaktive VR für eine bestimmte Konstruktion zu beobachten. Mit Autodesk Revit wurde ein 3D-Modell von Schalungskomponenten für eine Brückensäule erstellt. Mit der Game Engine Unity wurde eine Simulation der Schalungsinstallation generiert. Die Platzierungszeit für jede Komponente wurde berechnet, um die zeitleistenbasierte Simulation zu erstellen. Danach wurde das Modell in ein interaktives VR-Modell konvertiert. Mit dem Oculus Rift-Headset können Benutzer die Baustelle erkunden und die Simulation in einer immersiven Umgebung beobachten. Es wurde ein Workflow mit mehreren Softwarepaketen erläutert, der das Modellierungsverfahren und die Exportoption enthält.

//

Current days Architecture, Engineering, and Construction (AEC) industry is mostly relying on BIM-based 3D modeling, which is a process of collaborative work during design, construction, and operation phase using a single methodical system rather than separate 2D drawings. The 3D model, incorporated with time as a fourth dimension, has become an accepted idea because of its well-explained self-assembly and better involvement of project members. However, Virtual Reality (VR) technology is the latest topic of interest in the AEC industry as it can provide a high level of visualization and a better understanding of the project. VR enables stakeholders to work and communicate efficiently, resolve conflicting issues, and make better decisions before the construction starts. This thesis has prepared a virtual reality model that enables users to visualize formwork installation on a construction site. The prime motive is to observe the realistic and interactive VR for a particular construction. A 3D model of formwork components for a bridge column has been prepared using Autodesk Revit. With the game engine Unity, a simulation of formwork installation has been generated. The placing time for each component has been calculated to create the timeline-based simulation. After that, the model has been converted to an interactive VR model. Users can explore the construction site and observe the simulation in an immersive environment using the Oculus Rift headset. A workflow using several software packages has been explained that includes the modeling procedure and exporting option.

Bachelorverteidigung von Josephine Rödel zum Thema "Extensible Markup Language (XML) für Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA)"

Am 21. Juli 2020 hat Frau Josephine Rödel ihre Bachelorarbeit zum Thema "Extensible Markup Language (XML) für Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA)" am Lehrstuhl Baubetrieb und Bauverfahren erfolgreich verteidigt. Die Arbeit wurde von Frau Martina Mellenthin Filardo sowie Herrn Prof. Bargstädt betreut.

Abstract

(for English see below)

Die Digitalisierung ist der Megatrend des 21. Jahrhunderts, ein Prozess der tiefgreifenden Veränderung, der auch das deutsche Baugewerbe vor große Herausforderungen der Transformation stellt und dabei viele Chancen bietet. Dabei müssen Vorgänge, wie beispielsweise die Projektkommunikation und die Organisation der digitalen Infrastruktur flexibler und agiler gestaltet werden, um einen Nutzen des technologischen Fortschrittes zu erreichen.

Mit Einführung der BIM-Methode (Building Information Modeling) und dem darauf ausgelegten Stufenplan ‚Digitales Planen und Bauen‘ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurden bereits erste Schritte des Wandels in die Wege geleitet. Damit bis Ende des Jahres 2020 alle öffentlichen Auftraggeber in der Lage sind, ihre neu zu planenden Projekten mittels BIM umzusetzen, wurde mit Hilfe dieser Arbeit untersucht, ob die Extensible Markup Language (XML) zur Effektivitätssteigerung dieses Prozesses beiträgt.

Dabei wurde XML in einer ausführlichen Literaturrecherche untersucht, um den Einsatz dieser Auszeichnungssprache als Datenaustausch-Format in verschiedenen Wirtschaftszweigen, insbesondere des Projektmanagements aufgezeigt. Im weiteren Verlauf wurde explizit das Dokument der Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) analysiert, dass im Anschluss in das XML-Format transferiert wurde. Dabei erfolgt eine Erläuterung der wichtigen Aspekte des Übertragungsprozesses bezüglich der notwendigen Voraussetzung, nutzbaren Simplifizierungsmaßnahmen und auftretenden Grenzen der Transferierung. Die Untersuchung dieses Formates hat gezeigt, dass eine Erweiterung der Anwendung empfohlen werden kann, da XML bereits in einigen wichtigen Bereichen des Projektmanagements angewandt wird. Schlussendlich stellt die erweiterte Verwendung dieser Auszeichnungssprache sowohl in Funktion des Datenaustausches als auch für die interne Datenverwaltung eine ernst zu nehmende Alternative zu bisherig genutzten Formaten dar.

//

Digitization is the megatrend of the 21st century, a process of far-reaching change, which also presents the German construction industry with a major challenge of transformation and offers many opportunities. Processes such as project communication and the organization of the digital infrastructure have to be created more flexible and agile in order to reap the benefits of technological progress.

With the introduction of the BIM-method (Building Information Modeling) and the corresponding step-by-step plan 'Digital Planning and Construction' by the Federal Ministry of Transport and Digital Infrastructure, the first steps of the transformation have already been initiated. In order to enable all public clients to implement their new projects to be planned using BIM by the end of 2020, this thesis investigates whether the Extensible Markup Language (XML) contributes to increasing the effectiveness of this process.

XML was examined in an extensive literature research to show the use of this markup language as a data exchange format in different economic sectors, especially in project management. In the further course of the project, the document of the Employer Information Requirements was explicitly analyzed and subsequently transferred to the XML format. The important aspects of the transfer process are explained with regard to the necessary prerequisites, usable simplification measures and the limits of the transfer. The investigation of this format has shown that an extension of the application can be recommended, since XML is already used in some important areas of project management. Finally, the extended use of this markup language represents a serious alternative to previously used formats, both in terms of data exchange and internal data management.