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v.l.n.r.: Herr Thomas (Thomas Gruppe), Herr Theuerkauf (dornburger zement), Christina Fritsch (Preisträgerin), Prof. Ludwig (FIB, Institutsdirektor), es fehlen: Janin Kuhnsch (Preisträgerin), Martin Liebisch (Preisträger)
v.l.n.r.: Dr.-Ing. Colin Giebson (Betreuer), Janin Kuhnsch (Preisträgerin), Prof. Ludwig (FIB, Institutsdirektor) - Preisübergabe an Frau Kuhnsch am 05.08.2016
Erstellt: 05. Juli 2016

Förderpreis "dornburger zement 2016"

Datum: 30. Juni 2016 Ort: Bauhaus-Universität Weimar, F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde

Im Rahmen des Sommerfestes des F. A. Finger-Institutes für Baustoffkunde wurde auch in diesem Jahr der von der Firma dornburger zement & Co. KG ausgelobte "Förderpreis dornburger zement" verliehen.
Der mit 2500 Euro dotierte Preis für die beste Masterarbeit wurde geteilt und an zwei Studierende für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten vergeben.

Frau Janin Kuhnsch beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit dem Titel "Eigenschaften und Quellverhalten synthetisch hergestellter Alkali-Kieselsäure-Gele" mit Grundlagenuntersuchungen zum Verständnis der betonschädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR).
Im Fokus der Arbeit stand die Herstellung unterschiedlich zusammengesetzter synthetischer AKR-Gele durch das Sol-Gel-Verfahren, was bisher in diesem Forschungsfeld noch nicht umgesetzt wurde. Mit den auf diese Weise synthetisierten Gelen wurden in speziellen, am FIB entwickelten Messeinrichtungen die jeweiligen Quelldrücke bestimmt. Im Ergebnis der Arbeit konnte gezeigt werden, welches Schadenspotenzial unterschiedlich zusammengesetzte AKR-Gele im Beton besitzen.

Die Masterarbeit von Herrn Martin Liebisch hatte den Titel "Eruierung verschiedener Frostprüfverfahren und Optimierung eines Verfahrens für Mörtel".
Im Mittelpunkt der Arbeit stand die Untersuchung der Frostbeständigkeit verschiedener Mörtelarten durch die Anwendung unterschiedlicher Frostprüfverfahren. Dazu wurden bereits erprobte Frostprüfmethoden zum Teil variiert, um den Einfluss auf die Gefügeschädigung und die Abwitterung des Mörtels zu erfassen. Die Ergebnisse der Arbeit liefern einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser speziellen Prüfmethoden.

Für die beste Bachelorarbeit waren 250 Euro ausgelobt.
Dieser Preis ging an Frau Christina Fritsch für ihre Arbeit mit dem Titel "Durchführung von Mörtelversuchen mit modifiziert rezyklierter Gesteinskörnung".
Diese Arbeit aus dem Bereich des Baustoffrecyclings leistet einen wichtigen Beitrag bei der Erforschung der Eigenschaften von Betonen, bei denen Altbetonbruch als Gesteinskörnung eingesetzt wird. Frau Fritsch konnte nachweisen, dass der Einsatz von Recyclingmaterial die Herstellung hochwertiger Betone ermöglicht, die vergleichbare Eigenschaften zu Betonen mit herkömmlichen Ausgangsstoffen aufweisen.

Die Mitglieder der Jury, Prof. Dr.-Ing. Horst-Michael Ludwig (Professur Werkstoffe des Bauens und Leiter der F. A. Finger-Instituts für Baustoffkunde), Dipl.-Ing. Heiko Theuerkauf (Geschäftsführer von dornburger zement) sowie Dipl.-Ing. Alexander Gypser (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Bauchemie und Polymere Werkstoffe am FIB) würdigten sowohl den hohen wissenschaftlichen Anspruch als auch den großen Praxisbezug der Abschlussarbeiten.

Mit diesem Förderpreis prämiert das Unternehmen anspruchsvolle Abschlussarbeiten, deren Ergebnisse direkte Anwendung in der Baustoffindustrie finden können. Das Unternehmen honoriert die außergewöhnlichen Leistungen der Absolventinnen und Absolventen, um den Wert der studentischen Forschung für die Wirtschaft hervorzuheben.

Dornburger zement arbeitet seit über zehn Jahren eng mit der Baustoffforschung und -lehre der Bauhaus-Universität Weimar zusammen. Dazu gehört der Förderpreis "dornburger zement" ebenso wie die Unterstützung des alljährlichen Sommerfestes.

Ansprechpartner: Alexander Gypser