Architektur und Utopie 1900-1950

Seminar Bachelor A+U/offen für alle Fakultäten 2 SWS | 3 ECTS

Lehrender: MA Oliver Trepte

Wie keine Ära zuvor ist die Zeitenwende um 1900 von der Divergenz eines voranschreitenden Modernismus und eines Ausharrens in einem überkommenen Traditionalismus geprägt. In der Folge wird die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts von einer Vielzahl unterschiedlicher Gesellschaftsentwürfe und alternativer Lebensreformbewegungen bestimmt, die sich vor allem in der Architektur ausdrücken. Dabei geht es nicht nur um die Suche nach neuen Wohnraum-Konzepten als vielmehr um ganzheitliche Idealvorstellungen einer neuen Lebenswelt. „Zwischen Garten- und Maschinenstädten, Höhlen- und Lichtarchitektur, pragmatischen und schillernden Zukunftsvisionen ergeben sich fruchtbare Spannungsfelder des Utopischen in der Architektur.“ (Linn Burchert)

Das Seminar hat zum Ziel, anhand ausgewählter Beispiele einen Überblick über die mannigfaltigen Formen des Utopischen in der Architektur in der Zeit von 1900 bis 1950 zu vermitteln. Neben den realisierten Bauten stehen daher insbesondere Manifeste und nicht verwirklichte Projekte im Mittelpunkt des Interesses. Im Blickfeld von Theorie und Praxis, Architektur und Städtebau, Lebenswirklichkeit und Utopie soll die Innovationskraft des Architektonischen erfasst und im kulturhistorischen Kontext der Zeit verortet werden.

Themen: u.a. Gartenstädte Letchworth und Hellerau, Città Nuova und futuristisches Manifest, Bruno Tauts Glasarchitektur, das Bauhaus, Wohnräume bei Le Corbusier und Mies van der Rohe, De Stijl und Theo van Doesburg, El Lissitzkys Wolkenbügel, Albert Speers Germania, Frank Lloyd Wrights Broadcare City, ...

Leistungsnachweis:
Die Modulnote setzt sich zusammen aus: Mitarbeit / Referat / Hausarbeit.

 

 

Organisatorisches

Beginn:  17. April 2019
Termin:  mittwochs, 11:00 – 12:30 Uhr
Ort:        HG, R. 002