WiSe 2016/17 - Entwurf Master

Westkreuz Berlin. Der Canyon

Der diesjährige Schinkel-Wettbewerb widmet sich einer der merkwürdigsten Zäsuren im Berliner Stadtgefüge: dem Westkreuz. Obwohl es sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kurfürstendamm, zur Kantstrasse und zum Messegelände befindet und am Stadteingang zur City-West liegt, wirkt es als undurchdringliches Geflecht aus Verkehrstrassen, Schrebergärten, städtebaulichen Brachen und  Restflächen. Insbesondere die für Berlin ungewöhnliche Topografie des Geländes, tief in das Stadtgefüge eingeschnitten, verhindert jede Art von räumlicher Beziehung und Orientierung zwischen den direkt angrenzenden Stadtbereichen. Ziel des Projektes ist es, dem Bereich eine neue räumliche Definition zu geben, der ihn markanter als Stadteingang und lesbarer in der Verbindung zu den angrenzenden Stadteilen macht. In einem städtebaulich-freiräumlichen Entwurf  spielen neben  baulichen Vorschlägen die neue Gliederung der Freiflächen und die Vernetzung mit dem umgebenden Gefüge eine wesentliche Rolle, vor allem aber der  Umgang mit der Eigenart dieses Stadtraumes. Es soll eine prozesshafte Veränderung dargestellt werden. Das Projekt im Rahmen des Schinkel-Wettbewerbs 2017 beinhaltet eine Exkursion nach Berlin und ein Kolloquium vor Ort. Die besten Arbeiten werden zum Wettbewerb eingereicht.

Das Projekt wird geleitet vom Lehrstuhl StadtArchitektur und begleitet vom Lehrstuhl Landschaftsarchitektur. Ergänzend zum Projekt kann das Seminar „Landschaft lesen und verstehen“ (Landschaftsarchitektur) und/oder das Seminar „Stadtplätze“ (StadtArchitektur) belegt werden.

Bild: IngolfBLN, flickr