Zu Hof zu Haus, zuhaus' zuhof. - Layout 3

Höfe / Durchwegungen
Der „Königshof“ ist zum Stachus hin orientiert und der Lobby des Hotels zugeteilt, welches im Kopf des Gebäudes untergebracht ist. Der darauf folgende Hof „Passage“ ist der kleinste Hof des Gebäudes und dient vor allem der zügigen Durchwegung zwischen Prielmayerstraße und Schützenstraße. Von der „Passage“ aus gelangt man in den „Markthof“, welcher als Marktplatz genutzt werden kann, sowie als Verteiler zu den angrenzenden Markthallen dient. Der nächstfolgende Hof ist der Kunst im Allgemeinen zugeschrieben und bietet Raum für einen Skulpturengarten oder unterschiedliche Veranstaltungen wie zum Beispiel einem Open-Air-Kino. Der westlichste Hof, der „Freizeithof“, ist der größte des Gebäudes. Er ist den angrenzenden Einrichtungen, dem Café, Restaurant, der Jazzbar und Bibliothek zugeordnet und nimmt als Grünraum und Erholungsbereich auch vertikalen Bezug zu den darüber angebotenen Wohntypologien und Dachgärten.

öffentlicher Raum / Erschließung

Das Sockelgeschoss ist ganzheitlich durch unterschiedlich große Bögen strukturiert. Es greift damit ein weiteres prägendes Element, besonders des öffentlichen Raumes, in München auf. So öffnen sich beispielsweise das Stachusbauwerk, die Residenz, das Hofbräuhaus, die Universität, der Münzhof, der Alte Hof und viele weitere Gebäude mit Bögen oder Arkaden zum städtischen Raum und begründen so eine ganz eigene und oft zitierte Identität. Der Entwurf „Zu Hof zu Haus, zuhaus´ zuhof“ greift das Thema des Bogens auf. Der Bogen empfängt und er beherbergt, der Entwurf transformiert ihn in eine eigene Raumstruktur. In den oberen Geschossen wird dieses Thema nochmals aufgegriffen. Mittels halber Bögen, die sich zu den Erschließungswegen sowohl innerhalb der äußeren Hülle als auch um die Höfe herum abbilden, wird eine Ganzheitlichkeit und Wiedererkennung erzeugt. Diese Struktur löst sich bis zur Dachebene allmählich auf und lässt dort eine Rippenstruktur entstehen, welche die individuellen Hofhäuser, mit ihren eigenen privaten Dachgärten über der Stadt, visuell verbindet.