Projektmodul | Neue Synagoge Hamburg

Neue Synagoge Hamburg
Entwurfsprojekt Master Architektur (12ECTS) und Master-Thesis

Im Februar diesen Jahres beschloß die Hamburger Bürgerschaft einstimmig den Wiederaufbau der 1938 in der Reichspogromnacht zerstörten und im Folgejahr vollständig geschleiften Hauptsynagoge am Bornplatz (heute Joseph-Carlebach-Platz). Als starkes Symbol jüdischen Lebens in der Stadt gibt dieser Wiederaufbau der stetig wachsenden jüdischen Gemeinde Hamburgs eine angemessene Präsenz in der Stadt und setzt so nicht zuletzt auch ein eindrückliches Zeichen gegen neonazistische Tendenzen in Deutschland.

Durchaus kontrovers wird aber der Vorschlag diskutiert, das 1906 durch den Architekten Semmy Engel in einem romanisierenden Historismus errichtete Bauwerk – zumindest in seinen äußeren Formen – dem historischen Vorbild entsprechend, originalgetreu wiederherzustellen. Jenseits allzu bekannter Rekonstruktionsdebatten ist damit zuallererst die Frage nach einem heute angemessenen, baulichen Ausdruck jüdischen Selbstverständnisses in Deutschland angesprochen.

Diesem architektonischen Thema von grundsätzlicher Bedeutung wollen wir uns zusammen mit den Studenten von Prof. Gesine Weinmiller an der HCU Hamburg zuwenden. Es wird eine gemeinsame Zwischenkritik in Weimar geben und auch die Abschlußkritik in Hamburg ist als gemeinsame Veranstaltung mit Gästen aus der Gemeinde und mit externen Kritikern geplant.

Ergänzend wird eine Exkursion nach Jerusalem angeboten:

Jerusalem
Exkursion für die Studenten im Master Architektur (3ECTS)
Exkursion vom 20.–24.04.20 (Programmtage); Zeichenexkursion!
Die Anrechnung der Exkursion als Studienleistung ist mit einer Abgabeleistung in Form von (mind.) 7 Skizzen verbunden.

Über die Professur werden vorab 5 Entwurfsplätze vergeben. Bewerbung per Portfolio (analog oder digital) bis spätestens 16.03.2020 an Juliane Steffen (juliane.steffen[at]uni-weimar.de).

entwurfbegleitende Seminare: