Langenleuba-Niederhain, Halbes Schloß

Eingang des "Halben Schlosses" in Langenleuba-Niederhain (Barockbau von 1707/11, Südflügel 1838 abgerissen)
Halbes Schloss Langenleuba, Stahlstich um 1850

Die ehemalige Vierflügelanlage wurde 1707-11 durch den bekannten Ratsbaumeister Johann Gregor Hellbrunn aus Altenburg für einen Leipziger Kaufmann errichtet. Aus unbekannten Gründen wurde der Südwestflügels 1838 abgebrochen - daher der Name „Halbes Schloss“. Südlich und südöstlich des Schlosses befinden sich die Gebäude des ehemaligen Gutshofs. Historische Bedeutung hat der Bau insbesondere, weil dieser neben einigen Bürgerhäusern u. a. in Altenburg der einzige repräsentative Schlossbau von Hellbrunn ist.

Bis 1966 wurde das Schloss nach dem Krieg als Schule genutzt, heute steht das Gebäude ohne Nutzung leer. Seitdem verfällt der Bau stetig, was auch durch einzelne Reparaturmaßnahmen am Dach, Fenstersicherungen und Beräumungen von Müll und Wildwuchs nicht aufgehalten werden konnte. Nach Klärung der Besitzverhältnisse 2015 wurde das Gebäude mehrmals versteigert. Eine Nutzung fehlt jedoch bis heute. Der Wirtschaftshof ist hingegen saniert und teilweise genutzt. Durch die Neustrukturierung der Gemeinden gehört Langenleuba-Niederhain heute zur Gemeinde Nobitz, womit die meisten Büros im Wirschaftshof wiederum leer stehen.

Aufgabe

Auf Grundlage einer Bestands- und Zustandserfassung, die 2014 im Auftrag des TLDA von einem Architekturbüro erstellt wurde, soll zunächst das Gesamtareal hinsichtlich seiner historischen Entwicklung, seiner Denkmalwerte und seiner zukünftigen Potentiale analysiert werden. Ziel ist es danach ein Nutzungskonzept für die Gesamtanlage von Schloss und Wirtschaftshof zu erstellen. Je nach benötigter Fläche wird zu prüfen sein, ob das Schloss durch einen Anbau erweitert oder gar in seinen ursprünglichen Dimensionen wieder errichtet werden sollte. Wie solch eine Schlosserweiterung an einem bestehenden Torso aussehen kann, wird wesentliche Fragestellung für die Entwurfsbearbeitung sein.