Weimarer Stadtgespräche

 

 

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Die Weimarer Stadtgespräche sind eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Europäische Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar in Kooperation mit der Stadt Weimar. Im Rahmen der Stadtgespräche werden aktuelle stadt- und regionalrelevante Themen und Herausforderungen mit geladenen Expert/innen universitäts- und stadtöffentlich diskutiert. Die Gespräche richten sich an die im weitesten Sinne an Stadtentwicklung und Planung interessierte Öffentlichkeit und sollen den Austausch zwischen den verschiedenen Fakultäten und Disziplinen der Hochschule sowie der Stadt fördern.

Anhand von Vorträgen, Diskussionen und Podiumsgesprächen widmen wir uns im Sommersemester 2021 folgenden Fragen und diskutieren diese in Bezug auf die Stadt Weimar und ihre Region: Wie kann eine stärker am Gemeinwohl orientierte Stadt- und Siedlungsentwicklung aussehen und umgesetzt werden und welche Rolle kommt Kommunen dabei zu? Welchen Herausforderungen sieht sich die Wohnraumversorgung zwischen Bestandsentwicklung, Nachverdichtung und Neubau gegenüber und wie können sozial und ökologisch nachhaltige Formen der Wohnflächenentwicklung gefunden werden? Wie wirken sich Digitalisierung und Pandemie auf die Entwicklung des Einzelhandels in Innenstädten aus, und welche neuen, zukunftsfähigen Konzepte werden derzeit entwickelt und erprobt?

Termine jeweils von 18:30 bis 20:30 Uhr: 
10.05.21 _ Gerecht-Grün-Produktiv. Die Neue Leipzig Charta als Wegweiser für Stadtplanung?  
31.05.21 _ Große Siedlungen in kleinen Städten. Rolle, Bilder und Realitäten
14.06.21 _ Statt Rand. Modellquartiere zum Wohnen
05.07.21 _ Post-Corona. Eine neue Zukunft für die Innenstädte

Die Stadtgespräche werden von Prof. Barbara Schönig (Professur Stadtplanung) und Jun. Prof. Daniela Zupan (Juniorprofessur European Cities and Urban Heritage) durchgeführt und im Sommersemester 2021 durch Bauhaus.Module gefördert.

10.05.21_Gerecht-Grün-Produktiv. Die Neue Leipzig Charta als Wegweiser für Stadtplanung?

10.05.21_Gerecht-Grün-Produktiv. Die Neue Leipzig Charta als Wegweiser für Stadtplanung?

Im 1. Weimarer Stadtgespräch geht es um die „Neue Leipzig Charta“. Nach einer Dekade voller Krisen – von Finanzkrise über die Klimakrise bis zur Corona Pandemie – legten die EU-Minister/innen für Stadtentwicklung Ende 2020 eine Erklärung vor, die Städten in Europa die wesentliche transformative Kraft zuschreibt, um die gegenwärtigen sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Gesellschaft zu bewältigen. Gemeinwohlorientierung als Handlungsmaxime, so die Charta, ist hierfür der Schlüssel. Was aber bedeutet das konkret? Was können Städte leisten und was nicht? Wer und was ist in der Stadtgesellschaft und darüber hinaus gefragt, wollen wir Städte im Sinne der Charta gerecht, grün und produktiv für alle gestalten – oder ist die Leipzig Charta für lokale Stadtentwicklung gar nicht relevant?

 Über diese Fragen diskutieren mit Studierenden und Teilnehmer/innen aus der Stadt:

  • Prof. Dr. Uwe Altrock (Universität Kassel, Stadterneuerung und Planungstheorie, Dekan Fachbereich Architektur-Stadtplanung-Landschaftsplanung) 
  • Prof. Dr. Laura Calbet i Elias (Universität Stuttgart, Fachgebiet Theorien und Methoden der Stadtplanung)
  • Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Thüringer Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Erfurt) 
  • Peter Kleine (Oberbürgermeister, Stadt Weimar)
  • Hilmar von Lojewski (Beigeordneter des Deutschen Städtetages, Leiter des Dezernats „Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen, Verkehr“, Berlin)

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31.05.21_Große Siedlungen in kleinen Städten. Rolle, Bilder und Realitäten.

31.05.21_Große Siedlungen in kleinen Städten. Rolle, Bilder und Realitäten.

Wer an Großsiedlungen der 1950er bis 1980er Jahre denkt, hat zumeist Bilder aus Großstädten im Kopf. Image, markante Beispiele, unser Wissen sowie unsere Assoziationen mit diesem Siedlungstyp speisen sich überwiegend aus großstädtischen Kontexten. Demgegenüber befasst sich das 2. Weimarer Stadtgespräch mit dem differenzierten Phänomen von Großsiedlungen in deutschen Klein- und Mittelstädten: Von welchen Trends und Herausforderungen sind diese Siedlungen geprägt? Wie werden sie vor Ort wahrgenommen und in welchem Verhältnis stehen Bilder und Realitäten? Wie steht es konkret um die Weimarer Siedlungen? Lassen sich die in letzter Zeit in anderen Städten beobachteten zunehmenden Entmischungstendenzen dieser Siedlungen trotz Modernisierung und Betreuung auch hier beobachten? Wie unterscheiden sich die einzelnen Siedlungen diesbezüglich, und von welchen Faktoren hängt das ab? Welche Potentiale bieten diese Siedlungen, und welche Mechanismen und städtebaulich-stadtplanerischen Ansätze stehen für ihre Weiterentwicklung bereit?

Über diese Fragen diskutieren Studierende und Weimarer Bürger/innen mit

  • Doreen Bauer (Leiterin des Amts für Familie und Soziales, Stadt Weimar)
  • Udo Carstens (Geschäftsführer der Weimarer Wohnstätte GmbH)
  • Prof. Dr. Marcel Helbig (Leibniz-Institut für Bildungsverläufe, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Bildung und soziale Ungleichheit)
  • Prof. Dr. Johann Jessen (Universität Stuttgart, Orts- und Regionalplanung)
  • Dipl.-Soz. M.A. Carsten Praum (Bauhaus-Universität Weimar, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Stadtplanung)

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14.06.2021_Statt Rand. Modellquartiere zum Wohnen

14.06.2021_Statt Rand. Modellquartiere zum Wohnen

Wohnraum ist knapp - nicht nur in Großstädten. In so mancher kleineren Stadt werden derzeit neueQuartiere geplant und es wird kontrovers über Ziele und Gestalt gestritten: Denn wie sollen Wohnquartiere heute aussehen, wenn sie mehr als nur Wohnen am Stadtrand sein sollen? Welche Möglichkeiten gibt es, sie sozial und ökologisch nachhaltig zu gestalten, so dass Menschen auch im Jahr 2121 noch dort leben möchten? Und wie kann die Stadtgesellschaft daran mitwirken, diese Orte zu gestalten? Im Rahmen des 3. Weimarer Stadtgesprächs werden wir aus fachlicher Sicht und anhandvon Praxisbeispielen andernorts diskutieren, welche Strategien und Möglichkeiten es gibt, um lebendige und nachhaltige Quartiere zu schaffen.

Mit Studierenden und Weimarer Bürger/innen diskutieren folgende Gäste:

  • Prof. Dr. Christina Simon-Philipp, Hochschule für Technik Stuttgart, Fakultät Architektur und Gestaltung (online)
  • Dr. Marta Doehler-Behzadi, Geschäftsführerin der IBA Thüringen
  • Dr. Sebastian Kirschner, Wohnprojektor Weimar
  • Dr. Claudia Kolb, Beigeordnete für Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Weimar
  • Prof. Andreas Garkisch, Professur Entwerfen und StadtArchitektur, Bauhaus-Universität Weimar
  • Moderation: Dr. Steffen de Rudder, Professur Städtebau, Bauhaus-Universität Weimar

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05.07.2021_Post-Corona. Eine neue Zukunft für die Innenstädte

05.07.2021_Post-Corona. Eine neue Zukunft für die Innenstädte

Angesichts von Leerstand und erwarteter Pleitewelle haben in den letzten Monaten Warnungen über das "Sterben" und "Veröden unserer Innenstädte" zugenommen, Aufrufe zur "Rettung" unserer Städte werden formuliert und intensiv darüber nachgedacht und debattiert, auf welche Weise das gelingen kann. Im letzten Stadtgespräch vor der Sommerpause beschäftigen wir uns mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf aktuelle und zukünftige Stadtentwicklung. Im Zentrum stehen dabei die Herausforderungen und Chancen, der sich Innenstädte gegenwärtig und perspektivisch gegenübersehen. Denn hier haben sich seit Beginn der Pandemie bestehende Trends maßgeblich intensiviert (z.B. Online-Handel), es sind aber auch gänzlich neue Anforderungen an den Stadtraum sichtbar geworden. Was ist von unseren Städten und unserem Stadtleben übrig, wenn die Pandemie es wieder zulässt? Wo können wir ansetzen, um sie wieder lebendig zu machen - vielleicht sogar lebendiger als zuvor? Was braucht es dafür? Wer soll daran teilhaben und wie kann die Pandemie die Chance eröffnen, eine inklusivere Stadt und Planungskultur entstehen zu lassen?

Über diese Fragen diskutieren Studierende und Weimarer Bürger/innen mit

  • Line Bernstein (Koordination Post-Corona-Stadt, Zentrum für Beteiligungskultur)
  • Prof. Dr. Frank Eckardt (Professor für Sozialwissenschaftliche Stadtforschung, Bauhaus-Universität Weimar)
  • Christian Schwartze (Leiter Amt für Wirtschaft und Märkte, Stadt Weimar)
  • Christiane Werth (Vorstandsmitglied Weimarer Innenstadt e.V.)

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Online-Teilnahme

Online-Teilnahme

Es besteht die Möglichkeit der Online-Teilnahme über Livestream. Fragen können im Chat gestellt werden. Eine Anmeldung hierfür ist nicht erforderlich.

An dieser Stelle finden Sie rechtzeitig vor den Veranstaltungen den LINK zur Online-Teilnahme.

Präsenz-Teilnahme

Präsenz-Teilnahme

--- Die Veranstaltung am 05. Juli 2021 wird nur im Livestream übertragen. Keine Präsenzteilnahme möglich. 

Die Veranstaltung findet im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar (Steubenstraße 6, 99423 Weimar) statt. Eine Präsenz-Teilnahme ist aus heutiger Sicht nur nach vorheriger verbindlicher Anmeldung und nur für eine begrenzte Teilnehmer/innen-Zahl möglich.

Um sich für die Präsenzteilnahme anzumelden, senden Sie bitte eine E-Mail mit ihren Daten (Name, Vorname) und dem Titel und Datum der Veranstaltung, für die Sie sich anmelden möchten, spätestens bis zum jeweiligen Donnerstag vor der Veranstaltung an folgende Adresse: stadtgespraeche[at]archit.uni-weimar.de

Sie erhalten im Anschluss weitere Informationen über Ihre Anmeldung sowie den Ablauf der Veranstaltung (Einlass, Hygienevorschriften, Kontaktnachverfolgung etc.) 

Der Einlass zur Veranstaltung kann nur nach Vorlegen des Nachweises eines tagesaktuellen negativen Coronavirus-Schnelltests aus einem Schnelltestzentrum gewährt werden. Eine Liste der Schnelltestzentren in Weimar finden Sie hier. Wir bitten um Verständnis.