Das Archiv zeigt Arbeiten von Studierenden der Studiengänge “Digital Technologies in Architecture and Design”, "MediaArchitecture" sowie aus dem Double-Degree Programm “IMAMS”. Zusätzlich werden hier die Ergebisse der Sonderausstellung Bauhaus.Orbits präsentiert.
Material Digital _Picasso goes digital
Kaum ein anderes Kunstwerk des 20. Jahrhunderts hat so viele unterschiedliche Deutungen herausgefordert wie Picassos Les Demoiselles de Avignon von 1907.
Vom Tafelbild in den 3-dimensionalen Raum
Ausgangssituation:
Pablo Picasso
Les Demoiselles de Avignon 1907
Kaum ein anderes Kunstwerk des 20. Jahrhunderts hat so viele unterschiedliche Deutungen herausgefordert wie Picassos Les Demoiselles de Avignon von 1907. Im vorliegenden Text wird dieses Schlüsselbild der Moderne als ein gewaltiger und gewaltsamer Bruch mit den überkommenen Wahrnehmungsgewohnheiten begriffen.
Provokativ bringt Picasso alte, abgelegene außereuropäische Kunst ins Spiel, womit nicht nur die neueste französische Malerei, sondern das Kunst- und Selbstverständnis der Epoche überhaupt, ja die Überlegenheit des Alten Kontinents in Frage gestellt werden. Zugleich wird in diesem so explosiven wie fremdartigen Gemälde die private Welt zwischenmenschlicher Beziehungen einer schonungslosen Analyse unterworfen. Den Hintergrund bildet eine intensive Einwirkung der Gedankenwelt Nietzsches, mit dem Picasso auch die Vorstellung vom Kunstwerk als einer schöpferischen Summe von Zerstörungen teilte.
Die Interpretation des Bildes bezieht sich ausschließlich auf die syntaktische Ebene. Es geht also um die Art und Weise wie das Bild gemalt ist. Es war eines der ersten Bilder Picassos in denen er kubistisch malt. Der Kubismus kann als inspirierende Kraft für die Umsetzung des Tafelbilds in einen realen 3 Dimensionalen Raum begriffen werden. Der Autor versucht die Kausalitäten die im Kubismus gelten aus dem Tafelbild in den 3 Dimensionalen Raum zu übertragen. Dabei treten natürliche große Konflikte auf: man stößt an die physikalischen Grenzen des realen Raums, die Picasso bewusst geändert, ad absurdum geführt hat. Es müssen neue Regeln geschaffen werden, die im 3D-Raum funktionieren. Dadurch werden die Kausalitäten der Kubistischen Malerei verletzt und es entsteht letztendlich etwas neues, was vielleicht nicht direkt mit Kubismus zu vergleichen ist.
Um diesen Konflikt zu lösen habe ich in der virtuellen Welt der 3D Simulation neue Regeln aufgestellt. Die Objekte können sich überlagern, sie werden verzerrt und bewegen sich frei. Dadurch setzen sie sich zu einer neu Interpretation des Raums zusammen. Es entsteht wieder ein 2D Bild generiert durch die 3D Simulation.
Wintersemester 2006 / 2007
1. Projektmodul
Alexander Baumann
Professur Architekturtheorie
Vertr.-Prof.Dr.-Ing. M.S. Jörg H. Gleiter
Studio Projects
Studios are the main semester projects in terms of workload and ECTS. Students are encouraged to develop artistic, experimental work following the research-based studio outline. IMAMS students in Buffalo join the Situated Technologies Research Group, one of four research studios at the core of UB's architectural graduate studies. Students in Weimar join the MediaArchitecture studio as part of their foundation semester. →
Seminars
Seminars cover a broad range of research based, technical and/or artistic practice. The general topic outline is flexible as defined by the study regulations. Students are generally encouraged to attend a balanced mix of media as well as architecture seminars. Between both faculties at both universities is where the interdisciplinary nature of IMAMS really comes to light. →
Thesis Projects
Thesis projects are undertaken after the completion of all mandatory coursework and are handed in at both universities under the supervision of interfaculty staff. A general differentiation is made between scientific / research-based and artistic / experimental theses. Further details on thesis and academic degrees here. →
»Bauhaus Orbits« visualisiert historische Bauhaus-Diskurse
Die Installation „Bauhaus Orbits“ ermöglicht eine raumgreifende Projektion mit 6 Beamern. Studierende im Studiengang MediaArchitecture stellten vom 3. bis 14. Juli 2019 im Foyer der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar die Installation „Bauhaus Orbits“ aus, die historische Bauhaus-Diskurse mit zeitgenössischen Mitteln erlebbar macht.
In dem künstlerisch-akademischen Projekt haben die Studierenden Entwurfs- und Lehrkonzepte von Bauhaus-Meistern wie Walter Gropius, Laszlo Moholy-Nagy und Paul Klee klassifiziert und analysiert. Daraufhin haben sie die in ausgewählten historischen Quellen enthaltenen Elemente der Diskurspraktiken am Bauhaus in einen algorithmisch anwendbaren Datensatz transformiert und in ein digitales Netzwerk integriert. Dieses bildete sich auf der Oberfläche der Installation »Bauhaus Orbits« ab, deren Geometrie vom historischen Oberlichtsaal im Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar inspiriert ist. »Mit den Bauhaus Orbits möchten wir Nutzerinnen und Nutzern ein immersives Erleben des historischen Diskurses ermöglichen, indem wir mit digitalen Mitteln eine neue Einheit von visueller, auditiver, taktiler und intellektueller Erfahrung herstellen. Die Studierenden finden damit eine für das 21. Jahrhundert angemessene Form des Bauhaus-Diskurses«, so Dr. Sabine Zierold, Sprecherin des Studiengangs MediaArchitecture. Das Projekt Bauhaus Orbits wurde interdisziplinär betreut und bearbeitet durch Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende und Studierende der Fakultäten Architektur und Urbanistik, Medien, Bauingenieurwesen sowie Kunst und Gestaltung.
Weitere Informationen erhalten Sie unter https://cargocollective.com/projektbauhausorbits oder bei Dr. Sabine Zierold unter sabine.zierold@uni-weimar.de.
Beteiligte Professuren:
Professur Bauformenlehre (Prof. Bernd Rudolf); Professur Theorie Medialer Welten (Prof. Dr. Henning Schmidgen); Professur Darstellungsmethodik (Dr. Sabine Zierold)
Beteiligte Studierende:
Alfredo Ardia (Electro-Acoustic Composer, Media Artist); Arthur Keir (Filmmaker, Alumni, Art Director at Art Government); Diego Carvallo (Architectural assistant); Frédéric-Philipp Habermann (Architectural assistant); Hamzeh Ahmad (Student MediaArchitecture, BIM manager); Jan Glöckner (Graphic Designer, Artist); Jyotsna Gorle (Student Human-Computer-Interaction researcher, Software Developer); Ka-man Lam (Alumni MediaArchitecture, Initiator, Curator, Design Lead, Interface Designer & Developer); Michael Wilde (HCI, Media Artist); Mohamad Kahlil (Architectural assistant); Nancy Abdelzaher (Student MediaArchitecture, BIM manager); Patrick Saad (Data Scientist, Student Assistant of Research Group Prozessorientierte Diskursanalyse); Hannes Schmidt (Alumni Architect); (Rafael Kosuch (Alumni Architect); Victor Vilceanu (Structural Engineer); Youngmo On (HCI, Assistant curator); Students Bachelor Architecture: Simon Schlereth, Calvin Schwabe, Till Pulst, Sabrina Hauck, Nina Günther, Lea Marzinzik, Andra Quante, Anna-Lena Sehm, Pauline Topel, Yuegong Huang, Michael Feller, Jakob Emanuel Lange, Antonia Rothe, Felix Balling, Carolin Schelle
Partner und Förderer:
Forschungsgruppe Prozessorientierte Diskursanalyse, Fakultät Medien der Bauhaus-
Universität Weimar; Ingenieurbüro Matthias Münz Weimar; Renolit Worms; Malerfachbetrieb Großmann Weimar; Domzelt Deutschland; AEO GmbH Lichtdecken Riesa
Kreativmetall Weimar; Mapping Matter; Metallwerkstatt und Holzwerkstatt der Bauhaus-Universität Weimar; StuKo der Bauhaus-Universität Weimar; Servicezentrum Liegenschaften der Bauhaus-Universität Weimar; Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft; Freundeskreis der Bauhaus-Universität Weimar; Kreativfonds der Bauhaus-Universität Weimar


