XIV. Internationales Bauhaus-Kolloquium / Sektion 4

Entwürfe aus der Welt von morgen

Stehen wir 2019, wie das historische Bauhaus, ebenfalls vor einem Epochenbruch? Die radikale Neuorientierung aller Bereiche des sozialen und politischen Lebens scheint zumindest möglich – jedoch unter umgekehrten Vorzeichen: Nach 100 Jahren könnte man fragen, ob sich ein Kreis geschlossen hat. Waren die Revolu­tionen und Manifeste von 1918/19 von der Hoffnung auf Demokratisierung und Fortschritt geprägt, mag sich nach dem Jahrhundert enttäuschter Erwartungen kein rechter Zukunftsoptimismus einstellen. Oder gerade doch? In der Erkenntnis der unmittelbaren Verstrickung der Moderne mit den Interessen unterschiedlicher politischer Regimes, Diktaturen und ideologischen Aneignungen der 1919 so hoffnungsvoll erwarteten Veränderungen, ist die Zu­kunft trotzdem ein nicht minder offenes Projekt, das der Gestaltung und gesellschaftlichen Reflexion bedarf. Insbesondere anlässlich der internationalen Würdigung des Jubiläums einer Kunst-und Architekturschule. Inwiefern müssen wir die historischen Bindun­gen als Parameter zukünftiger Gestaltung mit bedenken? Welche Impulse könnten vom ambivalenten Schicksal des historischen Bauhauses ausgehen? Welche Welt entwerfen wir in der komplexen, vernetzten Gegenwart? Und wer ist an ihrer Ausgestaltung beteiligt? Diese Sektion lädt Referentinnen und Referenten aller Disziplinen ein, die Gestaltung der Gegenwart von der Zukunft her zu denken.

 

Call for Papers

Bitte senden Sie Vorschläge für Redebeiträge bis zum 15. August 2018 an Johannes Warda: johannes.warda@fulbrightmail.org

Einzureichende Unterlagen: — Abstracts (max. 3.500 Zeichen) für einen Impulsbeitrag von max. 10 Minuten Länge — Kurz-Biografie (max. 1.500 Zeichen)

Die Benachrichtigung über die Annahme der Beiträge erfolgt am 15. September 2018. Angenommene Beiträge müssen ausgearbeitet bis zum 1. Februar 2019 vorliegen.