Triennale der Moderne

Triennale der Moderne

Die Triennale der Moderne ist eine Initiative der UNESCO-Welterbestätten Berlin, Weimar, Dessau zum Aufbau eines Netzwerkes der Architekturmoderne in Deutschland. Die Teilnahme am Begleitprogramm der Triennale der Moderne in Weimar steht allen Teilnehmenden offen und bedarf der individuellen Anmeldung zu den Veranstaltungsformaten.

Der Denkraum.Bauhaus öffnet der Triennale der Moderne die Keynotes von Hartmut Rosa, Kunibert Bering und Wolfgang Welsch sowie die Aufführung TRIAS – das Triadische Balett, Theater der Klänge, Düsseldorf.

 

Weitere Veranstaltungen der Triennale der Moderne:


BAUHAUS UND DIE MUSIKALISCHE MODERNE IN DER WEIMARER REPUBLIK UND IN ISRAEL

Internationale wissenschaftliche Tagung

Donnerstag, 26. September und Freitag, 27. September 2019 im Studienzentrum der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Am Horn
Das Bauhaus wurde nicht nur als Kunstschule konzipiert, sondern als eine Art Laboratorium für Ästhetik der Moderne schlechthin. Das Zusammenwirken der Künste gehörte zu den Grundprinzipien des Bauhauses. Zum Fest der Musik reiste 1923 die Crème de la Crème der damaligen internationalen Musikmoderne an, u.a. Igor Strawinsky, Paul Hindemith und Kurt Weill. Über die vielfältigen Beziehungen zwischen den Bauhaus-Künstlern und herausragenden Musikern jener Zeit gibt es inzwischen viele Erkenntnisse. Die Bedeutung des Bauhauses für die Entwicklung der modernen Musik in der Weimarer Republik ist bisher ebenso wenig erforscht wie der Einfluss der Bauhaus-Tätigkeit und seiner Ästhetik auf die musikalische Moderne in Palästina der 1930er Jahre und später in Israel. Dem soll auf dieser Tagung nachgegangen werden.

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen mit der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und der School of Arts der Universität Haifa (Israel).

 

ACHAVA Festspiele Thüringen 2019
Tickets & Infos unter www.achava-festspiele.de | Tickethotline 0361.227 5 227

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STIMMEN DES VOLKES
Eröffnungskonzert der Triennale der Moderne, Uraufführung – MAYBEBOP, A-capella-Gesang und die Staatskapelle Weimar unter Stefan Lano, Dirigent – am Donnerstag, 26. September 2019, 19.30 Uhr.

Das älteste Orchester Deutschlands, die STAATSKAPELLE WEIMAR, trifft auf die junge und europaweit gefeierte A-cappella-Formation MAYBEBOP. Das Volkslied als ursprünglichste Ausdrucksform der Menschen wird in den großen Konzertsaal zurückgeholt. Gepaart mit internationalen Songs steht das Zusammenspiel von Orchesterklang und A-cappella-Gesang im Mittelpunkt. Die Lieder werden ins Heute übertragen und zeitgemäß/unzeitgemäß auch für ein junges Publikum arrangiert. Mitsingen ist unbedingt erwünschtes Ziel des Abends! Der Liedermix lädt das Publikum im Bauhausjubiläum auf eine Reise in die Vergangenheit und Zukunft ein.

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen mit MAYBEBOP, der Stadt Weimar und dem DNT & Staatskapelle Weimar.

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DIE ZEUGEN
Fotoausstellung des Fotografen Thomas Müller im öffentlichen Raum zwischen Hauptbahnhof und Bauhaus-Museum Weimar. Vom 1. April 2019. Finissage am 29. September 2019, 15:00 Uhr am Stéphane-Hessel-Platz | bauhaus museum.

Weimar steht in der Moderne für Humanismus und Aufklärung ebenso wie für Ausgrenzung und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben – sie waren sichtbar. Diese Tatsache macht die Fotoausstellung im öffentlichen Raum im Jahr des Bauhausjubiläums deutlich. Der Weg zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der stark frequentierte Bahnhofsvorplatz, der Buchenwaldplatz hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als Ort der Kunst und damaliger Sitz des Gauleiters Sauckel, das jetzige Landesverwaltungsamt war Teil des »Gauforums«, das im Nationalsozialismus zum Zentrum der Stadt werden sollte. Schließlich das neue Bauhaus-Museum.
Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Sechzehn großformatige Fotoporträts machen diesen Teil der Geschichte sichtbar und laden die Weimarer und ihre Gäste zum Innehalten ein.

Ein Projekt der ACHAVA Festspiele Thüringen und der Stadt Weimar mit Unterstützung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

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ERFURT/HAIFA. Architekturen der Moderne in dialogischen Bildern
Fotoausstellung und studentisches Projekt in der Betreuung von Prof. Dr. Ines Weizman, Professur Architekturtheorie der Bauhaus Universität, Dr. Mark Escherich, Lehrstuhl Denkmalpflege und Baugeschichte der Bauhaus Universität und Jens Hausprung, Lehrstuhl Visuelle Kommunikation der Bauhaus Universität. Vernissage am 25. September 2019 um 18.00 Uhr, Ausstellung 26. bis 29. September 2019, 12.00 bis 22.00 Uhr in der Weimarhalle.

Die Städtepartner Erfurt und Haifa haben mit der Architektur des Neuen Bauens einen besonderen Schnittpunkt. In den 1920ern prägte sie die Stadt Erfurt sowie in den 1930ern die sich rasant am Küstenstreifen und an den Carmelhügeln ausbreitende Stadt Haifa. In dialogischen Dokumentationen, Multimedia und Architekturfotografien lassen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen. Mit der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland hat die Architektur der Moderne in der einen Stadt ein abruptes Ende gefunden, während sie in der anderen Stadt unter anderem für einen Neubeginn in einer neuen Heimat der von eben dieser Herrschaft Vertriebenen stand.

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen, der Bauhaus Universität Weimar und der Stadt Erfurt.

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SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG
Musikalischer Workshop und Konzert – DIE AMEISENKINDER – Konzertchor des Goethegymnasiums Weimar und ACHAVA - Projektorchester mit Weimarer Schülern, Timna Brauer – Gesang/Wien, Helmut Eisel – Klarinette/Saarbrücken, Jascha Nemtsov – Klavier/Berlin – Abschlusskonzert am Freitag, 27. September 2019, 18.00 Uhr, Weimarhalle | Großer Saal.

Die ACHAVA Festspiele knüpfen mit diesem großen Chor- und Orchesterworkshop an die Arbeit der letzten Jahre in Thüringer Schulen an. Einer Kernidee des Bauhauses folgend werden sich junge Musikerinnen und Musiker mit international renommierten ACHAVAKünstlern auf eine musikalische Entdeckungsreise begeben und voneinander lernen.
Timna Brauer aus Wien widmet sich mit den Chorsängerinnen und Chorsängern dem Jiddisch Tango. Helmut Eisel improvisiert mit den Orchestermusikern zu Klezmer- und Gypsymelodien und Jascha Nemtsov wird mit einem kammermusikalischen Schülerensemble der Musik des Bauhauses nachspüren.
Am Ende der Projektarbeit steht das gemeinsame Konzert aller Musikerinnen und Musiker im Großen Saal der Weimarhalle.

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen mit der Grundschule „Albert Schweitzer“ Weimar, der Gemeinschaftsschule „Carl Zeiss“ Weimar, dem Goethegymnasium Weimar und der Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“ Weimar.

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TRIAS – DAS TRIADISCHE BALLETT
THEATER DER KLÄNGE Düsseldorf, Neuinterpretation zu Oskar Schlemmers „Das Triadische Ballett“ am Freitag, 27. September 2019 um 21.00 Uhr, Weimarhalle | Großer Saal.

TRIAS ist eine Neuinterpretation des Entwurfs zum „triadischen Ballett“ von Oskar Schlemmer aus dem Jahr 1922. Die Figurinen wurden soweit wie möglich aufwändig originalgetreu rekonstruiert. Die neu geschaffene Musik wie die Choreografie wurden angelehnt an Oskar Schlemmers Inszenierung und entsprechen dem Uraufführungsablauf, wie Schlemmer diesen 1922/23 in Stuttgart und Weimar selber zur Aufführung brachte.
Sämtliche Choreografien und Musiken zu den einzelnen Sätzen sind, ebenso wie die abschließende 12. Szene, Neukreationen des THEATERs DER KLÄNGE. Zwischen den Akten agieren zwei musikalische Clowns, die von den Clownerien Schlemmers inspiriert sind. TRIAS wurde 2015 in Düsseldorf mit großem Erfolg uraufgeführt.

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen und der Bauhaus Universität Weimar.

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WHITE CITY JAZZ | Das Konzert und Preisverleihung
Sonderkonzert & Verleihung 2. ACHAVA Jazz Award, Internationaler Preis für transkulturellen Jazz; Konzert des Avishai Cohen Trio (Kontrabass/Israel) und internationaler Preisträger des ACHAVA Jazz Award (N.N.) am Samstag, 28. September 2019, 20.00 Uhr, Weimarhalle | Großer Saal.

Zum 100-jährigen Jubiläum werden in der Tradition des Bauhauses Lehre, künstlerische Darstellung und Begegnung miteinander verbunden. Die Brücke zwischen Tel Aviv und Weimar schlagen Künstler von Weltrang wie der einzigartige israelische Jazzbassist Avishai Cohen & Band. Er wird mit den Preisträgern gemeinsam einen Konzertabend im Großen Saal der Weimarhalle gestalten.
Der 2. ACHAVA Jazz Award zeichnet ein künstlerisch herausragendes Band-Projekt aus, das den transkulturellen Charakter des Jazz ins Zentrum seines Schaffens stellt. Mit individuellem künstlerischen Ausdruck, Interaktion und Improvisation wenden sich Jazzmusiker heute gegen musikalische Grenzziehungen und Kartographien, ja überhaupt gegen die Idee einer national gebundenen Kultur.

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen mit der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, der Jazzmeile Thüringen und der Stadt Weimar.

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WHITE CITY JAZZ | Der Workshop
Jazzmeile Thüringen, Internationaler Jazzworkshop – Künstlerischer Leiter: Prof. Manfred Bründl, Projektleiter: Thomas Eckardt, Avishai Cohen (Kontrabass/Israel/angefragt) am Sonntag, 29. September 2019, 11.00 bis 13.00 Uhr, Weimarhalle, 

Preisträger ACHAVA Jazz Award (N.N.) am Sonntag, 29. September 2019, 15.00 bis 18.00 Uhr Weimarhalle, am Montag, 30. September 2019, 10.00 bis 15.00 Uhr Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Der Jazzworkshop ist ein seit 20 Jahren bestehendes Kooperationsprojekt des Instituts für Neue Musik und Jazz der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und der Jazzmeile Thüringen. Diese mittlerweile international renommierten Meisterkurse werden sowohl von Studierenden als auch von Bewerbern aus ganz Deutschland sowie den europäischen Nachbarstaaten begeistert angenommen.
Zu den bislang verpflichteten internationalen Hochrangkünstlern zählten bislang Musiker wie Albert Mangelsdorff, Norma Winstone, Kenny Wheeler, Renaud Garcia-Fons, Aldo Romano, Riccardo del Fra, Julian Argüelles, Francois Jeanneau, Conrad Bauer, Günter Sommer, Uwe Kropinski, Ernst Reijseger, Robby Ameen, Richie Flores, Ray Anderson, Marty Ehrlich, Donny McCaslin, Marc Copland, Daniel Humair und das Moscow Art Trio.

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen mit der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, der Jazzmeile Thüringen und der Stadt Weimar.

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JEDEM DAS SEINE
Gesprächswanderung mit Musik von Bauhaus bis Buchenwald am Sonntag, 29. September 2019, 11.00 bis 15.00 Uhr. Treffpunkt: Bahnhofsvorplatz.

Beginnend am Weimarer Bahnhof, wo 1938–39 die jüdischen Häftlinge auf ihrem Weg nach Buchenwald misshandelt wurden, führt die Route zum Marstall, der ehemaligen Leitstelle der Gestapo, zum einstigen Judenhaus in der Belvederer Allee sowie zu einigen anderen Orten, bevor sie am neuen Bauhaus-Museum endet. Die vierstündige Gesprächswanderung, die an die berüchtigte Inschrift am Buchenwald-Tor anknüpft, schließt nicht nur die Führung zu erinnerungsträchtigen Stätten in Weimar ein, sie bietet den Teilnehmern darüber hinaus die Möglichkeit der Reflexion und eines intensiven geistigen Austausches.
Referenten halten während der Stationen kurze Impulsreferate zu den Themen Gewalt, Erinnerung und die Rolle des Bauhauses, die zum Nachdenken und zur Diskussion einladen.

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen und der BACH BIENNALE WEIMAR.

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DAS BAUHAUS SPIELT AUF – KLINGENDE UTOPIEN
Filmabend mit Bigband und Vokalensemble, Bujazzo – das Jungendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland, am 29. September 2019, 20.00 Uhr, Weimarhalle | Großer Saal.

Zur „Triennale der Moderne“ wird die Weimarhalle im Umfeld des neuen Bauhaus Museums zur Kinoleinwand und Orchesterbühne. Das multimediale Projekt mit dem Bundesjazzorchester kombiniert ein neu komponiertes Konzertprogramm mit (Stumm-)Filmen ausgewählter Bauhaus-Meister. Das Hauptprogramm zeigt acht Filme, darunter fünf des Bauhausmeisters László Moholy-Nagy. Als Vorlage werden Originalfilme der Eastman School of Music, der University of Rochester und dem Filmarchiv des George Eastman House aufgeführt.
Als Vorprogramm laufen kurze Werbefilme. Diese Werbefilme gelten einerseits als Meisterwerke der frühen Filmanimationstechnik, symbolisieren andererseits aber auch die für das Bauhaus zentrale Frage von Kunst und kommerzieller Vermarktung, Kunst und Anwendbarkeit.

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen, dem Bundesjazzorchester und der Jazzmeile Thüringen.

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ALLES MUSIK!
Jam Session – Festivalausklang und Auftakt zugleich! am 29. September 2019, 22.00 Uhr

Im Anschluss an das Konzert treffen sich alle beteiligten ACHAVA und Jazzmeile Künstler dieses Wochenendes zur finalen Jam Session in der Weimarhalle. Interessierte Musiker, Musikbegeisterte aus Weimar und die musikalischen Gäste der Stadt sind herzlich zum Mitmachen eingeladen!
Dieser Abend wird das Finale der ACHAVA Festspiele Thüringen sein und gleichzeitig die Jazzmeile Thüringen 2019 eröffnen!

Eine Koproduktion der ACHAVA Festspiele Thüringen und der Jazzmeile Thüringen.

 

 

AUSSTELLUNGSPROJEKT
The Matter of Data

Das Projekt The Matter of Data (Prof. Ines Weizman) setzt die Migrationsgeschichte der Architektur der sogenannten Bauhaus Moderne in Beziehung zur Logistik des Exports von Bauteilen und Materialien aus Deutschland nach Palästina in den 1930er Jahren. Exemplarisch wird das Liebling Haus (White City Center) in Tel Aviv durch die Methoden der Dokumentation und digitalen Analyse des Centre for Documentary Architecture (CDA) als Schlüsselstelle zum Verständnis der komplexen Geschichte der Weißen Stadt vorgestellt. Die Ausstellung präsentiert Film- und Archivstudien, Materialanalysen und digitale Bauaufnahmen in einer umfassenden Datenplattform; und präsentiert so Architektur als ein Dokument historischer und politischer Beziehungen.

Ausstellung: 28. September bis 3. November 2019 im Bauhaus-Museum, Klassik-Stiftung Weimar
Informationen dazu hier.