Session II

Session II

Sonnabend, 28. September

11 – 12.30 Uhr

Kritische Gedankengänge
Während der Kritischen Gedankengänge werden die Themenfelder Komplexität gestalten | Moderne Haltungen | Virtuelle Realitäten | Öffentlichkeit und Gemeinschaft | Material-Begegnung | Räume und Resonanzen im Sinne der Spaziergangswissenschaften verhandelt. Das Gehen im Stadtraum und das Aufsuchen authentischer Bauhausorte schaffen eine Verbindung von erworbenem Wissen und körperlicher Erfahrung. Die kritisch-reflexive Annäherung an verschiedenartige historisch wie politisch geprägte Denkräume bestimmen die Inhalte der Gedankengänge.

13.30 – 15.30 Uhr

An authentischen Bauhausorten werden ausgewählte Fragestellungen aus den Themenfeldern  Komplexität gestalten | Moderne Haltungen | Virtuelle Realitäten | Öffentlichkeit und Gemeinschaft | Material-Begegnung | Räume und Resonanzen werden in der Session II bearbeitet. Die inhaltliche Ausrichtung der Fragestellungen nimmt ebenso Bezug zu den Kritischen Gedankengängen wie zu den authentischen Bauhausorten. Ein Wechsel des Themenfeldes im Übergang von den Kritischen Gedankengängen zur Session II ist nicht möglich.

Die Referenten:

I Komplexität Gestalten

Esther Cleven (Kuratorin Bauhausarchiv Berlin): Welche Relevanz spielte die Nutzerperspektive zur Zeit des Bauhauses und spielt sie heute in den Social Design Prozessen wie den Beteiligungsprozessen im Entwurf?

Alexandra Abel (Architekturpsychologin Weimar): Welches Gewicht hat die Entwicklung kommunikativer und sozialer Kompetenzen für den zukünftigen Gesellschaftsgestalter*innen?

II Moderne Haltung

Ulrike Bestgen (Abteilungsleiterin Neues Museum Klassik Stiftung Weimar): Welche historischen Rahmenbedingungen sind relevant, um das Bauhaus in Weimar zur Zeit seiner Entstehung rezipieren zu können und welche Bedeutung nahm die Festkultur am Bauhaus in Weimar ein?

Ursula Rogg (Freie Künstlerin und Kunstvermittlerin Berlin): Re-Konstruktion – Welche Lösungen halten wir für die dauerhaft aktuelle Aufgabe bereit, eine Haltung gegenüber der Welt und der eigenen Person im Sinne der Erfahrung von Eigenmächtigkeit zu entwickeln?

III Virtuelle Realitäten und Verantwortung

Jenny Coogan (Tänzerin Palucca Hochschule für Tanz, Dresden): Welche Entwicklung nimmt der Tanz vor dem Hintergrund der virtuellen Selbstdarstellungspraktiken, einer damit verbundenen neuen Ästhetik sowie ästhetischer Selbsterfahrung. Welche geeigneten Vermittlungsverfahren zur kritischen Reflexion virtueller Realitäten gibt es?

IV Öffentlichkeit und Gemeinschaft

Luise Nerlich (Architektin Bauhaus-Universität Weimar) und Torsten Blume (Choreograf Dessau): Wie können Beteiligte im experimentellen Umgang mit historischen Raumtänzen zu Betroffenen werden und den gestalterischen Prozess in Architektur und Design als einen choreografischen erfahren (live, fehlergebunden, einmalig)?

V Material – Begegnung

Francis Zeischegg (Freie Künstlerin Bauhaus-Universität Weimar) und Gernot Weckherlin (Architekturtheorie Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg): Welche Relevanz hat die Verhandlung von Materialerfahrung in der sozialen Begegnung für die Entwicklung eines gemeinsamen Vokabulars zur Decodierung bzw. Entwicklung zeitgenössischer Form- und Bildsprachen?

VI Räume und Resonanzen

Rolf Niehoff (Kunstpädagoge Düsseldorf): Architektur als Bild deuten – Deutung als Resonanz. Was unterscheidet die Erfahrbarkeit von Raum als Bild oder Resonanz und welche Konsequenzen hat diese Unterscheidung für Bildungsprozesse?

Heike Hanada (Architektin Technische Universität Dortmund): In welcher Weise positioniert sich das neue Bauhausmuseum als Resonanzraum zwischen Bewahrungs- und Beteiligungskultur sowie Bewusstseinsraum gegenüber historischen wie gesellschaftlichen Narrationen?