Session I

Session I

Freitag, 27. September, 15.30 – 17.30 Uhr

Die Themenfelder Komplexität gestalten | Moderne Haltungen | Virtuelle Realitäten | Öffentlichkeit und Gemeinschaft | Material-Begegnung | Räume und Resonanzen werden in neun Angeboten verhandelt. Diese finden an authentischen Orten der Lehre und Forschung der heutigen Bauhaus-Universität Weimar statt. Das projektorientierte, problembasierte und forschungsorientierte Lehren und Forschen bietet den Rahmen für die Auseinandersetzung mit heute relevanten Fragestellungen und fordert zu einem anhaltenden Diskurs über die Angemessenheit der Lehrformate auf. Eine Basis bietet die disziplinübergreifende Zusammenarbeit in den Studienangeboten, die einen Rahmen für die Auseinandersetzung mit den komplexen Fragestellungen unserer Zeit bieten. Zu diesen gehört auch die Frage nach einer zeitgemäßen Bauhausrezeption sowie der Aktualität der Bauhausideen.

Die Referenten:

I Komplexität erfahren

Greenhouse, A&U
Dorett Funcke (Soziologin FU Hagen)
"Menschliche Kommunikation – eine soziologische Konzeption zu menschlicher Interaktion und sozialer Ordnung"
Die Perspektive der Soziologie ist eine, die von vornherein davon ausgeht, dass menschliches Handeln sich rekonstruieren lässt als bestimmt durch Kommunikation. Kommunikation wird dabei gedacht als durch Regeln strukturierte Prozessualität. So ist das, was Menschen tun, wenn sie miteinander kommunizieren, alles andere als zufällig, beliebig oder bloß ‚individuell‘. Vielmehr lässt sich eine Vielzahl an Regeln ausmachen, die, unabhängig wie bewusst den Menschen diese Regeln sind, ihre kommunikative Wechselbeziehung prägen.

II Komplexität gestalten

Metallwerkstatt
Jan Willmann (Designtheoretiker Bauhaus-Universität Weimar)
"Architekten, Künstler, Designer: Erwartungen und Kompetenzen der Gestaltung im Digitalen Zeitalter"
Welche Bildungsinhalte sind notwendig, um der Gefahr einer unzureichend entwickelten Werkstoffethik zukünftiger Gestalter und Entwerfer, resultierend in der Abkopplung des Handwerks durch den Einsatz von Maschinen bzw. digitalen Technologien entgegenzuwirken?

III Moderne Haltung bilden

Kleiner Van-de-Velde-Bau, Raum HP05
Bettina Güldner (Kunstvermittlerin und Kuratorin Berlin)
"Verantwortliche Bildung durch zeitgemäße Rezeptionsprozesse zur Moderne"
Welche Verantwortung tragen wir heute für eine zeitgemäße Bauhausrezeption und die Entwicklung eine moderne Haltung zukünftiger Vermittler*innen, Gestalter*innen, Künstler*innen und Entwerfer*innen?

VI Moderne Haltung befragen

Fotowerkstatt K&G
Torsten Meyer (Kunstdidaktiker, Köln)
"Sachlichkeit Post Internet"

V Virtuelle Realitäten verantworten

Digital Bauhaus Lab Platform
Ursula Damm (Bauhaus-Universität Weimar) und Jörg Brinkmann (Bauhaus-Universität Weimar) "Falscher Körper – echter Raum? oder umgekehrt? Wie die Interaktion in virtuellen Räumen, besonders in Verbindung mit der Vernetzung durch das Internet Momente entstehen lässt, die weit über den klassischen Prozess des Betrachtens hinausgehen.“

VI Öffentlichkeit und Gemeinschaft pflegen

Digital Bauhaus Lab
Ulrike Bestgen (Abteilungsleiterin Neues Museum Klassik Stiftung Weimar)
"Eine zeitgemäße Rezeption des Bauhauses Weimar und seiner Festkultur"
Welche historischen Rahmenbedingungen sind relevant, um das Bauhaus in Weimar zur Zeit seiner Entstehung rezipieren zu können und welche Bedeutung nahm die Festkultur am Bauhaus in Weimar ein?

VII Material begegnen

Holzwerkstatt
Hannes Bäuerle (Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektur/ Gründungsmitglied raumprobe Stuttgart)
"Der Materialbegriff am Bauhaus und heute – Folgen für eine zeitgemäße Bildung"
Wie unterscheidet sich der Materialbegriff des Bauhauses von unserem heutigen (sozial, digital, haptisch, halbfertig, fiktiv, akustisch)?

VIII Räume bilden

Studio für elektroakustische Musik SeaM
Teresa Carrasco (Komponistin Hochschule der Künste Bern) und Robin Minard (Komponist Hochschule für Musik Franz Liszt, Bauhaus-Universität Weimar)
"Das elektroakustische Bauhausorchester – Der Raum als Choreograph"
In welcher Weise dient der Raum als Choreograph elektro-akustischer Kompositionen und welche Bezüge lassen sich zwischen den performativen Räumen des Bauhausorchesters vor 100 Jahren und dem Darstellungsraum des „elektroakustischen Bauhausorchesters“ heute herstellen?

IX Räume und Resonanzen erzeugen

Kleiner Van-de-Velde-Bau, Raum 116
Ronny Schüler (Architekturtheoretiker, Bauhaus-Universität Weimar) und Wolfgang Kissel (Bauhaus-Universität Weimar)

"Bauhaus-Rezeption aus israelischer und deutscher Perspektive – visuelle Räume und Resonanzen"