Salongespräche

Salongespräche

Freitag, 27. September, 18.00 – 20.00 Uhr

Neun Salons laden am Freitagabend zur diskursiven Auseinandersetzung mit ausgewählten Fragestellungen ein, die den Themenfeldern Komplexität gestalten I Moderne Haltungen I Virtuelle Realitäten I Öffentlichkeit und Gemeinschaft I Material-Begegnung I Räume und Resonanzen zuzuordnen sind. Diskursiv verhandelt wird die Aktualität unterschiedlicher künstlerischen, gestalterischer, entwerferischer Positionen sowie die Frage nach der professionellen Begleitung ihrer Entwicklung. Das Format erlaubt das Flanieren durch einen Ausstellungskontext aktueller künstlerischer, gestalterischer, entwerferischer und kunstvermittelnder Arbeiten. Die diskursive Annäherung bietet Raum, sich kontinuierlich dem einen Salon zu widmen oder aber interessengeleitet zwischen den Räumen zu wandern.

Die Referenten:

I Komplexität Gestalten

Simon Frisch (Medienwissenschaftler Bauhaus-Universität Weimar)
"Spaziergang als kritische Praxis der Theoriebildung"
Gedankengang als Spaziergang: eine kritische Praxis der Theoriebildung.

Steffen de Rudder (Architekt Bauhaus-Universität Weimar)
"Mündigkeit in Entwurfsprozessen - Potenziale technischer und planerischer Neuerungen für die Nutzer*innenteilhabe"
Welchen Einfluss können nicht nur technische, sondern auch planerische Neuerungen auf das Nutzerverhalten nehmen und welcher zu entwickelnden Kompetenzen bedarf es unter den Planer*innen und Entwerfer*innen aber auch unter den Nutzer*innen, um tatsächliche Änderungsprozesse einleiten zu können?

II Moderne Haltung

Jesko Fezer (Designer Hochschule für Bildende Künste Hamburg)
"Zum künstlerischen Umgang mit politischen Fragen"
Welchen Handlungsrahmen halten die Bauhausprinzipien: Interdisziplinarität, Theorie-Praxis-Bezug, künstlerische Lösungen für politische und soziale Probleme sowie internationale Mentalität für eine zukunftsweisende Bildung zum Leben und Lernen in interkulturellen Gemeinschaften sowie zur Erfahrung der Selbstwirksamkeit sowie der Pflege des Miteinanders bereit?

Lutz Schäfer 
"Subtile Durchschlagskraft - Die problematischen Folgen der Bauhaus-Ästethik für die Geschmacksbildung von Kulturschaffenden"

Sara Burkhardt (Kunstdidaktikerin Burg Giebichenstein Halle/ Saale)
"Vom Bauhaus zu Burg - and back again"
Welche Vermittlungsformate des Bauhauses zur Professionalisierung von Künstlern, Gestaltern und Entwerfern eignen sich zur Annäherung an aktuelle Themenstellungen durch kritische Dekonstruktion und Transformation in der Kunstpädagogik mit dem Ziel der Entwicklung einer modernen Haltung?

III Virtuelle Realitäten und Verantwortung

Axel Buether (Kunstdidaktiker Bergische Universität Wuppertal)
"Zum Nutzen digitaler Technologien für Umwelt und Gesellschaft - Zwischen Fortschritt und Verantwortung"
Was meint der Begriff Bild im Digitalen? Wann entstehen Bild, Bildhaftes, Betrachter und Körperhaftes? Welche Formen der Interaktion im Sinne einer alternativen ganzheitlichen Medienerfahrungen können eine Bildaneignung als spannendes ästhetisches Phänomen erfahren lassen?

IV Öffentlichkeit und Gemeinschaft

Kai Martin (Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar)
"Fortschritt und Kreativität - Bauhaus-Ideen im Spiegel musikalischer Bildung"
Welche Haltung vermittelte das Bauhaus in Weimar über die Musik seiner Zeit zwischen gesellschaftsöffentlicher Inszenierung und informeller Performance?

V Material – Begegnung

Nikolaus von Kaisenberg (Architekt Alanus-Hochschule Alfter)
"Material, Prozess und Identität"
Welchen Erfahrungskosmos bietet die individuelle Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Materialitäten gegenüber digitalen Materialien (Stofflichkeit, Widerständigkeit, Unbeholfenheit, Missbrauch, unerbittliche Objektivität, Autorität, Virtualität) und welche Besonderheit birgt der soziale Raum als Material zwischen Partizipation, Intervention und neuer Urbanität?

VI Räume und Resonanzen

Sabine Zierold (Architektin Bauhaus-Universität Weimar)
"Mediale Rauminterventionen - Wechselspiel zwischen Virtuellem und Realem am Bauhaus und heute"
Welche Vorstellungen von Raum prägten den Entwurf im Bauhaus und prägen ihn heute und welche Folgen haben diese für die Lehrinhalte und Lehrprogrammatik in der Professionalisierung zukünftiger Architekten und Designer zwischen realen und virtuellen Räumen?

Reithaus im Park an der Ilm
Rolf Niehoff (Kunstpädagoge Düsseldorf)
"Architektur als Bild deuten – Deutung als Resonanz." 
Was unterscheidet die Erfahrbarkeit von Raum als Bild oder Resonanz und welche Konsequenzen hat diese Unterscheidung für Bildungsprozesse?