Modell Berlin-Buch, Foto: Luise Daut, Momoko Yasaka, Maximilian von Zepelin
Modell Berlin-Buch, Foto: Luise Daut, Momoko Yasaka, Maximilian von Zepelin
Erstellt: 04. Juni 2018

Ausstellung »Some Investigations in Collective Form« zeigt Arbeiten in Berlin

Die Ausstellung »Some Investigations in Collective Form« beschäftigt sich mit neuen Wohnformen und Orten für die Gemeinschaft in der Berliner Außenstadt. Sie steht im Zusammenhang mit dem einjährigen Lehrforschungsprojekt »Tokyo Research Project« der Professur Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus-Universität Weimar und reflektiert zuvor formulierte Themen in Vorbereitung einer Reise nach Japan sowie die dort gewonnenen Erkenntnisse.

Die Arbeitsweise im Projekt beruht auf einer engen Verknüpfung von Entwurfs- und Forschungsmethoden, bei der gemeinsame Recherchen, Erinnerungen und Erfahrungen sowie eigene Interpretationen zur Grundlage für individuelle aber untereinander verbundene Projekte werden.

Im Zentrum der Ausstellung befinden sich differenziert ausgearbeitete Modelle aus farbigem Papier, die als polygonale, rechteckige und kreisrunde Schollen Elemente der Peripherie beschreiben. Die Modelle zeigen Landschaftsräume, Infrastrukturen, Siedlungszusammenhänge, in sich geschlossene Objekte wie die Krankenhausanlagen von Ludwig Hoffmann (1852-1932) und offene Areale, in die spezifische und gleichermaßen prototypische Entwürfe Einzug halten.

»Wir haben die Orte und Themen nach gemeinsamen Beratungen und unter Mitwirkung einer Berliner Wohnungsbaugesellschaft und dem Wissenschaftscampus Berlin-Buch entwickelt«, erläutert Verena von Beckerath, Professorin für Entwerfen und Wohnungsbau an der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar, den Ansatz. »Durch diese Herangehensweise ist eine unabhängige und gleichzeitig an der Realität orientierte Projektarbeit entstanden, die an Fragen nach der Wohnung, des Bodens, der Außenstadt und kollektiven Formen des Zusammenlebens anknüpfen möchte«, so von Beckerath weiter. 

Die Ausstellung zeigt Artefakte aus den Entwürfen für Berlin-Buch, Berlin-Pankow und Wünsdorf, darunter großformatige Zeichnungen und Modelle, Collagen und Visualisierungen von Innenräumen und steht im Dialog mit fotografischen Arbeiten des Berliner Fotografen Andrew Alberts. Sie wurde gefördert durch den Kreativfonds der Bauhaus-Universität Weimar.

Eckdaten der Ausstellung

»Some Investigations in Collective Form«
9. bis 30. Juni 2018
Architektur Galerie Berlin
Karl-Marx-Allee 96
10243 Berlin

Dienstag bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Samstag 12 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung
Eintritt frei

Eröffnung: 8. Juni 2018, 19.00 Uhr

 

Am »Tokyo Research Project« beteiligte Lehrende: Verena von Beckerath, Niklas Fanelsa

Gastbeiträge im »Tokyo Research Project« : Andrew Alberts, Helena Capkova, Yuri Fujii, Anne Groß, Tim Heide, Kumiko Inui, Torben Kiepke, Chie Konno, Michael Kraus, Elli Mosayebi, Toshiharu Naka, Kazuyo Sejima, Yoshiharu Tsukamoto, Mio Tsuneyama, Katsutoshi Yamaguchi, Aiko Yamamoto, Taishi Watanabe, Ines Weizman u. A.

Teilnehmende Studierende am »Tokyo Research Project«: Simon Bohnet, Jonathan Brügmann, Luise Daut, Robert Elert, Louisa Hainich, Philippa König, Meir Luger, Julia Pfeiffer, Nora Prahm, Vera Reimann, Lea Marthe Schlenz, Louis Thomet, Jakob Tuszynski, Momoko Yasaka, Maximilian von Zepelin, Samuel Zeyse