> ABOUT

projekt MX.BOX

FACHKURS METamorphadelic

fachkurs VJ

fachkurs MEDIEN IM RAUM

projekt beyond PAL

PROJEKT out of the box

bildbauspiel

projekt vj

vj weblog

mxwendler

links


contact :
DI Stefan Kraus
vj@uni-weimar.de

 

 

vj @ bauhaus universität weimar
live video, vjing, digital scenography, experimental tv

VJ@Bauhaus Universität-Weimar

Seit dem VJ Projekt im sommersemester 2003
hat es eine Reihe von Live Video bezogenen Projekten an der Fakultät Gestaltung im Studiengang Produktdesign gegeben. Auf dieser Seite sollen diese Projekte in einem Zusammenhang präsentiert werden. Dabei ist der Begriff VJ eigentlich nur der Aufhänger, denn das eigentliche Anliegen ist die Erforschung und Anwendung von Live (Audio)Video als technisch-künstlerisches Werkzeug.

Live Video bedeutet für uns die Maximierung des spontanen Einflußes auf das (Video)Bild und darüberhinaus den Raum in dem das Bild aufgeführt wird. Die wichtigste Maxime für uns ist :

Video ist nicht Film.

Das Wesen des Mediums Video ist nicht nur die Dokumentation und Aufzeichnung von „Wirklichkeit“ oder eine Billigvariante des technisch aufwändigeren Films zu sein.
Wir sehen seine Bedeutung vor allem in der Gleichzeitigkeit.



Diese Installation von Nam June Paik illustriert hervorragend die „Natur“ von Video.
In einer Frequenz von 25 Bildern pro Sekunde ( PAL ) und 50 Halbbildern pro Sekunde
ergibt sich die Möglichkeit eines Kurzschlusses zwischen Wirklichkeit und Abbildung die sich beide in einer gerasterten ( 50Hz, 720x576 Pixel ) Gleichzeitigkeit wiederfinden.

Club Visuals, wie sie allgemein mittlerweile mit dem Begriff VJ verbunden werden
sind nur einer von vielen Indikatoren für die Entstehung einer Kultur des Video“spielens“,
die sich durch den technischen Fortschritt aber auch allgemeine kulturelle Evolution in letzter Zeit immer weiter entwickelt.

Medienproduktion wird immer schneller und nähert sich fast schon dem Theater an.
Medienkünstler erproben Mithilfe von Sensoren und Microkontrollern neue Interfaces
die den ganzen Körper in Anspruch nehmen und sich plötzlich in nächster Nähe zum Tanztheater befinden. Fußballspiele und Formel Eins Rennen liefern erlesene Beispiele für die Hohe Kunst der Live Regie, den ernsthafteren Onkel des Vjs.

Im Theater, das sich mehr schlecht als Recht mit dem Thema Video abmüht wird Live Video essentiell, denn Theater wird bei Proben gemacht, und arbeitet spontan.
Der klassische Video Arbeitsprozess : Anderungwünsche aufschreiben, an die Workstation gehen, Änderungen vornehmen, alles wieder Rendern, auf DVD brennen , hintragen und feststellen, daß sich zwischenzeitlich alles geändert hat kann nur halbgare Ergebnisse hervorbringen. Je mehr Handlungsmöglichkeiten der Videokünstler live, während der Probe hat, deren Ergebnisse sofort ausprobiert und bewertet werden können, desto fruchtbarer läßt sich die Zusamenarbeit gestalten. Nicht zuletzt gewinnt Theater beim Timing und das kann und darf bei jeder Vorstellung anders sein. Live Video kann ganz subtil im Zusammenspiel mit den anderen Aktueren reagieren und improvisieren.

Schnittstellen sind in diesem Zusammenhang ganz wesentlich, den sie erlauben oder verbieten den „spielerischen“ Umgang mit den technsichen Geräten die nach Ihren eigenen gesetzen funktionieren. Ist es wirklich das einfachst Mögliche, das Verständlichste, der KGN der angestrebt werden sollte, oder ermöglicht erst anfangs unübersichtliche Komplexität Virtuosität ?
Das Piano wurde nicht erfunden um ein leichter zu bedienendes Instrument zu bauen,
sondern um komplexeren Ausdruck zu ermöglichen.

Unser Anliegen ist es mit diesen Projekten den künstlerisch-performativen Aspekt von Live Video in all diesen Bereichen zu fördern und zu fordern.