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Im Herbst 1996 traten Produktdesigner der Bauhaus-Universität mit
einem vielversprechenden Projektvorschlag an die Leitung der Weimar 1999
Kulturstadt Europas GmbH heran: Laßt uns das "klassische" Souvenir-Angebot durch eine phantasievolle Kollektion ergänzen, von Studentinnen und Studenten der Fakultät Gestaltung entworfen, in Kooperation mit regionalen Betrieben entwickelt und gemeinsam mit der Kulturstadt GmbH vermarktet. Auf der Suche nach regionalen Ressourcen beginnen unsere Expeditionen zu unterschiedlichsten Betrieben Thüringens: von Bäckern zu Buchbindern, von optischen und keramischen Fabriken zur Pralinenmanufaktur, von Glasapparatebauern zu Drechslern und von Hutmachern zu Messerschmieden. |
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Ein Symposion bringt internationale Experten an die Hochschule, die uns
über Wunderkammern und Souvenirjäger, Tourismusforschung
und Andenkenindustrie, Mechandising und Versandwesen, Geschichte, Situation und
Zukunft des Thüringer Handwerks Auskunft geben. Gemeinsame
Spaziergänge durch Weimars allgegenwärtige Geschichte bieten
Zündstoff für erste Souvenir-Ideen. Unter der Leitung internationaler Designer, von der Bauhaus-Universität eingeladen, starten dann im Sommer 1997 die Workshops in den Werkstätten, Backstuben und Labors der ausgewählten Betriebe. Mit den dortigen Materialien, Techniken und Produkten wird begleitet von fachkundiger Hilfe vor Ort spekuliert, experimentiert und erprobt. Zahllose Stehgreifentwürfe, hartnäckige Evergreens und geniale Lichtblitze reifen in Detailarbeit zu Modellen und Prototypen. |
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Auf dem Weg von der Idee zum Produkt muß der Entwurf in vielen Phasen
der Entwicklung seine Qualität und Anziehungskraft entfalten und behaupten, um
als Souvenir erfolgreich zu werden. Material und Technologie, Stückzahlen und Preis, Organisation, Kommunikation und Vermarktung müssen stimmig miteinander verknüpft werden für eine Kollektion, die sich nicht durch einen formalen Stil, sondern über ihr gemeinsames Konzept versteht. Die Liste der Teilnehmer an diesem Projekt ist lang. Sie studieren Produktdesign oder Visuelle Kommunikation in Weimar, andere in Milano, Barcelona, London, Reims, Amiens. Einige haben nur mal kurz reingeschaut, andere betreiben das Projekt über mehrere Semester. Ihre gemeinsame Erfahrung mit der Verknüpfung von Experiment und professioneller Umsetzung soll ihnen den Mut und das Zeug für die weitere gestalterische Arbeit und die nötigen Strategien geben. Der dringende Schritt ist gemacht: ein Start vielfältiger Aktivitäten und Vernetzungen zwischen Hochschule und Betrieben, zwischen Studierenden und Profis, zwischen Idee und Markt. |
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