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Am 8. März hat die Jury unter Vorsitz von Rektor Prof. Dr. Gerd Zimmermann über die Gewinner des studentischen Wettbewerbs „Rennsteigrasten“ entschieden.

Die Aufgabe bestand in einem Konzept für eine einzigartige Raststätte an der A 71, die gleichzeitig Informations- und Dokumentationszentrum bieten soll. Dabei konnte die Jury über eine erstaunliche Vielfalt von Lösungen diskutieren und vergab nach ausführlicher Beratung gleich zwei 1. Preise.

Der eine Siegerentwurf von Johannes Schäfer und Johann Simon thematisiert mit einem einzigen aufragenden, würfelartigen und robusten Bau das Fehlen von Orten am Rand der Autobahn. In seiner Innenwelt bietet das Bauwerk genau jenes »Heimatgefühl«, was der Autofahrer bei seiner Fahrt vermissen mag. In labyrinthischer Weise verweben sich hier Ausstellungsräume mit den Angeboten der Raststätte.


1. Preis Johannes Schäfer und Johann Simon

Die andere Siegerarbeit von Anika Arndt und Vanessa Chacón Jo setzt einen Akzent, der dazu nicht gegensätzlicher sein könnte. Ihre kristallartig geformten Gebäudeteilen liegen quer zur Autobahn und verbinden so die beiden Parkplatzseiten. Unterirdisch verbunden wirkt das Gebäude als begehbare Skulptur. Es kombiniert dosierte Ausblicke auf Straße und Landschaft mit Bildschirmwänden und verschmilzt die Ausstellung mit Architektur und Umwelt.


1. Preis Anika Arndt und Vanessa Chacón Jo

Der zweite Preis von Aline Amore und Julia Teiwes stellt ein gläsernes, wandähnliches Gebäude quer zur Straße, um aus der Ferne tags und nachts höchst unterschiedliche Signale zu setzen.


2. Preis: Aline Amore und Julia Teiwes

Nicht nur dieser Entwurf spielt mit dem Erlebnis, die neue Raststätte mit ihrem Informationszentrum regelrecht zu durchfahren. Die Jury konnte in der Abschlussveranstaltung deutlich machen, dass die Signalidee einer Raststätte an der Straße bei einigen Vorschlägen der Studierenden eine wesentliche Rolle gespielt hat. Abgesehen von den Gebäuden wurden in allen Beiträgen Vorschläge für die Ausstellungsgestaltung zum Thema ‚Autobahn’ gemacht. Hier machte sich besonders die Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten Architektur und Gestaltung bemerkbar. So wurden in jeder Arbeit Aussagen zu Präsentationsformen, manchmal bis zur Vitrine, getroffen. Besondere Faszination galt in vielen Arbeiten der Verschränkung medialer Angebote mit einer dafür entwickelten Architektur.

Einen Anerkennungspreis erhielt ein ungewöhnliches, aber bemerkenswertes Projekt von Stefan Farnetani und Florian Monka, das die Ausstellungsidee vom Ort der Raststätte entkoppelte und als Informationssystem über hunderte von Kilometern entlang der Autobahn vorschlug. An Gedanken wie diesem wurde offensichtlich, wie die teilweise radikalen Interpretationen der Studierenden wirklich neue Aspekte zu einer Bauaufgabe erschließen konnten, die in dieser Kombination noch ohne Beispiel ist.


Anerkennung: Stefan Farnetani und Florian Monka

Der Ideenwettbewerb „Rennsteigrasten“ war im Oktober 2005 gemeinsam vom Thüringer Bauministerium und der Bauhaus-Universität Weimar ausgelobt worden. Er soll mit einer gleichzeitig erarbeiteten Machbarkeitsstudie konkrete Empfehlungen für den Bau der Raststätte Geraberg an der wichtigsten Nord-Südroute des Landes geben. Erstmals arbeiteten Ministerium und Universität in dieser Art zusammen. Das Bauministerium erhoffte sich aus dem studentischen Wettbewerb Anregungen und ungewöhnliche Denkanstöße. Er war bewusst interfakultativ ausgeschrieben, da die Aufgabenstellung in der Bauhaus-Universität fachlich sowohl auf Architekten als auch auf Gestalter trifft. Prof. Dr. Jörg Gleiter, Vertretungsprofessor in der Professur Entwerfen und Architekturtheorie, sowie Prof. Wolfgang Sattler im Studiengang Produktdesign betreuten die Studenten.


Engere Wahl: Bastian Sevilgen und Philip Böhm


Engere Wahl: Caroline Stieghorst und Stephan Niewolik


Engere Wahl: Jan Gaun


Engere Wahl: Lisa Dinges und Johannes Kettler


Engere Wahl: Philipp Luy und Holger Pausch

03. März 06 ABSCHLUSS DES WETTBEWERBS_DAS JURYOPODIUM

Um die Diskussion des Tages zu resümieren laden die Bauhaus-Universität Weimar und der Auslober am Abend des Jurytages zu einem Podiumsgespräch ein. Thema dieser Runde wird nicht nur der Kommentar zu den Wettbewerbs-ergebnissen sein sondern generell die Fragestellung des Auftritts und der Präsentationsform an einem der in Zukunft meist frequentierten Orte Thüringens betreffen.

Podiumsgespräch zum Wettbewerb ‚Rennsteigrasten’: 
Mittwoch, 8. März, 19.00 Uhr, Oberlichtsaal, Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar. (Geschw.-Scholl-Str. 7)

DIE JURY

Vorsitz: Prof. Dr. Gerd Zimmermann, Rektor der Bauhaus-Universität Weimar

Peter Schreyer, Leiter Advanced Design der Volkswagen AG

Magnus Weightman, dollab architects, Rotterdam

Lennart Wiechell, Büro GRAFT, Architekten, Los Angeles, Berlin

Prof. Dr. phil. Lambert Wiesing, Prof. für Bildtheorie und Ästhetik, Universität Jena

Dr. Axel Doßmann, Historiker, Jena, Berlin

Lutz Klaus, Dipl. Ing., Thüringer Ministerium für Bau und Verkehr, Erfurt

Walter Schmidtmann, Dipl. Ing., »Förderverein Informationszentrum Thüringer Waldautobahn e.V.«

31. Januar 06 Wettbewerbsinformation

Der Wettbewerb Rennsteigrasten wird nach den Schlusskritiken am 14,/15. Februar 2006 abgeschlossen sein. Die Pläne sind am 23. Februar 2006 bis 18.00 Uhr anonymisiert und nachvollziehbar gekennzeichnet in Mappen/Rollen im Arbeitsraum, Kubus abzugeben. Das schließt die Abgabe des Einsatzmodells Maßstab 1 : 500 ein. Sendungen digitaler Unterlagen nehmen an der Wertung nicht teil.

WETTBEWERBSLEISTUNGEN

Es bleibt der ausgegebene Arbeitsumfang der Aufgabenstellung bindend.

Zusätzlich sind gefordert:
__Angabe eines selbst gewählten Grundstücks
(Umriss, Flächenlinie o.ä.) für das Projekt im Lageplan 1 : 1.000
__Visualisierung des Ausstellungskonzeptes
(Perspektive, Modellstudie etc.)
__Das Abgabeformat der Arbeiten muss innerhalb eines Projekts ein einheitliches Format haben. Das Einzelprojekt sollte jedoch nicht mehr als 3 Tafeln A0/quer pro Arbeit umfassen.

Als Teil der Wettbewerbsleistungen sind außerdem folgende Leistungen in zweifacher Ausführung gefordert:

1__ Erläuterungsbericht zur Gebäudeidee und zum Programm des Informationszentrums nach den beurteilungsrelevanten Stichpunkten als Schriftfassung unabhängig von ebenfalls niedergelegten Konzeptgedanken der Planpräsentation (max. 2 Seiten A 4)
2__Datenblatt mit Kennziffern zum Entwurf (Formblatt)
3__Formloses Verzeichnis der eingereichten Unterlagen.
4__Verfassererklärung (Angabe der Autorenschaft) in einem anonymisierten Umschlag.

ABSCHLUSS DES WETTBEWERBS_DAS JURYOPODIUM

Der Auslober teilt den Teilnehmern das Ergebnis des Wettbewerbs unter dem Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung am 08.03.2006, 19.00 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Abschlusspodiums mit. Die Veranstaltung findet im Oberlichtsaal des Hauptgebäudes der Bauhaus-Universität Weimar (Geschw.-Scholl-Str. 7) statt. Die Ergebnisse werden am folgenden Tag in der Professur Entwerfen und Architekturtheorie sowie im Studiengang Produktdesign ausgehängt.

Einsprüche gegen die vom Preisgericht beschlossene Rangfolge sind nicht möglich. Wenn nicht anders vermerkt gelten die Bedingungen der Ausschreibung.

PREISE

Die Preissumme beträgt ca. 2.500 EUR
Dem Preisgericht bleibt bei einstimmigem Beschluss eine andere Verteilung der Wettbewerbspreissumme vorbehalten.

ABGABEMODUS

Für den Fall einer postalischen Übergabe gelten die o.g. Zeitpunkte
für den Eingang (nicht für den Ausgang !) der Sendung.
Die Postadresse ist:
Bauhaus-Universität Weimar
Professur Entwerfen und Architekturtheorie
‚Wettbewerb Rennsteigrasten’
Geschwister-Scholl-Str. 8
99423 Weimar

Bei Versand: Die Zeichnungen sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigem Hinweis auf den Verfasser mit dem Vermerk ‚Wettbewerb Rennsteigrasten’ einzureichen. Bei der Zustellung per Post / Paketdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben.

KENNZEICHNUNG

Alle Wettbewerbsarbeiten, auch alle Schriftstücke, Umschläge, Rollen, Kisten sind mit einer 6-stelligen Kennziffer (Maß 60 x 10 mm) zu anonymisieren.

Das Datenblatt mit Kennziffern und die Verfassererklärung sind verfügbar als .pdf im Dokumentenbereich (downloads) der Netzseite: www.uni-weimar.de/rennsteigrasten.

Pressemitteilung des Thüringer Ministeriums für Bau und Verkehr zum Wettbewerb:

http://www.thueringen.de/de/tmbv/presse/pm/19500/uindex.html

17. Dezember 05 In einer ersten Idee zu einem 'Bundesautobahnmuseum' wurden schon 2003 ein Konzept vorgestellt, das seinen Schwerpunkt in der Bautechnik und dem Betrieb von Autobahnen hatte. Es steht hier zum downloaden bereit.
Quelle: H. Woger: BundesautobahnMuseum. ARCTRIC-Arena Geraberg, Konzeptpapier des Initiativkreises Bundesautobahnmuseum

7. Dezember 05 Neue wie erweiterte Unterlagen zum Wettbewerb sind unter hier zum Download bereitgestellt.

6.Dezember 05 Nach einem Gespräch im Landesamt für Straßenbau, Abt. Autobahn, Erfurt haben sich die folgenden vier Ergänzungen zum Bauen an Autobahnen ergeben.

___NAME UND ORT Die Raststätte wird später mit dem offiziellen Namen ‚Thüringer Wald’ tragen. Nach Süden wird es auf Thüringer Boden keine weitere Raststätte geben. Nach Norden wird die nächste Raststätte hinter dem Erfurter Kreuz erwartet.

___BAUREGELN Für jegliche Bebauung, Pfeiler, Stützen etc., die sich den Fahrbahnen nähert, ist ein seitlicher Mindestabstand von 2,0 m zur Fahrbahn zu berücksichtigen. Für Bauteile in diesem Bereich ist die Anprallsicherheit in Form einer Betongleitwand für den Fall eines schweren Aufpralls in Höhe des Lichtraumprofils (4,70 m ü. OK Fahrbahn) zu gewährleisten. 5,0 m ü. OK Fahrbahn sind als lichte Abstandshöhe zwischen Oberkante Straßenbelag und Unterkante von Überbauungen einzuhalten.

___AUSSENBEZUG Eine Fußwegverbindung mit einem Umweg unter der Autobahnbrücke der zahmen Gera hindurch ist als Angebot möglich.

___WERBETRÄGER_Im Zuge der Autobahn ist nur im Rahmen der RWBA (Richtlinie Wegweisende Beschilderung an Autobahnen) ein Hinweis auf die Raststätte möglich." Das sind die genormten blauen Schilder mit Logos und Schrift in Weiß.

5. November 2005 Raumprogramm in korrigierter Form zum Download mit rechter Maustaste

10. November 2005: Neuer Weblog

1. Rückfragenkolloquium 26. Oktober 2005
THEMEN UND ERGEBNISSE

__WEBSITE Die Pläne im Adobe Illustrator-Format (.ai) sind durch funktionsfähige Dateien ersetzt worden (download mit rechter Maustaste).

___TANKSTELLE Die nachzuweisende Tankstelle nach Muster ist als Anlage mit je vier parallelen Tankinseln in beiden Fahrtrichtungen festgelegt. Die Straßengeometrie und die Standorte der Tankinseln sind im ausgegebenen Lageplan ablesbar. Es wird empfohlen, die Tankstelle in ihrer Straßengeometrie zu übernehmen. In ihrer architektonischen Ausführung (Kasse,Verkauf, Büro etc.) sollte sie jedoch ins Entwurfskonzept integriert werden.

___PARKPLÄTZE Die allgemeine Verteilung der Parkplätze ist durch die bestehende Anlage bereits festgelegt. Hieraus resultiert auch der amtsseitig gewünschte Standort der Raststätte. Ergeben sich entwurfsbedingte Veränderungsabsichten im Lageplan, im Außenraum oder in der Verkehrsführung, so sollten diese unbedingt gängigen Straßenbauregeln entsprechen (siehe: z.B. Schneider-Bautabellen oder Neufert). Ebenso muss sich eine Veränderung der bereits ausgewiesenen Anlage in ihrem Aufwand konzeptionell begründen lassen. Die gegebene Anzahl von Parkplätzen sollte in jedem Fall eingehalten werden.

___TOPOGRAFIE Im Sinn einer landschaftlichen Einbindung ist die gegebene Topografie als Resultat von Überschüttungen zu beurteilen. Überlegungen zur ursprünglichen Geländeformation erweitern möglicherweise die Gestaltungsmöglichkeiten des Entwurfs.

___ZWEISEITIGKEIT Nach der Begehung des Geländes ist noch mal klar geworden, dass sich die beiden Seiten der Parkplätze zwar in ihrer Funktionalität und Größenauslegung gleichen, der vorgesehene Ort für die Raststätte mit Informationszentrum jedoch landschaftsplanerisch von der Autobahn abgeschottet ist. Ideen zur Verknüpfung der beiden Seiten können überlegt werden, immer jedoch auf ihre Angemessenheit befragt werden (z.B. Untergrabung). Zur genaueren Gesetzeslage eventueller An-, Über- oder Unterbauungen wird in der 45. Kalenderwoche eine Mitteilung in der News-Platform der Netzseite gemacht.

___LUFTPHOTO Ein maßstäbliches Luftphoto des Grundstücks im Maßstab 1 : 12.500 ist ebenfalls ab der 45. Kalenderwoche als ausdruckbare Datei verfügbar. Ausgabe über die Lehrstühle.

___OBJEKTLISTE Eine Objektliste des bestehenden Infozentrums in Oberhof ist jetzt im dowload-Bereich verfügbar. Die Liste beschreibt nur einen Grundstock an Gegenständen für eine zukünftige Ausstellung aus Modellen und technischen Details. Einem neuen Ausstellungskonzept folgend ist das Objektangebot erweitert anzunehmen.

___RÜCKFRAGEN Es wird auf das zweite angebotene Rückfragenkolloquium am 20.12.2005 verwiesen und ferner auf die Möglichkeit, Fragen zum Wettbewerb an DI Ulrich Wieler ulrich.wieler@archit.uni-weimar.de und DI Gregor Sauer gregor.sauer@gestaltung.uni-weimar.de.

02.November 2005: Neue Möglichkeit zum downloaden der Pläne

26. Oktober 2005, 10 Uhr: 1. Rückfragenkolloquium, im VDV Materialarchiv R 126

22. Oktober 2005: Linkliste online unter Download

19.Oktober 2005,
12:00 Uhr: Abfahrt der Busse vor dem VDV, (bitte vorher bei Dipl. Ing. Gregor Sauer im VDV R 125 anmelden)

13:30 Uhr: Treffen an der Autobahnleitzentrale an der Abfahrt Oberhof.

Programm:
Besuch der Leitzentrale
Besichtigung des Rennsteigtunnels
Besichtigung des Brückenkastens der Brücke über die "Wilde Gera"
Besichtigung des Standortes der Tank|Rast|Info Anlage
Ende der Veranstaltung ca. 17:00 Uhr

13.Oktober 2005, 9:00 Uhr: Einführungsveranstaltung des Lehrstuhls Architekturtheorie und Entwerfen im Kubus 2.OG

10. Oktober 2005, 14 Uhr: Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen und
Einführungsveranstaltung an der Professur Produktdesign, VdV,
Raum 105

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29. März 2006 BILDER DES WETTBEWERBS

Folgender Link hält das Protokoll (pdf.) der Jurysitzung vom 8. März 2006 zum downloaden bereit.

19. März 2006 BILDER DES WETTBEWERBS

Unter folgendem Link stehen die gesamten Bilder (7 MB) als zip. gepackt (Auflösung 300 dpi) zum Download bereit. Ein integriertes pdf. zeigt eine Übersicht sowie die Namen der Entwerfer. Bilder: Ricarda Porzelt

Folgend sind die Bilder zur Ansicht aufgeführt. Ein Klick auf ein Bild zeigt die Vegrößerung.

1. Preis Johannes Schäfer und Johann Simon
1. Preis Anika Arndt und Vanessa Chacón Jo
2. Preis: Aline Amore und Julia Teiwes
Anerkennung: Stefan Farnetani und Florian Monka
Engere Wahl: Bastian Sevilgen und Philip Böhm
Engere Wahl: Caroline Stieghorst und Stephan Niewolik
Engere Wahl: Jan Gaun
Engere Wahl: Lisa Dinges und Johannes Kettler
Engere Wahl: Philipp Luy und Holger Pausch