Initiative für Raum und Resilienz

Resilienz

Zur Aktualität des Themas Resilienz 

Die Entwicklung -oder besser -der Umbau der Städte und Regionen zu klimagerechten Gemeinwesen stellt eine der zentralen Aufgaben für die Gesellschaft im 21. Jahrhundert dar. Die Entwicklung (der Umbau) zu einer klimagerechten Stadt basiert auf drei Säulen: Der Anpassung an die Klimafolgen (Adaption), der präventiven Emissions-Minderung (Mitigation) und der robusten Vorbeugung (Resilienz).

Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels durch Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen (Mitigation) und Maßnahmen zur Anpassung an die bereits eingetretenen Folgen des Klimawandels (Adaption) sollten also verknüpft werden durch diese weitere Komponente: die Resilienz. Dabei handelt es sich um vorausschauende Maßnahmen, welche städtebauliche, infrastrukturelle oder landschaftlich-ökologische Robustheit beinhalten und somit die Verletzlichkeit durch Klima-und andere Auswirkungen auf diese Systeme vor Ort minimieren. Dies bedeutet, heute Maßnahmen zu ergreifen, die die Krisenfestigkeit von Städten, Gemeinden, ländlichen Räumen und Wirtschaftsgebieten vorbeugend erhöhen und nicht nur reagierend den Folgen des Klimawandels nachgehen. Dazu zählen natürlich auch andere Maßnahmen(finanzpolitischer, sozialer, kultureller oder rechtlicher Art), die gesondert zu betrachten wären. Mit dem BauGB könnte dieser Gesichtspunkt der Resilienz, der international bereits ein hohes Maß an Akzeptanz gefunden hat, Einzug halten in die kommunale Planungspraxis. Deutschland wäre auch in dieser Hinsicht ein Vorreiter.

Resilienz eröffnet den Kommunen, Regionen und Institutionen die Möglichkeit, Maßnahmen in ihrem Zuständigkeitsbereich zu ergreifen, die vorausschauend Ressourcen sichern, Infrastrukturen vorhalten und Baustrukturen bewahren bzw. schaffen, die „unverwüstlich“ sind und die zukünftige städtische und regionale Entwicklung trotz Klimafolgen gewährleisten. Damit würden die Maßnahmen zur übergreifenden Bekämpfung des Klimawandels (u.a. Wärmedämmung) und der Anpassung an die Folgen von Klimaveränderungen durch eine notwendige Komponente der vorbeugenden Gewährleistung wirtschaftlicher, sozialer, ökologischer und kultureller Lebensfähigkeit der Städte und Gemeinden erweitert werden. Resilienz bündelt unmittelbare Daseinsvorsorge mit langfristiger Robustheit gegenüber Entwicklungen, die erst längerfristig wirksam werden, aber heute unbedingt eingeleitet werden müssen. Damit können langfristig gesehen erhebliche Kosten der Nachsorge gespart werden. Zusätzliche Aufwendungen sind eher nicht zu erwarten; es ist vielmehr eine Frage der planerischen Ausrichtung von stadtregionaler Politik.