Aktuelle Veranstaltungen der Professur Medien-Ereignisse im Studiengang Mediengestaltung

Es gibt viele spannende Filmtermine in den nächsten drei Tagen! Neben der Medienrolle 2008 werden zahlreiche preisgekrönte und ausgezeichnete Abschlussfilme gezeigt. Außerdem ist am heutigen Abend, nach dem Diplomfilm von Wolfgang Bauer “Nebenan” auch das Making of zum Kinofilm Feuerherz in der Bauhausstrasse 15 zu sehen. Schon am Samstag kann man die Premiere der DVD “Drehort: Weimar” erleben, die in Zusammenarbeit des Alumni-Büros und des Bauhaus Film-Instituts entstanden ist. Auch das Trickfilmstudio stellt Arbeitsergebnisse vor. Es lohnt sich also dauernd, in der Bauhausstrasse 15 und auch im Medienhaus in der Steubenstrasse vorbei zu schauen.

Die Veranstaltungen der Professur Medien-Ereignisse im Studiengang Mediengestaltung
10. – 13. Juli 2008
Jahresausstellung der Fakultät Medien
www.uni-weimar.de/mediengang
www.uni-weimar.de/bfi

Filmprogramm Steubenstraße
Kinoraum im Medienhaus, Steubenstraße 6a (MH)
Audimax in der Universitätsbibliothek, Steubenstraße 6a (UB)
Nominiert für den Preis der Mediengestaltung (1)
Abschlussarbeiten, die mit “ausgezeichnet” und “sehr gut” bewerten wurden (2)

Filmprogramm Steubenstrasse
Kinoraum im Medienhaus, Steubenstraße 6a (MH)

12 Juli 08, Samstag

12:00
Canto y Danza
Dokumentarfilm von Hannah Leonie Prinzler, 75 Min. (MH) (1)
Ligia Luna und Tatiana Miranda gehören zu der Generation junger Nicaraguaner, die nach der sandinistischen Revolution in den 80er Jahren zum Studium ins sozialistische Ausland geschickt wurden. Doch während ihres Kunststudiums in Europa zerfällt nicht nur der Ostblock, auch in Nicaragua sind bei ihrer Rückkehr zu Beginn der 90er Jahre alle revolutionären Hoffnungen gescheitert. Tatiana lebt deshalb heute als Sängerin in Berlin – Ligia dagegen möchte Nicaragua trotz der Schwierigkeiten, die sie als Tänzerin hat, nicht verlassen. Der Film ist eine Annäherung an zwei starke und außergewöhnliche Frauen, die diesseits und jenseits des Atlantiks einen selbst bestimmten Weg gehen. Mit dem Gesang und Tanz der beiden Protagonistinnen, mit Alltagsbeobachtungen und Archivmaterial erzählt er – mal in heiteren und dann wieder in leisen Tönen – von verlorenen Träumen, dem Leben in der Fremde und der Sehnsucht nach einem Land, das so niemals existierte.

14:00
Wassilys Feld
Dokumentarfilm von Hendrik Löbbert, 43 Min. (MH) (1)
1969 filmte ein sowjetisches Dokumentarfilmteam den jungen Wassily dabei, wie er ein Soldat der Sowjetarmee wurde. Seine erste Liebe Julia fand er nach der Rückkehr in sein moldauisches Heimatdorf mit einem anderen Mann verheiratet. Fast 40 Jahre später wird der Rückblick auf sein Leben zu einer Chronik des Wandels und der Wiederkehr. Der Acker, den Wassily sein Leben lang gepflügt hat, bringt auch heute noch die Früchte hervor, die ihn und sein Dorf ernähren. Die Wiederaufführung des Films von damals und eine Hochzeit in der Familie zeigen in verschiedene Richtungen der Geschichte und zeugen doch beide vom Streben, die Einsamkeit zu überwinden.

15:00
Fallen gelassen
Kurzfilm von Max Baberg, 30 Min. (MH) (1)
Der animierte Kurzfilm „Fallen Gelassen“ handelt von einem kleinen Mädchen namens Anna, welche durch ihren Gegenspieler Lars aber auch durch ihre widrige Umwelt und soziale Herkunft in einen Abwärts-Strudel gerät, aus welchem es kein Entrinnen zu geben scheint. Ein sozialkritischer Film welcher die Chancenlosigkeit vieler junger Menschen in diesem Land metaphorisch thematisiert.

15:30
Dentissimo
Kurzfilm von Maurice Hüsni, 10 Min. (MH) (1)
Markus liebt Kuchen! Doch die Freude über seinen selbstgebackenen Kirschkuchen ist nicht lang von Dauer. Kaum hat er von dem ersten Stück gekostet, durchdringt ihn ein unerträglicher Schmerz. Nach schlafloser Nacht wird Markus am nächsten Morgen mit einem seltsamen Phänomen konfrontiert: Alle Alltagsgeräusche, die er von sich gibt, wiederholen sich rhythmisch und vereinen sich zu einem grandiosem Geräuschkonzert. Hilflos beschließt Markus, einen Arzt aufzusuchen – doch der Weg durch die Stadt stellt sich als äußerst schwierig heraus.

17:00
Tipp: Preis der Mediengestaltung 2008 im Foyer der Bibliothek
In diesem Jahr werden erstmals die besten Abschlussarbeiten aus der Mediengestaltung für den „Preis der Mediengestaltung“ nominiert. Eine Fachjury prämiert die studentischen PreisträgerInnen aus den Disziplinen Gestaltung medialer Umgebungen, Interface Design, Experimentelles Radio, Moden & öffentliche Erscheinungsbilder, Elektroakustische Komposition und Klanggestaltung, Medien-Ereignisse und Experimentelle Television.
Jury: Dr. Klaus Nicolai (Kurator), Prof. Monika Fleischmann (Designerin und Künstlerin), Peter Zorn (Künstler und Kurator), Prof. Ursula Damm (Künstlerin, Professorin für Gestaltung medialer Umgebungen), Prof. Wolfgang Kissel (Professur Medien-Ereignisse, Bauhaus-Universität Weimar)

22:00
Medienrolle 2008 im Audimax
Das Programm wird kuratiert von der Professur Medien-Ereignisse unter Leitung von Prof. Wolfgang Kissel, Bauhaus Film-Institut.
Mit der Medienrolle 2008 wird zum 5. Mal in Folge eine Auswahl von Film- und Videoarbeiten der Fakultät Medien an einem Sommerabend vorgestellt. Die Beiträge präsentieren die Vielfalt, Interdisziplinarität und Kreativität des Studiengangs Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar.

Kinoraum im Medienhaus, Steubenstraße 6a (MH)

13. Juli 08, Sonntag

16:00
Die Gabe
Kurzspielfilm von Deniss Kacs, 25 Min. (MH) (2)
Ju, eine Cellistin aus China, studiert an einer deutschen Musikhochschule. Ihr Alltag besteht aus Musikunterricht, Üben und einem Job als Küchenhilfe in einem Schnellimbiss. Außer zu ihrem Professor hat sie kaum Kontakte in der Stadt. Eines Tages eröffnet ihr der Professor, dass er einem Ruf aus Amerika folgen und dort eine Dozentur antreten wird.

17:00
Was du willst
Christian Eichner, 21:30 Min. (MH) (2)
In diesem Trash-Märchen-Fotofilm ist Paula auf dem Weg nach Bangkok zu einer Geschlechtsumwandlung und strandet auf einer merkwürdigen Insel.

Filmprogramm Bauhausstraße
Kinosaal, Bauhausstr. 15

11 Juli 08, Freitag

14:00
Werkschau
Die Werkschau der Studierenden von Günter Reisch und Erek Kühn 2008 präsentiert Arbeiten von folgenden Autoren: Sebastian Altmann, Christian Bach, Konstantin Egerndorfer, Christian Eichner, Theresa Feihe, Polina Horosina, Deniss Kacs, Nicolas Oxen, Katharina Schwarz und Alexandra Pach. Gesamtlaufzeit von 57 Minuten

16:00
Thüringer Augenzeuge
„Sie sehen selbst. Sie hören selbst. Urteilen Sie selbst!“ Inspiriert durch den legendären Slogan der DEFA-Wochenschau „Der Augenzeuge“ von 1946 haben die Thüringer Allgemeine und die Bauhaus-Universität Weimar einen unabhängigen Video-Blog als „Thüringer Augenzeugen“ aufgebaut. Mit dem Projekt sollen die politischen Entscheidungsprozesse in Thüringen greifbarer und begreifbarer gemacht werden. Ein studentisches Redaktionsteam um den Videojournalisten Johannes Romeyke hat eine netzbasierte Broadcasting-Plattform aufgebaut. Die Studierenden entwickeln nun dieses Format unter der Leitung von Prof. Wolfgang Kissel beständig weiter und können eigene Filme und Gestaltungsideen zeit- und praxisnah umsetzen.

18:00
Nebenan
Wolfgang Bauer (Regie, Drehbuch), Urs Zimmermann (Kamera), Stefan Petermann (Literarische Vorlage, Ton), Yvonne Andrä (Produktion, Pressearbeit) (2)
Silke lebt mit ihrer Tochter allein in einer Plattenbauwohnung. Seit die neuen Nachbarn eingezogen sind, hört sie jeden Tag Kinderschreie von nebenan. Sie hat Angst, dass dem Kind etwas angetan wird, aber sie verschließt sich vor den Geschehnissen von nebenan. Ein Kurzfilm über Kindstötung in Deutschland. www.nebenan-film.de

20:00
Hearts of Fire: The Making of Feuerherz
Carla Guttmann, präsentiert vom Bauhaus Film-Institut
Im Sommer 2007 begleiteten Carla B. Guttmann, Nadine Schnappinger und Nicola Hens zweieinhalb Monate die Dreharbeiten von Luigi Falornis Film „Feuerherz“ in Kenia. Dort erlebten die zwei Studentinnen und die Bauhaus-Absolventin die Entstehung eines Spielfilms als Beteiligte. Die Dreharbeiten waren eine einzigartige Prüfung für den Regisseur und das gesamte Team: Bedroht vom eritreischen Geheimdienst, mit Laiendarstellern aus dem Flüchtlingslager Kakuma besetzt, heimgesucht von Flut – und weiteren Katastrophen ist „Hearts of Fire“ die Dokumentation eines Dramas hinter den Kulissen und die filmische Beobachtung schwierigster Drehbedingungen.

21:30
Deep Ilmpact – Interaktive Fernsehsendung
Eine Kooperation der Professur Medien-Ereignisse mit dem Institut für Medientechnik der TU ILmenau, betreut von: Wolfram Höhne und Markus Schlaffke. In den letzten Stunden vor dem Einschlag eines Asteroiden berichtet die Sendung aus den betroffenen Städten und befragt Experten. Die Zuschauer entscheiden am Ende über Leben und Tod.

Kinosaal, Bauhausstr. 15

12. Juli 08, Samstag

14:00
BAUHAUS ANIMATION 2007/2008
Werkschau des Trickfilmstudios 2008, präsentiert von Fabian Giessler
Die „Animationsrolle“ ist eine Kompilation aus Fachmodularbeiten, Projektarbeiten und Abschlussfilmen von Studierenden der Mediengestaltung aus 2007/2008. Laufzeit ca. 50 Min.

15:00
Drehort: Weimar – Die studentischen Filme
Alumni-Büro und Bauhaus Film-Institut präsentieren: Weimar ist Filmstadt seit fast 100 Jahren – und ein Drehort mit vielen Facetten: Kleinstadt-Kulisse, historischer Schauplatz oder verstecktes Motiv, Handlungsträger oder Modell für einen Studio-Nachbau. 2007 fand die Ausstellung DREHORT: WEIMAR statt. Auf der Auswahl der im Rahmen dieses Ausstellungsprojektes vorgestellten studentischen Filme basiert die vorliegende DVD-Kompilation. (100 Min.)

17:00
Die erste Dekade backup festival
Dokumentation und clipaward 2008, präsentiert von den Studentinnen Jasmin Meerhoff und Lea Gamula. Ein Dokumentarfilm über Einige, die auszogen, ein Filmfest zu gründen – fern ab der großen Medienzentren, zwischen Medienkunst- und Filmfestival, jenseits traditioneller Formate. Der internationale »backup.clipaward« ergänzt das Programm.

19:30
Die Unicato Show und die MDR Unicato Awards 2008
Die Unicato Show wird von den Studentinnen Daniela Garkov und Christiane Müller präsentiert. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung können die Studierenden mit dem Format „Live-Show“ experimentieren. Gezeigt wird ein Best of, in der auch die Macher zu Wort kommen. Im Juni 2008 wurden zum zweiten Mal die MDR Unicato Awards verliehen. Präsentiert werden hier Ausschnitte der sechs Preisträgerfilme in den Kategorien Bester Spielfilm, Bester Dokumentarfilm, Bester Experimentalfilm, Weimar Filmpreis, Sonderpreis Europa und Unicato Music Award.

Kinosaal, Bauhausstr. 15

13. Juli 08, Sonntag

16:00
Reader‘s Movie
Gemeinsam mit der Kölner Firma Levision GmbH und der Thüringer Allgemeine entsteht derzeit eine monatliche 25-minütige Krimiserie. Die Kernstory wird von Profischauspielern gespielt und soll durch Laiendarsteller (TA-Leser) sinnvoll ergänzt werden. Das thüringenweite Casting und die Entwicklung des ungewöhnlichen Krimi-Formats als neu entstehende Internet-Bewegtbild-Serie wird von Projektstudierenden der Medienfakultät begleitet.

Das Kinoheft

Eine Nachwuchszeitschrift für junge Filmkritik.
Kooperationsprojekt zwischen dem Bauhaus Film-Institut und der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar

Ausgehend vom Seminar Filmkritik, das an der Fakultät Medien seit dem Wintersemester 2002/03 jährlich stattgefunden hat, ist eine kleine Zeitschrift für Filmkritik gewachsen, die unter dem Titel „Das Kinoheft“ 2008 bereits als Nr. 4 erscheint. Die ironische Referenz des Titels auf ihre französischen Ahnen versteht „das Kinoheft“ als Aufforderung zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der Filmkritik ebenso wie als Herausforderung nicht ein für alle mal zu erklären, was Filmkritik sei. Filmkritik, wie sie hier verstanden wird, ist niemals fertig und verändert sich mit den Filmen, die sie sieht und den Texten, die sie schreibt.

Die Offenheit sitzt deshalb auch im Herzen des Konzeptes der Zeitschrift. In jedem Jahr findet unter der Betreuung von Dr. Ute Holl und André Wendler an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar ein Modul zur Geschichte, Theorie und Praxis der Filmkritik statt. Teil dieses Moduls ist eine Exkursion zur Berlinale im Februar. Im anschließenden Sommersemester erarbeiten die Studierenden gemeinsam das neue Kinoheft, welches zum Semesterabschluss, dem so genannten Rundgang Anfang Juli, meist zusammen mit einer kleinen Filmpremiere im Weimarer Lichthaus-Kino präsentiert wird. Textauswahl und Gestaltung liegen in den Händen der beteiligten Studierenden und werden durch Ute Holl und André Wendler begleitet und beraten, so dass eine gleichbleibend hohe Qualität der Publikation garantiert werden kann. Der Druck der Publikation erfolgte bei Printsafari. Die Zeitschrift wird dann kostenlos an interessierte Leserinnen und Leser im gesamten deutschsprachigen Raum verteilt, darunter Filmverleihe, Produktionsfirmen, Kinos, Festivals, Fachbibliotheken und Hochschuleinrichtungen. Zu diesem Zweck verfügt das BFI bereits über einen Verteiler.

Hearts of Fire: The Making of Feuerherz

Aktuelle Präsentation

Kinosaal, Bauhausstr. 15
11 Juli 08, Freitag
20:00 Uhr

Im Sommer 2007 begleiten Carla B. Guttmann und ihr Team zweieinhalb Monate die kompletten Dreharbeiten von Luigi Falornis Spielfilm „Feuerherz” in Kenia. Dort durchlebt die Master-Studentin der Bauhaus-Universität Weimar den wechselhaften Entstehungsprozess eines Spielfilms. Die Verwirklichung des Films war eine einzigartige Prüfung für den Regisseur und das gesamte Team: Bedroht vom Eritreischen Geheimdienst, mussten sämtliche Rollen mit Laiendarstellen aus dem Flüchtlingslager Kakuma neu besetzt werden. Heftige Regenfälle und sintflutartige Überflu-tungen sorgten für weitere Katastrophen. “Hearts of Fire” ist ein Dokumentarfilm über ein Drama hinter den Kulissen und die filmische Beobachtung schwierigster Drehbedingungen. Eine beeindruckende Dokumentation ist entstanden, die gerade durch den Verzicht auf eine kommentierende Off-Stimme ihre besondere Intensität bezieht. Ein gut gedrehter und dramatur-gisch ausgefeilter Dokumentarfilm, der weit über die gängigen Making-of-Produktionen hinausweist.

Hearts of Fire: The Making Of Feuerherz

In summer of 2007, Carla B. Guttmann, Nadine Schnappinger, and Nicola Hens, followed Luigi Falorni’s film „Feuerherz“ for two and a half months in Kenya. The two Bauhaus students and one alumna, documented one of the most controversial and unusual film shoots to date. Threatened by the Eritrean secret service, forced to cast non-actors from the refugee camp Kakuma, and faced with floods otherwise unknown in Kenya, this production testified to a team and director’s unique spiritual endurance. The documentation „Hearts of Fire“ unfurls the drama behind the scenes, revealing of a challenging Shooting.