Unicato im Dezember

 

Unicato im Dezember: Unicato Awards 2013
Sonntag/Montag, 22. Dezember 2013, 01:20 Uhr | MDR Fernsehen

„Die Vierte Gewalt“ – Gewinner des UNICATO Awards 2013

Studentische Filme der Bauhaus-Universität bei UNICATO im Fernsehen!
Das Magazin Unicato ist bundesweit einmalig: Einmal im Monat zeigt der MDR Kurzfilme, produziert von Studentierenden der Medien- und Gestaltungs-Studiengänge aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Die Programm-Auswahl erfolgt in einem Studienprojekt der Professur Medien-Ereignisse und des BFI der Bauhaus-Universität Weimar, in Kooperation mit dem MDR, Landesfunkhaus Thüringen.

In der Kategorie „Bester Spielfilm“ gewann das Drama „Die Vierte Gewalt“, ein Film von Ilmenauer Studenten mit 52 Prozent den diesjährigen UNICATO Award.

Erstmals wurden die UNICATO Awards alle per online – Voting bestimmt. Innerhalb von sieben Tagen wurden die Seiten 45.000 Mal geklickt und knapp 10.000 Einzelstimmen abgegeben. Die Nutzer von mdr.de konnten aus allen in 2013 ausgestrahlten Filmen wählen.

Die Gewinner in den Kategorien „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester Experimental-/Animationsfilm/Musikvideo“ sowie weitere Platzierte werden am 26. Januar in der „Langen UNICATO-Nacht“ ausgestrahlt.

In „Die Vierte Gewalt“ setzen sich die Studierenden der TU Ilmenau mit der Frage auseinander, was die Gesellschaft aus Amokläufen gelernt hat.
Die Autoren haben ihre Geschichte in ein fiktives Universitätsstädtchen verlagert. Dort verlangt der beinharte und zynische Professor Rothmann ein gnadenloses Arbeitspensum von seinen Studenten. Für die fleißige Lilly scheint das Medien-Studium die einzige Chance zu sein, ihrer einfachen Herkunft zu entkommen. Letzter Ausweg aus ihrer Verzweiflung über den unmenschlichen Leistungsdruck scheint ein Amoklauf. Mit vorgehaltener Waffe will sie von ihrem Professor ein Geständnis – er soll seine Taten bereuen.
Für die Medien ist Lilly eine eiskalte Täterin, den Professor verklären sie zum Helden. Doch so einfach ist die Wahrheit nicht. Wie viel erträgt ein Mensch in einer Gesellschaft, die Leistung zum höchsten Gut erklärt hat. Und welche Mitschuld tragen die Medien?

„Die vierte Gewalt“ ist ein erstaunlich professionell produzierter Langspielfilm, den die Studierenden ursprünglich als so genanntes Bergfest-Filmvorhaben begonnen haben. Doch mit der Arbeit an dem Projekt stiegen die Ansprüche. Seine Qualität verdankt das Drama der routiniert wirkenden Kameraarbeit und nicht zuletzt den professionellen Schauspielern. Für den Cast konnten die Studierenden so manchen Coup landen: Malin Steffen (Franziska) sammelte bereits in Michael Hanekes Oscar-prämiertem Spielfilm „Das weiße Band“ Schauspielerfahrung, Marie Luise Stahl (Lilly) war unter anderem in “Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eule” zu sehen und Matthias Winde spielte schon in “Tatort” und “SOKO Leipzig” mit. Alle Nebenfiguren in “Die Vierte Gewalt” wurden von Studierenden dargestellt.

Mehr als 100 Studierende arbeiteten ein Jahr lang an der Planung und Vorbereitung des Spielfilms. Die Dreharbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von mehr als einem Monat, gedreht wurde in High Definition. Der Spielfilm wurde ausschließlich über Spenden und Sponsoren finanziert, alle Beteiligten arbeiteten ehrenamtlich. Produziert wurde er von der Ilmpressions Filmproduktion des Vereins für Kulturelle Koordination an der TU Ilmenau.

 

Weitere Informationen, Links und Bilder finden sich auch unter: www.mdr.de/unicato

© 2013 | Gisa Kotzan | Mitteldeutscher Rundfunk

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