Das Projekt
Studio Bauhaus ist ein künstlerisches Projekt mit dem Schwerpunkt der Wissenschaftskommunikation. Wir produzieren Film- und Fernsehbeiträge über wissenschaftliche Themen und suchen nach Erzählformen jenseits des Rundfunkalltags. Mehr über das Projekt können Sie hier erfahren.
Die Reiseprüfung – Premiere am 30.6.2010
Filmpremiere und Podiumsdiskussion
Am 30.Juni 2010 präsentiert Studio Bauhaus erstmalig den Dokumentarfilm „Die Reiseprüfung“ im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar. Der Film begleitet Studierende aus Weimar auf ihrer Reise nach L’Aquila. In der von einem Erdbeben stark zerstörten Stadt fand 2009 das Gipfeltreffen der G8-Staaten statt. Die Fahrt nach Italien wird zur Erkundung eines großen Wortes: Globalisierung. Mit im Gepäck des Filmteams befinden sich acht Videolektionen. Darin erläutern Wissenschaftler ganz verschiedene Aspekte der globalisierten Welt und stellen den Filmemachern täglich eine Aufgabe, die es zu lösen gilt. Stationen der Reise sind das Finanzzentrum Frankfurt am Main, die Baustelle des Gotthard-Basis-Tunnels, ein Gletschersee in der Schweiz, das Forschungszentrum CERN, die von chinesischen Gastarbeitern stark besiedelte Kleinstadt Prato, eine alternative Lebensgemeinschaft und schließlich L’Aquila. Wie sieht Globalisierung jenseits von Büchern und Presseberichten aus?
Im Anschluss an die Filmpremiere diskutieren der Soziologe Prof. Dr.Stephan Lessenich (FSU Jena), der Ökonom Prof.Dr. Thomas Sauer (FH Jena) und der Philosoph Prof. Dr. Tilman Reitz (FSU Jena) gemeinsam mit den Filmemachern. Woran werden die Krisenerscheinungen in der globalen Welt sichtbar? Warum können sich diese Phänomene oftmals so gut verbergen, dass viele Menschen kein Problembewusstsein für sie zeigen?
Termin:
30.Juni 2010
Beginn: 20 Uhr
Audimax der Bauhaus-Universität Weimar
Steubenstr. 6a
Hier ein Bericht über die Reise auf Spiegel Online.
Der Millimeter als weites Land
Ein Film von Studio Bauhaus stellt das genauste Messgerät der Welt vor.
Forscher der Technischen Universität Ilmenau entwickeln Instrumente, um die Nanowelt zu vermessen. Atomgenau visualisieren sie die Oberfläche von Objekten und arbeiten an Verfahren, mit denen sich Nanostrukturen gezielt herstellen lassen. Die Deutsche Forschungsgesellschaft hat Forscher aus vielen Teildisziplinen im Sonderforschungsbereich 622 zusammen geführt, um die komplexen Problemstellungen zu lösen.
Studio Bauhaus arbeitete eng mit den Wissenschaftlern aus Ilmenau zusammen, um die Dimensionen der Nanowelt und die Hintergründe der Forschungsarbeit anschaulich ins Bild zu setzen. Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in die Mikrowelt. Er zeigt in mehreren Stationen Mikroorganismen und Zeugnisse des Menschen in der Welt des Winzigen.
Der Film macht die ungewöhnlichen und vielfältigen Methoden sichtbar, mit denen die Wissenschaftler die präzisen Messungen und Bewegungen umsetzen. Sie reduzieren Umwelteinflüsse und analysieren unvermeidliche Fehler, um diese korrigieren zu können. Materialeigenschaften, Umweltbedingungen und physikalische Gesetze machen die Arbeit der Forscher zu einem Grenzgang zwischen dem, was Technikern möglich ist und was ihnen verwehrt bleibt.
„Die Ganze Natur“ – Premiere am 17. Februar 2010
Harald Lesch und Studio Bauhaus präsentieren in Weimar Filme zu Goethes Naturphilosophie
Vielen ist Harald Lesch durch seine Fernsehserien im Bayerischen Rundfunk und als Moderator von „Abenteuer Forschung“ (ZDF) bekannt. Der Münchner Astrophysiker bringt dem Publikum auf unterhaltsame Weise komplexe wissenschaftliche Sachverhalte nahe. Im August produzierte Lesch mit einem Filmteam von Studio Bauhaus vier Kurzfilme zur Naturphilosophie Goethes. Am 17. Februar 2010 werden die Ergebnisse im Audimax der Bauhaus-Universität Weimar erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die filmische Reise führt in das Goethehaus, zum Stein des guten Glücks im Park an der Ilm, auf den Ettersberg, in eine Dorfschmiede und ins Jenaer Ernst-Haeckel-Haus. Weit weniger bekannt als das künstlerische Werk Goethes blieben seine naturwissenschaftlichen Forschungen. Goethe bestand auf die Anschauung als Mittel wissenschaftlicher Erkenntnisse, studierte den Wandel der Natur und verfasste Betrachtungen auf so verschiedenen Gebieten wie Physik, Botanik, und Geologie. Heute stellt sich die Frage nach der Aktualität seines wissenschaftlichen Werkes. Harald Lesch geht diesen Fragen in Begegnungen mit der Kustodin Gisela Maul, dem Wissenschaftstheoretiker Olaf Breidbach, dem Geologen Walter Steiner und dem Schmied Ulrich Kühn nach.
Termin:
Filmpräsentation und Vortrag von Prof. Harald Lesch (LMU München)
17. Februar 2010 um 20 Uhr
Audimax der Bauhaus-Universität Weimar, Steubenstr. 6
(Eintritt frei)
Global Opinion
3 Tage Weltpolitik für alle
8.Juli bis 10. Juli 2009
Zeitgleich mit dem G8-Gipfel in L’Aquila veranstaltete das Projekt „Global Opinion“ einen Gipfel für alle im Internet. In zehn verschiedenen Sprachen rief die Internetseite www.global-opinion.org vom 8. bis 10. Juli 2009 zur Formulierung weltpolitischer Botschaften auf. Per Weblog konnten die Internetnutzer die G8-Regierungschefs am virtuellen Konferenztisch zum Sprechen bringen. Die politische Willensbildung der Netzöffentlichkeit dokumentierte online ein Buch, das sich ständig aktualisierte. Am Ende des Projekts sendet die Projektgruppe acht gedruckte Exemplare des Buchs an die G8-Regierungen.
Global Opinion ist ein Projekt von Studio Bauhaus (Bauhaus-Universität Weimar) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medientechnik (TU Ilmenau).
Ein Theaterabend von Studio Bauhaus bei Kampnagel (Hamburg)
Was ist heute gemeint, wenn von Kunst die Rede ist?
Ein Lehrstück mit Akteuren, Theoretikern und dem Publikum des aktuellen Kunstgeschehens
Mythen, Definitionen, Hoffnungen und Ratlosigkeit treffen aufeinander, wenn die Frage nach dem Kunstbegriff gestellt wird. Oft wird sie gar nicht mehr gestellt, weil jede Äußerung den Verdacht einer Ideologisierung auf den Plan ruft. Kunst soll den Pluralismus einer freiheitlichen Gesellschaft verkörpern, doch die Praxis bringt bestimmte Positionen ins Museum während anderen der Weg in die Öffentlichkeit verschlossen bleibt. Wie sieht die Zukunft der Kunst aus? Was hat Kunst mit der Alltagsrealität zu tun? Kann man von Kunstwerken etwas lernen? Ist teure Kunst auch etwas wert? Woher wissen wir was Kunst sein könnte? In der Schule beginnt die Vorfertigung des
Kunstbegriffs. Am Abend des 13. Mai 2009 werden diese Vorstellungen in einer verspäteten Schulstunde revidiert – Mitarbeit erwünscht. Wir sitzen nach: noroomgallery, Kooperative Kunstpraxis und Studio Bauhaus.
Studierende der Fakultät Medien drehten Interviewfilme mit namhaften Künstlern und kontroversen Positionen des aktuellen Kunstdiskurses. Gemeinsam mit der Künstlergruppe Kooperative Kunstpraxis (Jan Christoph Böhme, Andreas Paeslack, Wolfram Höhne) sowie der noroomgallery Hamburg (Jan Holtmann) entstand die Dramaturgie eines Bühnenabends, der Live-On-Tape im Kampnagel-Theater verfilmt wird. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe “KunstHasserStammTisch” statt, die sich als Plattform für performative Kunstkritik versteht. Am 20.5.2009 wird die Aufzeichnung des Bühnenstücks hier veröffentlicht. Die Dreharbeiten in Slowenien entstanden in Kooperation mit dem neugegründeten Institute and Academy for Multimedia (Ljubljana).
Mit Filmbeiträgen über:
Bazon Brock, Vuk Cosic, Stefan Heidenreich, Markus Lüpertz, Jonathan Meese, Andreas Paeslack, Achim Preiß, Ulrich Richtmeyer
Moderation:
Jan Christoph Böhme
Studiogäste:
Prof. Dr. Harald Wohlrapp, Rafael Gil Brand
Termin:
13. Mai 2009 / 20.30 Uhr Kampnagel







