Weimar als Studienort

Weimar ist eine wunderschöne und überschaubare kleine Universitätsstadt.
Sie hat ca. 60000 Einwohner, 6500 davon sind Studierende. Die beiden Hochschulen – Bauhaus-Universität Weimar und Musikhochschule Franz Liszt – stellen einen wichtigen Teil des öffentlichen Lebens dar.

Weimar, Theaterplatz, Goethe Schiller Denkmal

Seit der Klassik um 1800 war Weimar ein unvergleichbares Zentrum deutschen Geisteslebens. Hier wirkten mit Wieland, Goethe, Herder, Schiller und Nietzsche die bedeutendsten deutschen Dichter und Denker. 1919 wurde im Nationaltheater die „Weimarer Republik" ausgerufen. Sie war ein erster und nur kurz währender Versuch, eine Demokratie in Deutschland zu etablieren. 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland.

Weimar, Buchenwald, Luftaufnahme

Für Weimar war das der Beginn eines der dunkelsten Kapitel seiner Geschichte: 1936 wurde das Konzentrationslager Buchenwald eingerichtet. Vorwiegend politische Häftlinge und später Kriegsgefangene waren dort inhaftiert, sowie Juden und andere Volksgruppen, die aufgrund der rassistischen Motive der Nazis verfolgt wurden. Mehr als 56000 Menschen wurden ermordet.

Die historisch einmalige Lage Weimars ermöglicht den Studierenden vor Ort eine intensive Beschäftigung mit Geschichte, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Funktion der Kunst im öffentlichen Raum. Die Nähe zu Buchenwald bietet Anlass genug, über Themen der Erinnerung und des Vergessens zu reflektieren sowie sich mit der Funktion des Denkmals im internationalen Diskurs zu befassen. Das kulturelle und historische Erbe – von der Zeit des Klassizismus bis hin zur Perversion des organisierten Massenmordes in Buchenwald – spiegelt sich unter anderem in der Bandbreite der Museen wider.

Weimar, Frauenplan, Goethehaus

Goethes Wohnhaus, das Bauhaus-Museum, die Gedenkstätte Buchenwald und die Sammlung zeitgenössischer Kunst von Paul Maenz, die seit 1999 im „Neuen Museum" untergebracht ist.

Die Bauhaus-Universität blickt auf eine fast 150-jährige Geschichte zurück. Sie ging aus der 1860 gegründeten Großherzoglich Sächsischen Kunsthochschule hervor. Der belgischen Architekt Henry van de Velde, der 1902 nach Weimar berufen wurde, gründete dann die Kunstgewerbeschule, in deren Gebäude sich noch heute die Bauhaus-Universität befindet.

Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg wurden mit der Ernennung von Walter Gropius zum Professor die beiden Schulen unter dem Namen „Staatliches Bauhaus Weimar" vereint. Dieser Zusammenschluss währte nicht lange: 1921 spaltete sich die Hochschule für bildende Kunst ab und wurde wieder eine eigenständige Institution. Das Bauhaus siedelte 1925 aufgrund des konservativen kulturellen und politischen Klimas in Thüringen nach Dessau um. Während der DDR-Zeit hatte die Hochschule eine stark technische Ausrichtung. 1993 wurden mit der Gründung der Fakultät Gestaltung wieder künstlerische und gestalterische Schwerpunkte gesetzt, die vor wenigen Jahren um die Fakultät Medien erweitert wurden. Seit 1996 trägt die Hochschule den Namen Bauhaus-Universität.

> Karte des Unigeländes

> Geschichte

 
Ateliers und Werkstätten

Den Studierenden stehen Atelierräume für ihr Studium an der Bauhaus-Universität Weimar zur Verfügung.

Die Fakultät verfügt über gut ausgestattete Werkstätten:

Gips- und Formenbau Werkstatt

Die Gips- und Formenbauwerkstatt bietet die Möglichkeit an bildhauerischen Projekten in verschiedenen Materialen zu arbeiten. Auch Holz-, Kunststoff- und Metallwerkstatt befinden sich in der Nähe der Ateliers.

Computerpools (Apple Macintosh) und ein Videostudio mit digitalen (Avid, Stratosphere, Final Cut Pro) und analogen S-VHS, Beta, etc.) Schnittplätzen sowie eine Druckwerkstatt (Siebdruck, Lithographie und Radierung, Bleisatz) stehen zur Verfügung.

Fotostudio, Analogtechnik

Die Fotowerkstatt ist mit einem professionellen Studio und mit hochmoderner Analog- und Digitaltechnik ausgestattet.

Fotostudio, Digitaltechnik

Die Fachbibliothek in der „Limona" wird seit 1993 ständig erweitert und verfügt über 30 000 Titel zu zeitgenössischer Kunst, Kunstwissenschaft und Medientheorie. Der Bereich Architektur umfasst ungefähr 42 000 Titel.
Alle Werkstätten sind innerhalb von fünf Minuten zu Fuß erreichbar.

 
Unterbringung

Während der Sprachkurse vor Semesterbeginn werden alle ausländischen Studierenden in Wohnheimen untergebracht. Für die Studienzeit danach können die Studierenden einen Platz in den Studentenwohnheimen des „Studentenwerks Jena-Weimar" beantragen oder sich selbst eine Unterkunft suchen. Die Unterbringung erfolgt auf Kosten der Studierenden.

Weimar as a place to study

Weimar is a beautiful and reasonably small university town. It has around 60000 residents, of whom 6500 are students. Its universities (Bauhaus-University and Franz Liszt University of Music) constitute an important part of its public life.

Weimar, Zeughof, YouthHostel

Since the Classic era Weimar has been an incomparable centre of German intellectual life. Here in Weimar, some of the most important German poets and thinkers such as Wieland, Goethe, Herder, Schiller or Nietzsche have lived and worked. In 1919, the "Weimar Republic" was proclaimed in the National Theatre. It was the first, albeit short-lived, attempt in Germany to establish a democracy. In 1933 the National Socialists rose to power in Germany.

Weimar, marketplace, city hall

For Weimar this was the beginning of its darkest chapter: In 1936 the concentration camp Buchenwald was established. Mainly political prisoners and later prisoners of war were sent here, but also imprisoned were jews and people belonging to the other groups victimized by the Nazis racist motivations, as well as so-called social misfits and homosexuals. More than 56,000 people were murdered.

Weimar, Seifengasse

Immediately after the First World War, with the appointment of Walter Gropius, both schools were brought together as the "National Bauhaus Weimar". This union would not be maintained for long. In 1921 the College of Fine Art split off. The Bauhaus moved to Dessau in 1925 because of the conservative cultural and political climate in Thuringia. During GDR times, the college had a technical orientation. In 1993, with the establishment of the Faculty of Art and Design, an artistic an design focus was set – a focus that would be further expan-ded with the founding of the Faculty of Media. In 1996 the name of the university has been known as the Bauhaus-University.

> map and site tour

> history

 
Studios and Workshops

Studios are available for use by students their studies in Weimar.

metal workshop

The Faculty offers well equipped workshops. The plaster and mould-making workshop offers the possibility to work on sculptural processes in diverse materials.

wood workshop

The wood, metal and plastic workshops are also located close to the studios.

cast metal workshop

Computer labs (Apple Macintosh), a video studio with digital (Avid, Stratosphere, Final Cut Pro) and analog (s-vhs, Beta, etc.) editing rooms, and a printing workshop (screen printing, lithography, etching, lead type-setting) are also available for use. All workshops are within a radius of 5 minutes by foot.

screen printing workshop

The photo-lab is equipped with a professional studio and ultra-modern analog and digital technology.

Library in the "Limona"

The library in the "Limona" has been regularly expanded since 1993 and offers over 30000 titles on contemporary art, aesthetics, art history and media theory. The architecture collection has around 42000 titles.
All workshops are within a radius of 5 minutes by foot. They are all open to the mfa students after the completion of the required safety and usage courses.

 
Accommodation

During the language course, before the beginning of the semester all foreign students will be housed in dormitories at their own expenses. Afterward, for the length of study afterward it is their decision to apply for a place in the student dormitories of the "Studentenwerk Jena-Weimar" or to seek a housing arrangement on their own.