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ProjektemacherMarkus Krajewski (Hg.), Projektemacher. Zur Produktion von Wissen
in der Vorform des Scheiterns, Bd. 15 von copyrights, hg. von
Dirk Baecker, Kulturverlag Kadmos, Berlin, 2004, 272 S., zahlreiche Abbildungen Kurzbeschreibung Der Projektemacher ist eine seltsame Figur, die zu Beginn der Moderne auftaucht. Meyers Großes Konversations-Lexikon von 1908 charakterisiert ihn als jemanden, »der sich im Entwerfen neuer, meist unausführbarer Pläne gefällt.« Allein das Scheitern scheint demnach das unvermeidliche Ergebnis zu sein. Doch entgegen seinem denkbar schlechten Ruf vermag der Pläneschmied eine besondere Produktivität zu entfalten, um durch seine vermeintlich nur mißlingenden Ideen den Fortschritt voranzutreiben und zur Bildung neuen Wissens beizutragen. Dabei zeigt er sich als wagemutiger Luftschiffer oder Konstrukteur von Dampfmaschinen (»Windmacher«) ebenso wie in Gestalt des verrückten Bibliothekars oder Karrieristen. Gleichwohl wird deutlich, daß die Projektemacherei keineswegs nur historische Episode bleibt. Denn die Tendenz, zahllose Projekte zu entwerfen, hat an Aktualität schließlich nichts eingebüßt. Der Projektemacher besetzt einen eigentümlichen Schwebezustand, er operiert im epistemologischen Dazwischen der ungesicherten Ordnung und des kanonisierten Wissens. Seine paradoxe Aufgabe besteht darin, das Undenkbare zu behaupten, um das Aussichtslose realisierbar zu machen. Inhaltsverzeichnis Markus Krajewski I. Produktivität der Unvollkommenheit Georg Stanitzek Maren Lehmann II. Geschichte des Scheiterns Bernhard Siegert Thomas Brandstetter Florian Schui Jörg von Bilavsky Daniel Gethmann Markus Krajewski III. Projektemacher, heute Julia Kursell / Armin Schäfer Jürgen Kaube Helmut Höge
Rezensionen De:Bug, Nr. 85, 09.2004 Süddeutsche Zeitung, 1. September 2004: Der Falter, 20.12.2006 ProjektManagement aktuell, 4/2007 |