WS 03 | 04

 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   

 

Kino-Denken: Film-Analyse, Film-Synthese

Studienprojekt 6 SWS
17 Credits

Prof. Dr. Lorenz Engell
Dr. Ute Holl
Lisa Gotto M. A.

Ein unablässiger Teil der Filmwissenschaft besteht darin, Filme zu analysieren, sie nach verschiedenen Methoden und Ansätzen in Elemente und Sequenzen zu zerlegen, ihre Bilder zu klassifizieren, ihre ästhetischen Verfahren zu untersuchen. Ein ebenso unverzichtbarer Teil der Filmwissenschaft besteht darin, diese Ergebnisse wieder zusammenzusetzen: Motive und Topoi, Erzählungen und Stilmittel in filmgeschichtliche oder medientheoretische Kontexte zu stellen, im Zusammenhang gesellschaftlicher Verhältnisse zu beschreiben, sie als Moment einer Epoche, eines Genres oder eines einzelnen Werkes zu begreifen. Am Ende einer Film-Analyse steht für Filmwissenschaftlerinnen und Filmwissenschaftler stets etwas Neues: ein Vortrag oder ein Text, eine kurze Kritik oder ein wissenschaftliches Werk. Der Weg vom Sehen eines Films über seine Analyse und Kritik zum Sprechen und Schreiben darüber wird Gegenstand des Projekts sein: die Kunst der Film-Synthese im Kino-Denken.
Die Vorlesung "Der gute Film" (Lorenz Engell) führt diesen Prozess an einer Reihe überwiegend neuerer Filme unmittelbar vor.
Das Seminar "Filme am Rand des Nervenzusammenbruchs" (Lisa Gotto) zeigt für das Kino Pedro Almodóvars, wie die künstlerischen Verfahren im Werk eines einzelnen Regisseurs die Muster einer kulturellen Formation thematisieren und überschreiten.
Im Seminar "Theorie und Praxis der Filmkritik" (Ute Holl) soll die kürzere und die ganz kurze Form des Schreibens über den Film an klassischen Texten studiert und an eigenen Texten erprobt werden.


Richtet sich an: MK (Medienwissenschaft)
Studienabschnitt 1