WS 03 | 04

 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   

 

Familien mit Format. Fernsehserien und Familienstrukturen.

Proseminar 2 SWS
3 Credits

Lisa Gotto M. A.

Das Fernsehen und mit ihm eines seiner populärsten Sendeformate, die Serie, liefern Tag für Tag Bilder und Geschichten, aus denen sich kollektive Phantasien und Vorstellungen von Wertemustern bilden. Innerhalb des weitläufigen Repertoires von narrativen Diskursformationen nimmt die Inszenierung des Familienlebens in der Fernsehserie einen besonderen Platz ein. Seriengestalten wie Mutter Beimar oder Al Bundy präsentieren sich nicht nur als Serienakteure, sondern ebenso als kulturelle Referenzräume, als symbolisches Modelle und als identifikatorische Abgrenzungsgrößen. Innerhalb des Seminars werden wir uns mit der medienspezifischen Konstruktion der Familienstruktur anhand von unterschiedlichen Beispielen der Fernsehgeschichte befassen. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund:
Welche Bedeutungszuschreibungen lassen sich aufgrund von rekurrierenden Merkmalen und fernsehtypischen Standardisierungen analysieren? Welche Rolle übernehmen Fernsehserien, wenn bestimmte Konfigurationen von Konflikten und ihren Lösungen dargestellt werden, wenn nach Wertestrukturen und ihren Wandlungen gefragt wird oder nach stereotypen Vorstellungen der Geschlechterrollen? Wie können schließlich satirische Modifikationen beschrieben werden, die die genrekonstituierenden Merkmale der Familienserie einerseits adaptieren, andererseits transformieren und parodieren?

Erster Termin: 22.10.2003
Mittwochs, 9.00 bis 11.00 Uhr
Raum 015, Bauhausstraße 11


Bemerkung:
Prüfungsleistung: Referat, Hausarbeit
Richtet sich an: M
Studienabschnitt 1