WS 01 | 02

 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
 
 
   
Film Denken. Gilles Deleuze Filmtheorie ]
 
   
 
   
 
   
 
   
 

 

Cross-Dressing - Zum Motiv des Kleidertauschs im Film

Seminar 2 SWS - 5 Credits

Lisa Gotto, M. A.

Die Kleidung, unsere zweite Haut, ist ein komplexes und dennoch leicht zu entzifferndes Zeichensystem, dessen Funktion es ist, Inhalte und Bedeutungen zu transportieren. Faszinierend ist das Phänomen des Cross-Dressing insofern, als dass es die Art und Weise, wie Kleidung die Geschlechter und Geschlechts-unterschiede konstruiert und dekonstruiert, sichtbar macht. Das Überschreiten und Auflösen von Geschlechtergrenzen ist ein wiederkehrendes Thema von Literatur und Kunst westlicher und östlicher Kulturkreise und beflügelt die Fantasie der Menschen bereits seit der Antike. Im Seminar werden wir uns mit Filmen aus Deutschland, Spanien, Frankreich, England, den USA, Australien und China beschäftigen. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Wie verändert sich der Topos des Kleidertauschs im Laufe der Filmgeschichte? In welchen kulturellen Kontexten spielt er eine besonders wichtige Rolle? Welche Körper- und Identitätskonzepte sind mit ihm verbunden? Welche genrespezifischen Unterschiede lassen sich in der filmischen Inszenierung beobachten? Und inwiefern bestehen Korrelationen zwischen Medienentwicklungen und der Attraktivität dieses Topos?

Literatur zur Einführung: Lehnert, Gertrud. 1997. Wenn Frauen Männerkleider tragen. Geschlecht und Maskerade in Literatur und Geschichte. München: dtv.

Richtet sich an: M