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Film im FilmSeminarLisa Gotto M. A. Filmische Inszenierungen der Selbstreflexion werden oft in Zusammenhang mit einer spezifisch modernen Ästhetik diskutiert - dabei ist die Tradition des Films über den Film bzw. über das Filmemachen nahezu so alt wie das Medium selbst, wie frühe Kinowerke wie Dziga Vertovs Chelovek S Kinoapparatom (UDSSR 1928) oder Charlie Chaplins Behind the Screen (USA 1928) zeigen. Die Pluralität der unterschiedlichen ästhetischen Verfahren, die sich im Zusammenhang mit der Konstruktion "Film im Film" entwickelt haben, zeigt sich indes in der Vielgestaltigkeit und Variationsbreite der filmischen Selbstbezüglichkeit. Der Effekt einer derartigen Praxis besteht zunächst darin, dass der Film seinen Status als Film thematisiert, d.h. er demonstriert durch Referenzen auf seinen Produktions- oder Rezeptionsprozess ein Bewusstsein dafür, dass er selbst ein artifizielles Konstrukt ist. Die Funktion der Selbstreflexion erstreckt sich dabei auf unterschiedliche Ebenen wie das Unterminieren der Sinn- und Glaubhaftigkeit des Erzählten, die Durchbrechung der kinematographischen Illusionkonstanz sowie die Konstruktion eines Metatextes, in dem sich inner- und außerdiegetische Determinanten überlagern und vermischen. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Analyse der filmischen Selbstreflexivität anhand von ausgewählten Beispielen. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei der Frage gewidmet werden, mit welchen medialen Verfahren und Distanzierungstechniken der Film die Bespiegelung seines Selbst inszeniert. Filmsichtung im Anschluss an das Seminar.
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