SS 2003
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Erfindung und Verabschiedung des Systems. Einführung
in die Systemtheorie ]
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Erfindung und Verabschiedung des Systems. Einführung in die Systemtheorie
Medien-Philosophie
Seminar 2 SWS
5 Credits
Dr. Maren Lehmann
Die wichtigste Ergänzung, die die Systemtheorie dem klassischen
Systemdenken hinzufügt, ist die Differenz System/Umwelt. Das soziologische
Zentralproblem, die Frage "Wie ist soziale Ordnung möglich?",
wird als order/noise-Differenz gefasst. Systembildung ist Umgang mit Rauschen,
ist Nutzung von Störungen zum Aufbau von Strukturen (order from noise),
ist "Einschlussausschluss-praxis" (Baecker). Diese Erfindung
des Systems durch Einführung der Umwelt verabschiedet den klassischen
Systembegriff, der ebenfalls Ordnungszusammenhänge beschreibt, an
zwei Punkten: sie betrachtet Operationen anstelle von Eigenschaften, und
sie entzieht dem Beobachter des Systems seinen komfortablen externen Status.
Das Seminar wird versuchen, verschiedene Erfindungen von Systembegriffen
historisch und epistemologisch zu vergleichen, um auf diese Weise in die
neuere soziologische Systemtheorie einzuführen. Zur Vorbereitung
auf das Seminar ist die sorgfältige Lektüre von Riedel, Manfred
(1990): Art. System, Struktur. In: Otto Brunner/Wer Conze/Reinhart Koselleck
(Hrsg.), Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen
Sprache in Deutschland. Bd. IV. Stuttgart, S. 285-322 zu empfehlen.
Zur Einführung in den "onto-genetischen" Konstruktivismus
empfiehlt sich außerdem:
Foerster, Heinz von (2002): Der Anfang von Himmel und Erde hat keinen
Namen: eine Selbsterschaffung in 7 Tagen. Hrsg. von Karl-H. Müller
und Albert Müller. Berlin.
Dienstags, 11.30 bis 13.00 Uhr
Raum 015, Bauhausstraße 11
Richtet sich an: M
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