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Forschungs-
gegenstand
CSCW

 
   
 
 
   
   

 

Die Professur

Die Professur Computer-Supported Cooperative Work (CSCW) wurde 2002 an der Bauhaus-Universität Weimar eingerichtet und zum 1.12.2003 besetzt. Eine umfangreiche Darstellung unserer aktuellen Forschungsarbeit finden Sie auf der Webseite des Cooperative Media Lab.

Was ist CSCW? Wie sehen wir es? Was ist unser Beitrag?

Das interdisziplinäre Forschungsgebiet CSCW---Rechnergestützte Gruppenarbeit---beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und Methodologien für Gruppenarbeit und deren Computerunterstützung durch Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Wurzeln des Gebietes liegen in der Informatik, der Soziologie, der Psychologie und den Wirtschaftwissenschaften. CSCW-Systeme (Groupware) implementieren Werkzeuge für die computergestützte Gruppenarbeit auf der Basis der theoretischen CSCW-Grundlagen.

Wir beschäftigen uns primär mit kooperativen Informationsumgebungen---offene Infrastrukturen zur Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen mehreren Personen, die sowohl Informationen über den aktuellen Stand und den Ablauf der Gruppenprozesse als auch über den Inhalt von Informationssystemen bieten. Sie sind kooperativ, indem sie mehrere BenutzerInnen gleichzeitig unterstützen und Funktionalität für die Kommuikation, die gemeinsame Datenhaltung und die eigentliche Zusammenarbeit bieten. Sie arbeiten mit Informationen über BenutzerInnen und gemeinsame Artefakte; sie erfassen die Informationen, bereiten sie auf und stellen komfortable Mechanismen zur deren Präsentation bereit. Als Umgebungen sind sie offen, leicht erweiterbar und vor allem anwendungsübergreifend.

Unsere Perspektive ist dabei die der benutzerorientierte Informatik (Human-Centred Computing); d.h. wir entwickeln technologische Konzepte, Prototypen und Systeme auf der Grundlage des Verstehens von menschlicher Interaktion und Kommunikation durch Informations- und Kommunikationstechnologie. Dabei wird von einem Verständnis von psychologischen, sozialen und kulturellen Anforderungen ausgegangen, welches als Prämisse für die Gestaltung von nützlicher und bedienbarer Technologie angesehen wird. Aus dieser Perspektive werden Konzepte und Systeme zur Unterstützung von Zusammenarbeit, von gemeinsamem Lernen und von sozialer Interaktion entworfen, realisiert und evaluiert.

Ganz konkret lassen sich daraus die folgenden Annahmen ableiten:

  • die BenutzerInenn haben formale und informelle Interaktionen, welche i.d.R. häufig ineinander übergehen
  • die zugrunde liegende Technologie ist sehr wichtig, aber kann---aus der Sicht der BenutzerInnen in den Hintergrund treten, da sie Mittel zum Zweck ist
  • die zugrunde liegende Technologie soll es den BenutzerInnen ermöglichen, sich auf die primäre Aufgabe zu konzentrieren
  • die zugrunde liegende Technologie soll den Aufbau und die Pflege von sozialen Kontakten fördern

Unsere eigenen Arbeiten liegen primär in den folgenden Bereichen:

  • Grundlagen: methodologische, konzeptionelle und technologische Grundlagen für die Gestaltung von kooperativen Informationsumgebungen
  • Group Awareness und Kontextunterstützung: Sensoren für die Erfassung von Informationen, Indikatoren für die Präsentation von Informationen, Modellierung von Informationen und Kontexten
  • neuartige Benutzungsschnittstellen: Konzeption, Realisierung und Evaluierung von mobilen und Web-basierten Benutzungsschnittstellen sowie von Ambient Interfaces, welche die physische Umgebung der BenutzerInnen zur Darstellung von digitaler Informationen verwenden

Weitere Informationen finden Sie in diesem Flyer.



http://www.uni-weimar.de/medien/cscw/research/---Created: 29/1/2004, Last modified: 28/1/2011---(c) 2004-2011 Tom Gross, Bauhaus-University Weimar---