WS 01|02

 
   
 
   
   

 

Bilder des Unsichtbaren - Der Film der (zweiten) Moderne

Proseminar 2 SWS - 5 Credits

Dr. Oliver Fahle

Der moderne Film unterscheidet sich vom klassischen Film durch sein Verhältnis zur Sichtbarkeit und damit auch zur Unsichtbarkeit. Bilder stehen nun nicht mehr nur in einem (suggerierten) Verhältnis der Abbildbarkeit oder Narrativität, sondern entfalten mehrere Ebenen, die das Unsichtbare nicht mehr als Auslassung (Ellipse, Metonymie) kennen, sondern als immanente Qualität der Bilder selbst. Bilder sind nun mehrschichtig, verschachtelt, realisieren verschiedene visualisierbare und nicht-visualisierbare Ebenen simultan.

Dies prägt nach dem Durchzug der Postmoderne besonders Filme der achtziger und neunziger Jahre, die im Mittelpunkt der Betrachtung stehen sollen. Sie setzen das Projekt der Moderne, das in den sechziger und siebziger Jahren vom modernen Film (Nouvelle Vague, Rive Gauche, Neuer Deutscher Film etc.) begonnen wurde, fort. Im Seminar soll den neuen Anordnungen des filmischen Bildes anhand verschiedenster Filme (von Allen, Assayas, Coen, Eastwood, Lynch, Moretti u.a.) nachgegangen werden.


Penser la télévision

Proseminar 2 SWS - 5 Credits

Dr. Oliver Fahle

Fernsehen ist ein Medium, über das zunehmend nachgedacht wird. Dabei stehen kaum noch Fragen der Wirkung und Manipulation im Zentrum der Überlegungen, sondern eher die Besonderheiten der televisuellen Äußerungsformen und Diskurse oder kurz: des Denkens. Das Nachdenken über das Fernsehen führt zum Denken des Fernsehens. Im Seminar sollen eine Reihe neuester französischer, deutscher und internationaler Auseinandersetzungen zum Fernsehen gelesen und diskutiert werden. Ziel wird es sein, Fernsehen im Kontext anderer Medien (Film, Rechner) zu situieren und dabei zugleich Momente seiner Spezifik zu erkennen.