Prof. Dr.

Oliver Fahle

 
   
 
 

 

Geschichte und Gegenwart der Bilder

Seminar 2 SWS - 3 Credits

Dr. Oliver Fahle

Die Vorlesung versteht sich als Einführung in die Geschichte und Theorie der Bilder. Eine Bestandsaufnahme ist dringend nötig, denn das Gewimmel der Fragmente von zirkulierenden Bildtheorien verdankt sich offenbar der Vermehrung des Gegenstands selber. Ziel der Vorlesung soll es also sein, erstens, in verschiedene historische und theoretische Etappen des Bildes beispielhaft einzuführen, um eine Übersicht zu gewinnen. Zweitens gilt der Blick insbesondere der Moderne, in dem die zunächst dominierende Vorstellung des Bildes als Gegenstand der Repräsentation ins Wanken gerät. Bilder sind dann nicht mehr statisch, sondern dynamisch und prozesshaft, sie dokumentieren mitunter ihre eigene Wandelbarkeit. Agenten dieser Veränderungen sind die modernen Bildmedien. Schließlich sollen drittens einige gegenwärtige Positionierungen zur Bildtheorie diskutiert werden, in der die verschiedensten Medien, in denen Bilder inzwischen thematisiert werden, eine wichtige Rolle spielen, denn das Bild wandelt sich seinerseits vom Ort der Repräsentation zum Raum heterogener Mischungsverhältnisse. Ausgangspunkt einiger Überlegungen der Vorlesung wird der mehrteilige Film „Geschichte(n) des Kinos“ von Jean-Luc Godard sein, der selbst ein privilegierter Ort vielfältiger bildtheoretischer Ansätze ist und in Ausschnitten vorgeführt wird. Die Vorlesung bildet ein Studienmodul mit dem Seminar Das Analoge im Digitalen. Zur Ästhetik digitaler Fotografie. Es ist auch Teil des Forschungsprojekts Im Bergwerk der Wirklichkeiten.

Vorlesung Script Teil 1

Vorlesung Script Teil 2


Bildtheorie

Studienmodul 4 SWS - 6 Credits

Dr. Oliver Fahle

Das Studienmodul Bildtheorie untersucht historische und theoretische Aspekte der Bildmedien. Es setzt sich zusammen aus der Vorlesung Geschichte und Gegenwart der Bilder und dem Seminar Das Analoge im Digitalen. Zur Ästhetik der digitalen Fotografie.


Leistungsnachweis: Klausur, Hausarbeit
Richtet sich an: MK/Bach., MK (Medienwissenschaft)
Studienabschnitt 1


Medienästhetik

Studienmodul 4 SWS -6 Credits

Dr. Oliver Fahle, Diplom-Schnittmeisterin Birgit Leitner M.A.

Das Studienmodul Medienästhetik untersucht mit der Montage ein fundierendes Merkmal aller zeitbasierenden Medienkünste- und Diskurse, insbesondere das Bewegen des Bildes.
Es setzt sich zusammen aus der Vorlesung "Geschichte und Gegenwart der Bilder" (Jun.-Prof. Dr. Oliver Fahle) und dem Seminar "Im Rausch der Montage" (Diplom-Schnittmeisterin (FH) Birgit Leitner M.A.


Richtet sich an: MK/Bach.


Das Analoge im Digitalen. Zur Ästhetik digitaler Fotografie

Seminar 2 SWS -3 Credits

Dr. Oliver Fahle

Lange Zeit war die Fotografie ein analoges Medium. Es wurde trotz vielfältiger Manipulations-Abstraktions- und Inszenierungstechniken als Abbild oder Wiedergabe im weitesten Sinne, also mimetisch verstanden. Künstlerische Ansätze, theoretische Positionierungen und schließlich auch der populärkulturelle und alltägliche Gebrauch bauten darauf auf. Die digitale Fotografie ist hierin offenbar nicht nur eine technische Entwicklung oder ästhetische Neuorientierung, sondern verändert die Fotografie radikal, da die alten Eigenschaften von Abbild, Spur und Analogie verschwinden. Inwiefern, so wäre also zu fragen, verarbeitet die digitale Fotografie (sofern der Begriff noch Sinn macht) die medialen Qualitäten der analogen Fotografie ? Die Frage, auf die im Seminar eine Antwort gesucht werden soll, wird also sein, inwiefern das Digitale und das Analoge (oder mit stärkerem kulturtheoretischem Impetus: Simulation und Mimesis) neue Verbindungen eingehen, sich überlagern, durchdringen und sich damit neu definieren. Dabei sollen entsprechende fotografische Werke besprochen werden und die begrifflichen Grundlagen der Theorie der Fotografie (Benjamin, Barthes, Flusser, Baudrillard) eventuell neu konturiert werden.
Das Seminar bildet ein Studienmodul mit der Vorlesung Geschichte und Gegenwart der Bilder.