Prof. Dr.

Oliver Fahle

 
   
 
 

 

Au-délà de la représentation - Pour une théorie de la télévision

Seminar an der Université Lumière-Lyon 2

Dr. Oliver Fahle

[Beschreibung folgt]


Felder des Sichtbaren

Seminar 2 SWS - 5 Credits

Dr. Oliver Fahle

Das Seminar schließt lose an die Veranstaltung des letzten Semesters - Begriffe vom Bild - an, kann aber selbstverständlich auch ohne diese Vorkenntnisse besucht werden. Ein wesentliches Ergebnis der Lektüre der vorwiegend kunsttheoretisch orientierten Bildtheorien des letzten Semesters war die Erkenntnis, dass in der Moderne das Bild nicht mehr unabhängig von Feldern des Sichtbaren begriffen werden kann, aus denen es hervorgeht und die es selbst mit konstituiert. Das Bild ist damit nicht mehr einsamer Höhepunkt (Repräsentation) einer nicht weiter definierten Sichtbarkeit, sondern es ist selbst relational und momentaner Ausschnitt eines vielfach verzweigten Visuellen. Die damit einhergehenden Prozesse der Reflexion nur der modernen Kunst aufzubürden ist zwar bequem, greift aber zu kurz. Deshalb sollen hier die technischen Bildmedien (Fotografie, Film, Fernsehen, digitales Bild), die im Wesentlichen für diese Entwicklung verantwortlich zu sein scheinen, ins Blickfeld geraten. Das Seminar versucht Fragmente eines solchen Diskurses der Sichtbarkeit in der Moderne zu konstruieren und sie mit verschiedenen Beispielen aus den technischen Bildmedien zu konfrontieren. Texte u. a. von Jonathan Crary, Friedrich Kittler, Christoph Asendorf, Henri Bergson, Maurice Merleau-Ponty, Michel Foucault, Jean Baudrillard und Gilles Deleuze sollen zur Lektüre herangezogen werden.


Nach der Repräsentation - Ästhetik des Fernsehens der achtziger Jahre

Seminar 2 SWS - 5 Credits

Dr. Oliver Fahle

In den achtziger Jahren hat sich das europäische und amerikanische Fernsehen grundlegend gewandelt. Dies wird allgemein auf die Einführung des Privatfernsehens und die Ausweitung von Fernsehkanälen zurückgeführt. Es könnte aber auch sein, dass diese ökonomisch-technischen Gegebenheiten selbst nur Konsequenzen weiter ausgreifender (fernseh)ästhetischer Veränderungen sind, die in diesem Seminar näher beleuchtet werden sollen. Die ästhetischen Neufassungen des Fernsehens stehen dann zugleich für einen - durch das Fernsehen wesentlich ausgelösten und mitgestalteten - grundlegenden medialen Wandel sowie für eine vom Fernsehen ausgehende Neukonzeption des Bildes. CNN, MTV, Dallas, Miami Vice, Alles Nichts Oder, Gladbeck, Mauerfall und Golfkrieg, aber auch in die neunziger Jahre hineinreichende veränderte Konzepte, wie etwa der Sender Phönix, können Gegenstand des Seminars werden.