SS 2001

 
   
 
   
   

 

Film Denken.Gilles Deleuzes Filmtheorie

Studienprojekt 8 SWS

Dr. Oliver Fahle

Die Filmtheorie von Gilles Deleuze, die vor allem in den beiden Bänden Kino 1. Das Bewegungs-Bild und Kino 2. Das Zeit-Bild aufgezeichnet worden ist, ist der letzte großangelegte Versuch, den Film als Ganzes theoretisch zu fassen. Dennoch ist keine hermetische oder normative Theorie entstanden, sondern eine Reihe von Konzepten und Begriffen, mit denen sich Film denken und - wichtiger - weiterdenken läßt. Die Besonderheit dieser Theorie besteht im übrigen darin, daß zum einen die Überlegungen der nahezu gesamten Theoriegeschichte des Films in den Ansatz von Deleuze einfließen, andererseits gleichzeitig ein wenigstens evolutionär angelegter filmhistorischer Grundriß die Arbeit durchzieht. Deleuze kann man also nicht verstehen, wenn man sich nicht Kenntnisse der Film- und Filmtheoriegeschichte aneignet, ebenso wie man Film kaum besser versteht, wenn man Deleuze nicht kennt.

Im Projekt werden also das Verständnis von Kino 1 und Kino 2 geübt (erstens), herausragende filmtheoretische Ansätze in Ansätzen vermittelt (zweitens) und der ständige Blick in und der Bezug auf die Geschichte des Films und die einzelnen Filme geschärft (drittens).

Das Projekt besteht aus einem reinen Lektürekürs Deleuzescher Texte, vor allem aus Kino 1 und Kino 2, und einem vierstündigen Plenum sowie der Vorlesung "Die gerissene Leinwand" von Prof.Lorenz Engell.