Bauhaus-Universität Weimar

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Fakultät Medien

Vorlesungsverzeichnis der Medienstudiengänge in Thüringen Wintersemester 1999/2000


 

Vorwort

 

Universität Erfurt

Technische Universität Ilmenau

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Bauhaus-Universität Weimar 

 

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Vorwort

Mit diesem Vorlesungsverzeichnis legen die vier Thüringer Universitäten eine gemeinsame und umfassende Darstellung ihrer Lehrangebote vor, die sie im Bereich der Medien- und der Kommunikationsstudiengänge unterhalten.

Ein solches Unternehmen ist bislang in der deutschen Universitätslandschaft ohne Beispiel. Normalerweise werden die Lehrangebote nach Hochschulen getrennt und nach Disziplinen geordnet wiedergegeben. Hier geschieht genau das Umgekehrte, eine spezifische Fächergruppe wird quer zu den verschiedenen Universitäten erfaßt.

Diese ungewöhnliche Maßnahme, vom Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur entscheidend gefördert, weist auf eine besondere Situation hin, die an den Universitäten des Freistaates geschaffen wurde.

In einer entschlossenen und kraftvollen Initiative haben sich die vier Thüringer Universitäten dem immer wichtiger gewordenen Gegenstandsfeld der Medien mit spezifischen Lehrangeboten und in entsprechenden Forschungsprofilen zugewandt. Sie haben dabei erhebliche Anstrengungen auf sich genommen. 1996 wurden zunächst in enger Abstimmung an der Bauhaus-Universität Weimar die Fakultät Medien gegründet mit den Studiengängen Medien-Gestaltung und Medien-Kultur und an der Technischen Universität Ilmenau die Studiengänge Medien-Wirtschaft, Medien-Technik und Angewandte Medienwissenschaft eingerichtet. 1997 nahm dann der Magisterstudiengang Medienwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Arbeit auf, 1999 folgt die Universität Erfurt mit ihren Angeboten in der Kommunikationswissenschaft und die Bauhaus-Universität Weimar mit ihrem dritten Medienstudiengang Medien-Systeme.

Damit besitzt Thüringen einen ganz ungewöhnlichen Reichtum an differenzierten Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten im Bezug auf Medien und Kommunikation und ein auch quantitativ sehr bedeutsames und höchst nachgefragtes Angebot an Studienplätzen. Das Spektrum reicht von der Kunst bis zur empirischen Kommunikationswissenschaft, von der Medien-Ökonomie bis zur Filmästhetik und von der Technologieentwicklung bis zur Geschichtsschreibung und Philosophie der Medien. In einer Gesamtlage, in der der Medien- und Informationsindustrie, der Telekommunikationsbranche und auch Teilen des mediengestützten Dienstleistungsbereichs Arbeitskräfte höchster Qualifikation eher fehlen und in der ein anhaltend hoher Forschungs- und Entwicklungsbedarf zu erkennen ist, können die Thüringer Universitäten damit einen wichtigen Beitrag leisten.

Neben der für jede der beteiligten Universitäten je charakteristischen Profilbildung erfolgte von Anfang an eine enge fachliche Koordinierung und Arbeitsteilung der Disziplinen und Universitäten. Gemeinsame Lehrveranstaltungen, erleichterte wechselseitige Anerkennung von Lehrveranstaltungen, Nutzung des mediengestützten Fernunterrichts, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte und andere Formen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit haben dazu geführt, daß hier ein umfangreicher Fächerverbund entstanden ist, der die vorhandenen Ressourcen optimal ausnutzt und für die Studierenden sowie für Forschung und Entwicklung neue Potentiale erschließt.

Mit dem vorliegenden Vorlesungsverzeichnis wird die Zusammenarbeit der Thüringer Medien-Studiengänge in der akademischen Lehre nicht nur dokumentiert, sondern auch in einer neuen Qualität weiterentwickelt. Sowohl die ausgeprägten Fachspezifika der einzelnen Lehrangebote und die methodische Färbung und die gegenstandsbezogene Schwerpunktsetzung der Studiengänge werden hier deutlich erkennbar wie auch - und das besonders - die wechelseitigen Möglichkeiten der Ergänzung, der Abrundung und der Erweiterung.

Damit werden die Studierenden ermutigt, die Lehrangebote der jeweils anderen Universitäten kennenzulernen und wahrzunehmen, wo immer dies möglich ist. Dritten verschafft das Vorlesungsverzeichnis vielleicht besser als irgendeine andere Dokumentation einen raschen Überblick über die jeweiligen Fächerschwerpunkte und das umfangreiche Gesamtpotential der Thüringer Medien-Wissenschaften.

Weimar, Juli 1999

Prof. Dr. Lorenz Engell
Dekan der Fakultät Medien
Bauhaus-Universität Weimar

 

 


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