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Wahrnehmungslehre, Geschichte und Theorie der Kommunikation und der Medien
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Sommersemester 2001


Forschungsprojekt:
"1950 - Wendemarke der Mediengeschichte"

Prof. Dr. phil. habil. Lorenz Engell



In Anknüpfung an das Forschungsprojekt zum Zeitalter der Kinematographie 1895 - 1950 (ohne daß dies eine Voraussetzung wäre) soll nunmehr der tiefe mediengeschichtliche Bruch der Zeit um 195o recherchiert und analysiert werden. Hier hört das 20. Jhdt. auf, eine Fortsetzung des 19. Jhdts. mit anderen Mitteln zu sein und kommt für kurze Zeit, für eine Übergangsperiode nämlich, zu sich selbst; hier berühren einander das "analoge" und das "digitale" Zeitalter, die Ära der Repräsentation und diejenige der Simulation. Dieser tiefgreifende Wandel vollzieht sich auf allen Ebenen des Medialen, derjenigen der Geräte und Institutionen nicht weniger als auf derjenigen der Dispositive und der Symbolischen Formen. Um den Kehrpunkt 1950 herum vollzieht sich damit eine gründliche Umstrukturierung des gesellschaftlichen Sinnhaushalts, deren Vollzug weite Strecken der zweiten Jahrunderthälfte bis in die Gegenwart hinein prägt und die in vielerlei medienkulturellen Phänomenen und Problemen der Jahre um 1950 wirkt. Im Projekt werden Komplexe behandelt wie

- Film um 1950: Wendemarken der Filmgeschichte
- "The Golden Age of Television": Frühzeit des Fernsehens
- Zeit der Kybernetik: Die ersten Rechnergenerationen
- Neue Medien: Nylon und Neon
- Von der Produktions- zur Konsumgesellschaft: Warenwelt um 1950
- Das Atom(bomben)zeitalter und der Kalte Krieg
- Frühe Medientheorien: Innis, Wiener, Anders.

Das Projekt besteht neben dem vierstündigen Plenum aus der Vorlesung:
"Die gerissene Leinwand. Vom klassischen Kino zum modernen Film 1942-1959" (Engell) und dem ergänzenden Seminar "Frühe Medientheorien: Innis, Wiener, Anders" (N.N.).

 

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