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Studium
Die Fakultät Architektur verleiht in Kooperation mit der Fakultät Medien den Titel Master of Science (Media Architectures) als einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss. Der Master-Studiengang ist auf zwei Jahre angelegt. Es werden keine Studiengebühren erhoben.


Allgemeiner Themenhorizont
Die Allianz der Architektur mit den Medien hat drei Stadien, die allgemein das inhaltliche Themenfeld beschreiben:

Erstens ist Architektur wie Sprache, Text und Zeichen selbst ein Medium, das Wirklichkeit und deren Bedeutung nicht nur vermittelt, verarbeitet und speichert, sondern genauso erzeugt. In diesem Sinne ist die Architektur immer auch Wahrnehmungsmaschine,
Körpertechnik, semiotisches Werkzeug usw. Exemplarisch hierfür
stehen das Fenster als Blick, Bild und Spiegel, die Glashäuser als Panorama oder eben der Raum als eine Choreografi e des Gebrauchs. Digitale Medien ermöglichen die Erweiterung des realen Raumes und erlauben dessen Wechselwirkung mit den virtuellen
Räumen (Rechenräume, Informations- und Unterhaltungsräume, Immersionsräume etc.)

Zweitens ist Architektur in Medien repräsentiert. Architektur zirkuliert in Medien, welche strukturell und diskursiv als Defi nitionsmacht der Architektur auftreten. Insofern tragen die Repräsentationsformen von Architektur (Zeichnung, Skizze, Diagramm, Modell, Buch, Fotografi e, Film, Virtual Reality) sowie die Techniken ihrer Verbreitung wesentlich zu ihrer Konstituierung bei. Andererseits wirkt die Architektur auch auf die anderen Medien und dient selbst als Modell für diese.

Drittens verdoppelt sich die Architektur virtuell, indem die auf den neuen Technologien basierenden »künstlichen Welten« eine ganz eigene Architektur ermöglichen bzw. simulieren, so dass sich neue Typologien von Immersionsräumen entwickeln.
Dabei wird wiederum klar, dass die Architektur immer schon Prototyp solcher Immersionsräume ist. Die Architektur bietet hier sowohl die Metaphern, die Sprache, als auch die Struktur zur Ordnung und zur Navigation von Wissen.


Kompetenzen und Qualifikationen
Das Masterprogramm soll den Studenten sowohl instrumentelle wie konzeptionelle Kompetenz vermitteln:
Der Studiengang baut auf den jeweiligen Qualifikationen auf und bietet – in Ergänzung zur eigenen Profession – Erfahrungsgewinn im jeweils anderen Berufsfeld. Es soll ein neuer Begegnungsraum (gleichermaßen für Lehrende und Studierende)
geschaffen werden, in dem gemeinsame Forschungsfelder bearbeitet werden. Über Kooperationserfahrungen sowie gemeinsame neue Arbeitsbereiche sollen neue Ausdrucksformen
angeregt werden. Ziel ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Studierenden in ihrer Disziplin wie auch in ihrer Überschreitung.