Mediacity
Innerhalb des Projekts soll untersucht werden, in welcher
Weise durch die sich ständig weiter entwickelnden Informations- und Kommunikationstechnologien
sich neue Möglichkeiten der räumlich orientierten Nutzung ergeben.
Drei Themengebiete werden zentral bearbeitet werden: a. Wissensorientierte lokale
Ökonomien und städtische Gesellschaften; b. Nutzung neuer Medien in
der Praxis von Architektur, Stadtplanung, Flächen- und Raumplanung sowie
c. notwendige politische und soziale Voraussetzungen für den sozial ausgewogenen
Gebrauch der neuen Technologien.
Ziel von Mediacity ist die langfristige Etablierung dieser Forschungsfelder
in der Ausbildungs- und Forschungslandschaft in Europa. Aus diesem Grunde hat
die Europäische Kommission im Rahmen des Marie Curie-Programms „Transfer
of Knowledge“ der Bauhaus-Universität Weimar ca. 0,6 Mill. Euro zur
Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln soll gewährleistet werden,
dass der neue Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt in drei Phasen etabliert
werden kann: Schaffung einer Wissensbasis, Erprobung von konkreten Forschungsansätzen
in lokalen und regionalen Projekten und die universitäre Institutionalisierung.
Die drei Phasen sollen durch die Unterstützung von sechs international
renommierten Wissenschaftlern aus den drei integrierten Forschungsbereichen
(Architektur, Medien, Stadtforschung) angeschoben werden. Über den Masterstudiengang
MediaArchitecture und ein entsprechendes Doktorandenprogramm wird die Institutionalisierung
des Schwerpunktes Mediacity anvisiert. Zur Umsetzung des Vorhabens und zur langfristigen
Etablierung wird ein Institut geplant. Ziel ist eine enge Verknüpfung von
praxisorientierte Forschung und Ausbildung sowie deren Anbindung an die internationalen
Entwicklungen auf dem Gebiet der neuen Medien. Kernstück des Projektes
ist daher die Anwerbung von international anerkannten Experten auf den Forschungsgebieten
(E-City, Architecture by Media und Knowledge Economy).
Das Projekt wird von Seiten der Architektur durch Prof. Dipl.-Ing. Dipl.-Des. Bernd Rudolf und auf Seiten der Medienwissenschaften von Prof. Dr. sc.
hum. Jens Geelhaar geleitet. Die Stadtforschung wird von Jun.-Prof. Dr. Frank
Eckardt eingebracht, der auch die Projektkoordination vertritt.