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Am ehemaligen
Exerzierplatz wird ab Herbst 2000 die Hochschule für Musik
Franz Liszt im sanierten Streichhan-Bau neben dem Fürstenhaus
ihren zweiten großen Standort in Weimar einnehmen. Das
markante Gebäude, 1860 von dem Semper-Schüler Ferdinand
von Streichhan als Kaserne im Stil der Neo-Renaissance erbaut,
ist durch seine Grundrißanlage und die massive in den
Natursteinfassaden deutlich sichtbare Bausubstanz hervorragend
als Übungsgebäude für Musiker geeignet.
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Der imposante Streichhan-Bau während der Sanierung.
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Der
vor dem Streihan-Bau liegende heute noch so genannte Exerzierplatz
wird durch die Planung des Schweizer Architekturbüros Diener
& Diener völlig neu gefaßt: Eine Terrasse und ein
turmartiges Gebäude am westlichen, stadtzugewandten Rand
erlauben in Zukunft von hier aus auf die Stadt schauen zu können,
und machen zum anderen den Ort von der Stadt her neu sichtbar.
Die wichtigste Intervention besteht jedoch in der neuen Bestimmung
des Verhältnisses der Leibnizallee zum Streichhan-Bau. Dieser
Platz, bis 1992 vom Militär belegt, ist in seiner bisherigen
Größe nicht angemessen städtisch (zivil) nutzbar.
Diener reduziert ihn daher konsequent auf die Hälfte seiner
Größe, in dem er entlang der Leibnizallee drei neue
Gebäude einfügt. Diese wiederholen nicht die Struktur
der gegenüberliegenden Straßenseite, sondern nehmen
die westlich gelegenen Altbauten (Lazarett, Gewehrkammer) auf.
Zusammen treten sie konsequent als Platzfront dem Streichhan-Bau
gegenüber, bleiben aber in ihrer Dreigeschossigkeit deutlich
niedriger als dieser. Auch die östliche Seite des Platzes
wird geschlossen. Die Raumfolge setzt sich aber zwischen den neuen
Bauten mit einer baumbestandenen, ansteigenden Fläche fort,
die schließlich von der ehemaligen Mietskaserne an der Dürerstraße
begrenzt wird. »Durch die Komposition kommen die alten und
die neuen Gebäude als einzelne Körper zum >Klingen<.
Das Ensemble wird Teil eines größeren Ganzen - ein
Teil der Stadt.« (Diener) |
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Das Modell zeigt die Planung für den ehemaligen Exerzierplatz.
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